Gold Aktie: Goldpreis steigt auf 4.180 Dollar, Zinssorgen lassen nach
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Gold kostet am Freitag kurz vor dem Wochenende rund 4.180 US-Dollar je Feinunze.
- Der Preis erholt sich vom Wochentief bei 4.073 Dollar und nähert sich wieder dem Wochenstartniveau von über 4.200 Dollar.
- Nachlassende Erwartungen an eine schnelle US-Zinserhöhung stützen die Nachfrage nach dem unverzinsten Edelmetall.
- Trotz der Erholung liegt Gold seit dem Rekordhoch von mehr als 5.400 Dollar Ende Januar etwa ein Viertel niedriger.
Marktanalyse & Details
Zinserwartungen bestimmen die kurzfristige Richtung
Der Goldpreis legte am Freitag weiter zu und wurde bei etwa 4.180 US-Dollar je Feinunze gehandelt. Nach unerwartet hoher US-Inflation hatten Anleger zunächst stärker mit einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank noch im Oktober gerechnet. Das belastete Gold: Höhere Zinsen machen verzinsliche Anlagen wie Staatsanleihen im Vergleich zum Edelmetall attraktiver.
Seit Donnerstag hat sich die Einschätzung am Markt jedoch verschoben. Äußerungen von Fed-Präsident Kevin Warsh beim Treffen des Internationalen Währungsfonds in Bangkok bremsten die Erwartungen an eine schnelle weitere Straffung der Geldpolitik. Damit konnte Gold einen Teil des Rückgangs zur Wochenmitte wettmachen.
Analysten-Einordnung
Die Erholung zeigt, wie empfindlich Gold derzeit auf Änderungen der Zinserwartungen reagiert. Wenn Anleger eine weniger restriktive Fed erwarten, sinkt tendenziell der Nachteil eines unverzinsten Edelmetalls gegenüber Anleihen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch keine Entwarnung: Die weiterhin erhöhte Inflation könnte die Zinserwartungen erneut nach oben treiben und den Goldpreis unter Druck setzen.
Erholung im größeren Zusammenhang
Mit rund 4.180 Dollar liegt Gold wieder näher am Niveau vom Wochenbeginn, als eine Feinunze mehr als 4.200 Dollar kostete. Der mittelfristige Trend bleibt dennoch deutlich schwächer: Vom Rekordhoch von über 5.400 Dollar Ende Januar hat das Edelmetall inzwischen ungefähr ein Viertel eingebüßt. Die jüngste Bewegung ist daher zunächst eine Erholung innerhalb eines übergeordneten Rückgangs.
Fazit & Ausblick
Kurzfristig dürften neue US-Inflationssignale und die daraus folgenden Erwartungen an die Fed den Goldpreis maßgeblich beeinflussen. Eine Zinserhöhung im Oktober erscheint nach den jüngsten Äußerungen weniger sicher, ist aber nicht ausgeschlossen. Hält die Aussicht auf eine Zinspause an, könnte das Gold stützen; eine erneute Verschärfung der Zinserwartungen würde dagegen das Risiko weiterer Rücksetzer erhöhen.
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