HomeToGo bestätigt 2026er Guidance: Q1-EBITDA verbessert sich durch Interhome-B2B-Shift
Kurzüberblick
HomeToGo SE hat am 13. Mai 2026 die Zahlen für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Im Fokus standen dabei die Fortschritte der B2B-Transformation rund um HomeToGo_PRO – mit der Integration von Interhome als entscheidendem Wachstumstreiber. Für Anleger ist vor allem relevant, dass sich die Profitabilität und die Cashflow-Qualität im saisonal schwachen Auftaktquartal spürbar verbessert haben.
Während die Aktie am selben Handelstag deutlich unter Druck stand (aktuell 1,28 EUR, Tagesverlauf -6,23%, YTD -17,15%), bestätigte das Unternehmen die Guidance für 2026. Damit bleibt der Markt an den kommenden Quartalen und an der weiteren Umsetzung der Roadmap festgehalten.
Marktanalyse & Details
Quartalszahlen: Umsatzimpuls, aber klarer Profitabilitäts-Fokus
- IFRS-Umsätze: 59,0 Mio. EUR (plus 71,5% gegenüber Vorjahr, statistisch). Auf vergleichbarer Basis blieben die Umsätze insgesamt stabil.
- Bereinigtes EBITDA: minus 26,8 Mio. EUR im Quartal; auf vergleichbarer Basis Verbesserung um 7,2 Mio. EUR (+21%).
- Segmentmix: Das Marktplatzsegment reduzierte die IFRS-Umsätze um 19% auf 20,7 Mio. EUR – als Folge von geringeren Werbeausgaben und der Verlagerung von Werbe- zu Onsite-Umsätzen.
- Booking-Backlog (Marktplatz): auf ein Rekordhoch von 75,4 Mio. EUR für ein erstes Quartal.
Die Zahlen zeigen einen klaren Kurswechsel: HomeToGo steuert nicht primär über Umsatzvolumen, sondern über Marketingeffizienz und einen stärkeren Anteil margefähiger B2B-Umsätze gegen. Das ist auch deshalb wichtig, weil das Ergebnis weiterhin auf Quartalsebene negativ bleibt – der Hebel liegt aktuell in der sukzessiven Verbesserung der Ergebnisqualität.
HomeToGo_PRO & Interhome-Integration: Mehr als nur Konsolidierung
Die Übernahme von Interhome macht HomeToGo_PRO zum neuen Schwerpunkt der Gruppe: Das Segment steuerte im Quartal rund zwei Drittel der IFRS-Umsatzerlöse bei (66%). Auf vergleichbarer Basis stiegen die HomeToGo_PRO-IFRS-Umsätze um 13%. Gleichzeitig verbesserte sich das bereinigte EBITDA des Segments auf vergleichbarer Basis um 4,5 Mio. EUR (+40%).
Auch operativ wird die Umsetzung sichtbar: Die Integration wirkt nicht nur in den oberen Zeilen, sondern bereits über Effizienzgewinne und erste Kostensynergien. Für die kommenden Quartale kommt es damit darauf an, dass die Synergien aus dem Interhome-Programm planmäßig weiter realisiert werden.
Cashflow & Liquidität: Saisonmuster beginnt zu kippen
- Unlevered Free Cash Flow: Verbesserung um 12,1 Mio. EUR auf minus 0,5 Mio. EUR (trotz saisonal schwachem Q1).
- Kassebestand: 87,8 Mio. EUR zum Quartalsende.
- Einordnung: Der CFO verwies darauf, dass die Verbesserung nicht auf außerordentliche Effekte zurückgeht.
Für Anleger bedeutet das: Die operative Skalierung und die bessere Budgetdisziplin schlagen sich zumindest teilweise in der Liquiditätsentwicklung nieder. Allerdings bleibt die Messlatte hoch, weil die Kennziffern im Q1 traditionell durch Saisonalität belastet sind und der Cashflow damit besonders anfällig für Timing-Effekte bleibt.
Analysten-Einordnung: Warum der Kurs trotzdem zäh bleibt
Die Montega-Analysten halten an der Kaufempfehlung fest und nennen ein Kursziel von 3,20 EUR. Die Begründung ist inhaltlich konsistent: Die strategische Reallokation hin zu margenstärkeren B2B-Umsätzen liefert bereits messbare Ergebnis- und Cashflow-Impulse, und das Management bestätigt die 2026er Finanzziele.
Dies deutet darauf hin, dass die operative Story intakt ist, der Markt kurzfristig aber weiterhin Unsicherheit einpreist – auch wegen des nach wie vor negativen bereinigten EBITDA im Quartal und des sichtbaren Umsatzrückgangs im Marktplatzsegment. Für Anleger ist entscheidend, ob HomeToGo die Effizienzgewinne in den ertragsstärkeren Sommerquartalen weiter ausbauen kann, sodass der Weg zur positiven Ergebniswirkung glaubhaft in Trendrichtung kippt.
Ausblick, Strategie 2026 und mögliche Kurs-Treiber
HomeToGo bestätigt die Guidance für 2026: IFRS-Umsätze von 400 bis 410 Mio. EUR und bereinigtes EBITDA von 45 bis 47 Mio. EUR. Operativ nennt das Unternehmen fünf Prioritäten: unter anderem das Ausschöpfen der Interhome-Kostensynergien (10 Mio. EUR annualisiert), weitere value-accretive M&A-Aktivitäten im HomeToGo_PRO-Bereich sowie die operative Optimierung der Marketingeffizienz im Marktplatz.
Zudem treibt das Unternehmen die Buy-and-Build-Strategie voran: Drei Vertragsportfolios aus Spanien, Italien und der Schweiz wurden erworben und auf die Interhome-Plattform übertragen (rund 200 Verwaltungseinheiten). HomeToGo rechnet damit, im weiteren Jahresverlauf zusätzliche Bolt-on-Akquisitionen abzuschließen.
Fazit & Ausblick
Das erste Quartal untermauert HomeToGos strategische Neuausrichtung: Die B2B-Fokussierung über HomeToGo_PRO, die Integration von Interhome sowie ein konsequent effizienteres Marketing zeigen bereits messbare Effekte bei Ergebnisqualität und Free-Cashflow-Nähe. Auch die bestätigte 2026er Guidance stützt den mittelfristigen Investment-Case.
Für die nächsten Schritte werden vor allem die Sommerquartale entscheidend sein: Anleger sollten darauf achten, ob HomeToGo die Effizienzgewinne im Marktplatz verstetigt, die Synergien aus Interhome planmäßig realisiert und den Ausbau von HomeToGo_PRO über weitere Akquisitionen ohne Ergebnisverwässerung fortsetzt.
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