EZB setzt Euro-Referenzkurs auf 1,1539 US-Dollar – Fed-Zinsschritt belastet den Euro
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Die EZB setzt den Euro-Referenzkurs am 15. September 2026 auf 1,1539 US-Dollar.
- Der Dollar kostet damit 0,8666 Euro; der Euro verliert gegenüber dem Referenzkurs vom Vortag weiter an Wert.
- Steigende Ölpreise und höhere Zinserwartungen stärken den US-Dollar vor der Fed-Entscheidung am Mittwoch.
- Die Märkte preisen eine US-Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 90 Prozent ein.
Marktanalyse & Details
Euro fällt auf den niedrigsten Stand der jüngsten Handelstage
Die Europäische Zentralbank hat den Euro-Referenzkurs am Dienstag auf 1,1539 US-Dollar festgesetzt. Damit liegt der Kurs unter dem Referenzwert von 1,1551 Dollar vom Montag und dem Niveau von 1,1592 Dollar am Freitag. Der Dollar wird zum EZB-Kurs mit 0,8666 Euro bewertet.
Auch im internationalen Währungskorb zeigt sich die Bedeutung des Referenzkurses: Ein Euro entspricht 0,85580 britischen Pfund, 178,86 japanischen Yen und 0,9441 Schweizer Franken.
Fed-Erwartungen rücken in den Mittelpunkt
Der US-Dollar erhält derzeit Unterstützung durch höhere Ölpreise und die Erwartung einer strafferen Geldpolitik in den Vereinigten Staaten. Nach den jüngsten Inflationsdaten rechnen die Marktteilnehmer mit einer Anhebung des US-Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte bei der Fed-Sitzung am Mittwoch. Diese Entscheidung wird derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 90 Prozent eingepreist.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der kurzfristige Impuls am Devisenmarkt weiterhin von der Zinsdifferenz zwischen den USA und dem Euroraum ausgeht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass der Euro vor der Fed-Entscheidung anfällig für weitere Rückgänge bleibt, solange die US-Notenbank einen strafferen Kurs signalisiert. Der Rückgang von 1,1592 auf 1,1539 US-Dollar innerhalb weniger Handelstage zeigt zugleich, wie schnell sich Erwartungen an den US-Leitzins im Wechselkurs niederschlagen.
EZB-Kurs bleibt ein wichtiger Vergleichswert
Der EZB-Referenzkurs ist kein fortlaufender Marktpreis, sondern ein täglich festgelegter Orientierungswert. Für die kurzfristige Kursrichtung bleibt daher entscheidend, wie der Devisenmarkt auf die tatsächliche Fed-Entscheidung und den anschließenden Ausblick reagiert. Eine weniger aggressive Kommunikation könnte den Dollar-Gewinn begrenzen; zusätzliche Hinweise auf weitere Zinserhöhungen würden dagegen den Euro weiter unter Druck setzen.
Fazit & Ausblick
Der Euro steht mit 1,1539 US-Dollar vor der Fed-Entscheidung deutlich schwächer als noch am Ende der vergangenen Woche. Der wichtigste Termin ist die US-Zinsentscheidung am Mittwoch, 16. September 2026. Neben dem Zinsschritt selbst wird vor allem der Ausblick der Fed bestimmen, ob der Dollar seine jüngsten Gewinne ausbaut oder der Euro eine Erholung startet.
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