First Majestic verkauft San-Martin-Silbermine: 90 Mio. US$ Erlös, Abschluss im Q4 2026 geplant
Kurzüberblick
First Majestic Silver Corp. hat am 7. Juli 2026 eine endgültige Vereinbarung über den Verkauf seiner zu 100 % unternehmenseigenen, ehemals produzierenden Silbermine San Martin geschlossen. Die Mine liegt rund 250 Kilometer nördlich von Guadalajara im mexikanischen Bundesstaat Jalisco. Käufer ist Flextronics Supply and Service, S. de R.L. de C.V.; der Gesamterlös ist auf 90 Millionen US$ in bar festgelegt.
Der Vollzug der Transaktion soll nach üblichen Abschlussbedingungen und nach Genehmigung durch die mexikanische Kartellbehörde im vierten Quartal 2026 erfolgen. An der Börse zeigt sich die Aktie zuletzt schwach: Bei 14,355 EUR notiert sie zum Handelsschluss am 7. Juli 2026 mit einem Tagesminus von 5,28 % und seit Jahresbeginn mit -1,68 %.
Marktanalyse & Details
Transaktion im Überblick
- Verkauft wird die 100%ige Beteiligung an Minera El Pilon, S.A. de C.V., die die San-Martin-Liegenschaften hält.
- Mitübertragen wird die Konzessionsgruppe Jalisco mit 5.245 Hektar Bergbaukonzessionen in den Gemeinden Etzatlán und Tototlán.
- Die Mine San Martin wurde im Juli 2019 in den Pflege- und Wartungszustand überführt und war zuvor ein Silber- und Goldbetrieb.
Zahlungsplan: 90 Mio. US$ als gestaffelter Cash-In
Die Vereinbarung sieht eine Gesamtbarzahlung von 90 Millionen US$ vor, aufgeteilt in einen unmittelbaren Teil bei Vertragsabschluss und mehrere künftige Raten:
- 2,5 Millionen US$ bei Vertragsabschluss (davon wurden bereits 500.000 US$ als Anzahlung auf ein Treuhandkonto eingezahlt)
- 2,5 Millionen US$ innerhalb von 180 Tagen nach Vertragsabschluss
- 10 Millionen US$ an jedem Jahrestag des Vertragsabschlusses in den Jahren 1 bis 5 (bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt 50,0 Millionen US$)
- 35,0 Millionen US$ am 31. August 2032
Warum der Deal für First Majestic wichtig ist
Operativ ist San Martin für First Majestic nicht mehr Teil des aktiven Produktionsportfolios, weil der Standort bereits seit 2019 in den Pflege- und Wartungszustand versetzt wurde. Der Verkauf verwandelt damit einen stillgelegten bzw. zurückgestellten Vermögenswert in einen klar definierten Erlösstrom. Für Anleger ist das vor allem dann relevant, wenn es um die Frage geht, wie sich das Risiko aus nicht-kernigen Projekten reduziert und wie die Kapitalallokation künftig ausgerichtet wird.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass First Majestic konsequent Vermögenswerte monetarisiert, die derzeit keinen Produktionsbeitrag liefern. Gleichzeitig erklärt der gestaffelte Zahlungsplan die mögliche Zurückhaltung des Marktes: Ein großer Teil der Erlöse fällt erst über die kommenden Jahre und zuletzt 2032 an. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung daher weniger einen unmittelbaren Ergebnissprung, sondern eher eine strategische Bereinigung des Portfolios – mit dem Fokus auf den tatsächlichen Vollzug im Q4 2026 sowie auf die Bonität und Vertragstreue des Käufers bei langfristigen Ratenzahlungen.
Wesentliche Risiken bis zum Abschluss
- Abhängigkeit vom Zeitpunkt und Ausgang der mexikanischen Kartellfreigabe.
- Übliche Abschlussbedingungen, die Verzögerungen bis in das vierte Quartal 2026 hinein möglich machen.
- Langfristige Zahlungsverpflichtungen konzentrieren Liquiditätseffekte zeitlich nach hinten.
Fazit & Ausblick
Der Verkauf der San-Martin-Silbermine bringt First Majestic einen vertraglich fixierten Barerlös von 90 Millionen US$, der in mehreren Tranchen bis 2032 zufließen soll. Die entscheidende Phase beginnt jetzt mit der kartellrechtlichen Genehmigung und dem Vollzug im vierten Quartal 2026.
Für die weitere Kursentwicklung dürfte neben dem Silberpreis vor allem zählen, ob der Transaktionsabschluss wie geplant durchläuft und ob neue Informationen zur Umsetzung der Bedingungen zeitnah bestätigt werden.
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