Insider kaufen massiv adidas-Aktien: Großaktionär rolliert Call-Optionen und signalisiert Vertrauen
Kurzüberblick
- Großaktionär NNS Investments schließt kurzfristige Long-Call-Positionen und eröffnet zeitgleich neue Optionen mit Fälligkeiten bis September 2027 – ein klares Zeichen für längerfristiges Vertrauen.
- Zwei Tage zuvor kaufte die NNS Investments direkt 4.320 adidas-Aktien zu durchschnittlich rund 140 Euro und investierte dabei über 600.000 Euro.
- Insider kauften zudem 720 Aktien zu 140,38 Euro am 11. September – insgesamt steigt die Nachfrage aus dem Top-Management.
- Der Rollvorgang umfasst mehr als 1,7 Millionen Optionen und sichert adidas gegen Kursrückschläge ab – Analysten werten dies als positives Signal für die Aktie.
Marktanalyse & Details
Optionsrollierung: Strategie mit Weitblick
Am 11. September 2026 meldete die NNS Investments (Cyprus) Limited, ein mit dem Unternehmen verbundener Großaktionär, die Schließung bestehender Long-Call-Positionen und die Eröffnung neuer Call-Optionen mit längerer Laufzeit („Roll“). Konkret wurden neun Short-Call-Positionen mit Fälligkeiten zwischen September und Dezember 2026 glattgestellt und durch neun Long-Call-Positionen mit Fälligkeiten zwischen März und September 2027 ersetzt.
Die geschlossenen Optionen hatten Strike-Preise zwischen 153,08 und 168,02 Euro. Die neu eröffneten Calls weisen Strike-Preise zwischen 153,08 und 165,20 Euro auf, bei Prämien von 9,21 bis 17,37 Euro pro Option. Die Anzahl der betroffenen Optionen beläuft sich auf rund 1,7 Millionen.
Analysten-Einordnung: Der Roll signalisiert Vertrauen. Indem NNS Investments kurzfristige Calls durch langlaufende ersetzt, verringert das Unternehmen das Risiko fallender Kurse in den kommenden Monaten und richtet sich auf einen längerfristigen Aufwärtstrend aus. Dies deutet darauf hin, dass die Großinvestoren adidas auch jenseits des laufenden Geschäftsjahres für unterbewertet halten.
Direkte Aktienkäufe: Insider investieren sechsstellig
Parallel zu den Optionsgeschäften haben Insider direkt Aktien erworben. Am 10. September 2026 kaufte ein Mitglied des Managements 3.600 adidas-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 139,98 Euro – Gesamtvolumen rund 503.935 Euro. Einen Tag später folgte ein weiterer Kauf von 720 Aktien zu 140,38 Euro (Gesamtvolumen rund 101.071 Euro). Bei diesen Transaktionen handelte es sich um Direktkäufe („Kauf“).
Insgesamt investierte die NNS Investments somit innerhalb von zwei Tagen über 600.000 Euro in adidas-Aktien. Die Aktie notiert aktuell bei rund 70 Euro (Stand: 11. September 2026), was einem Abschlag von rund 50 Prozent zu den Insider-Kursen entspricht.
Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass Insider die aktuelle Bewertung für sehr günstig halten – trotz der schwachen YTD-Performance von minus 16,17 Prozent. Die gleichzeitige Rollierung der Call-Optionen verstärkt das Signal zusätzlich.
Fazit & Ausblick
Die Kombination aus massiven Insider-Käufen und einer strategischen Optionsrollierung spricht für ein gestärktes Vertrauen der Großaktionäre in die mittelfristige Entwicklung von adidas. Die nächsten wichtigen Termine sind die Vorlage der Q3-Zahlen sowie die Hauptversammlung im Frühjahr 2027. Anleger sollten die weitere Entwicklung der Nettoverschuldung und des freien Cashflows im Auge behalten – hier könnte adidas im nächsten Jahr positive Überraschungen liefern.
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