Hornbach Holding AG & Aktie: Research-Update nennt 110 Euro Kursziel und Buy-Empfehlung
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Research-Update vom 30. September empfiehlt die Hornbach-Aktie mit „Buy“ und nennt ein Kursziel von 110 Euro.
- Im ersten Halbjahr 2026/27 stieg der Konzernumsatz um 6,0 Prozent auf 3,82 Milliarden Euro.
- Das bereinigte EBIT legte im Halbjahr um 4,9 Prozent auf 285,6 Millionen Euro zu; die Jahresprognose bleibt unverändert.
- Hornbach plant weitere Expansion und will vorbehaltlich der kartellrechtlichen Prüfung sechs Hellweg-Standorte übernehmen.
Marktanalyse & Details
Buy-Empfehlung nach starkem Halbjahr
Das Research-Update vom 30. September bewertet die Aktie mit „Buy“ und setzt das Kursziel auf 110 Euro. Zum Kurs von 85,80 Euro, der am selben Tag um 16:45 Uhr notiert wurde, entspricht das rechnerisch einem Abstand von rund 28 Prozent. Das ist eine Analysteneinschätzung, keine Zusage künftiger Kursentwicklung.
Die Einschätzung folgt auf ein robustes erstes Halbjahr des Geschäftsjahres 2026/27. Der Nettoumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,0 Prozent auf 3,82 Milliarden Euro. Flächenbereinigt wuchs der Umsatz um 4,0 Prozent – ein Hinweis darauf, dass die Entwicklung nicht allein auf neue Märkte zurückzuführen ist.
Ergebniswachstum trotz höherer Kosten
Das bereinigte EBIT stieg in den ersten sechs Monaten um 4,9 Prozent auf 285,6 Millionen Euro. Im zweiten Quartal fiel das Plus mit 12,8 Prozent auf 124,6 Millionen Euro stärker aus. Höhere Personal-, Instandhaltungs- und IT-Kosten sowie gestiegene Einkaufs- und Logistikkosten belasteten zugleich die Profitabilität: Die bereinigte EBIT-Marge sank im Halbjahr leicht von 7,6 auf 7,5 Prozent.
Analysten-Einordnung: Das Wachstum auf bestehender Fläche und der höhere Halbjahresumsatz sprechen für eine tragfähige Nachfragebasis. Zugleich zeigt die leicht rückläufige Marge, dass Kostensteigerungen nicht folgenlos bleiben. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird sein, ob Hornbach weiteres Umsatzwachstum in Ergebniswachstum übersetzen kann, ohne dass die Kosten die Marge stärker unter Druck setzen.
Prognose bestätigt, Expansion kostet zunächst Geld
Für das Gesamtjahr 2026/27 hält Hornbach an der Prognose fest: Der Umsatz soll auf oder leicht über dem Vorjahreswert von 6,4 Milliarden Euro liegen; das bereinigte EBIT wird ungefähr auf dem Vorjahresniveau von 264,7 Millionen Euro erwartet. Die qualitative Prognose lässt Spielraum und berücksichtigt laut Unternehmen unter anderem geopolitische Unsicherheiten sowie mögliche Veränderungen bei Konsumstimmung und Beschaffungskosten.
Parallel baut Hornbach sein Filialnetz aus. Nach Neueröffnungen in Trnava und Graz ist die Übernahme von sechs Hellweg-Standorten in Deutschland geplant. Der Vollzug ist vorbehaltlich der kartellrechtlichen Prüfung für den 1. Dezember 2026 vorgesehen; die Märkte sollen im Frühjahr 2027 als Hornbach-Bau- und Gartenmärkte eröffnen. Die Investitionsauszahlungen lagen im Halbjahr mit 121,0 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 106,7 Millionen Euro.
Fazit & Ausblick
Das Research-Kursziel von 110 Euro steht einer positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Halbjahr gegenüber, während die Marge leicht nachgab und die Jahresprognose unverändert blieb. Im weiteren Jahresverlauf sind die Nachfrage, die Kostenentwicklung und die Umsetzung der geplanten Expansion zentrale Beobachtungspunkte. Die Übernahme der Hellweg-Standorte hängt noch von der kartellrechtlichen Prüfung ab.
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