H&M steigert Quartalsgewinn kräftig, doch das Umsatzwachstum bleibt schwach
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- H&M erzielte im dritten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 4,098 Milliarden SEK, 27,6 Prozent mehr als im Vorjahr.
- Der Umsatz stieg um 0,3 Prozent auf 57,189 Milliarden SEK; währungsbereinigt betrug das Plus 1 Prozent.
- Das operative Ergebnis legte um 22,9 Prozent auf 6,037 Milliarden SEK zu, die EBIT-Marge stieg von 8,6 auf 10,6 Prozent.
- Für September erwartet H&M ein Umsatzplus von 1 Prozent in lokalen Währungen; die Aktie notierte am 24. September zeitweise 1,47 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Gewinn wächst deutlich schneller als der Umsatz
H&M hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 von Juni bis August mehr verdient, obwohl das Umsatzwachstum gering blieb. Die Erlöse beliefen sich auf 57,189 Milliarden schwedische Kronen (SEK), nach 57,017 Milliarden SEK im Vorjahreszeitraum. In lokalen Währungen stieg der Umsatz um 1 Prozent. Damit lag er zwar knapp über der Markterwartung von 57,093 Milliarden SEK, der Abstand war aber gering.
Deutlich kräftiger entwickelte sich das Ergebnis: Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 22,9 Prozent auf 6,037 Milliarden SEK. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 10,6 Prozent nach 8,6 Prozent. H&M führte die Entwicklung unter anderem auf Einkauf, Kostenkontrolle und effizientere Abläufe zurück. Im ausgewiesenen Margenwert war außerdem ein Einmaleffekt im Zusammenhang mit Zöllen und Importen enthalten.
- Der Gewinn je Aktie erhöhte sich auf 2,58 SEK von 2,01 SEK im Vorjahr und übertraf die Schätzung von 2,20 SEK.
- Der Nettogewinn stieg um 27,6 Prozent auf 4,098 Milliarden SEK, verglichen mit 3,212 Milliarden SEK.
Neunmonatsumsatz bleibt rückläufig
Der Blick auf die ersten neun Monate zeigt, dass die Umsatzschwäche noch nicht überwunden ist: Die Erlöse sanken auf 161,624 Milliarden SEK, nach 169,064 Milliarden SEK im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn verbesserte sich dagegen auf 8,765 Milliarden SEK von 7,753 Milliarden SEK; der Gewinn je Aktie stieg von 4,86 auf 5,53 SEK. Zum Quartalsende betrieb H&M rund 2 Prozent weniger Filialen als ein Jahr zuvor.
Analysten-Einordnung: Die Zahlen sprechen für eine erfolgreiche Verbesserung der Profitabilität durch Kostendisziplin und effizientere Abläufe, während die Nachfrage bislang nur verhalten wächst. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Gewinnsteigerung nicht mit einer entsprechend starken Ausweitung des Geschäfts einhergeht. Der rückläufige Umsatz in den ersten neun Monaten und der leichte Rückgang der Filialzahl bleiben daher wichtige Gegenpunkte zum starken Quartalsergebnis. Die Aktie lag am 24. September um 11:36 Uhr bei 14,395 Euro und damit 1,47 Prozent unter dem Vortagesschluss; seit Jahresbeginn betrug das Minus 16,28 Prozent.
Fazit & Ausblick
Für September rechnet H&M mit einem Umsatzplus von 1 Prozent in lokalen Währungen. Das wäre ein weiterer kleiner Wachstumsschritt, aber noch kein Beleg für eine nachhaltige Umsatzbeschleunigung. Entscheidend wird sein, ob der Konzern seine verbesserten Margen halten und zugleich die Nachfrage über ein attraktiveres Kundenangebot stärken kann.
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