EVN baut Batteriespeicher stark aus: 22 MW in Betrieb, 300-MW-Ziel bis 2030 im Plan

EVN AG

Kurzüberblick

Die EVN AG meldet Fortschritte bei der Umsetzung ihrer Batteriespeicherstrategie im Rahmen der Strategie 2030. Die Aktie zeigte sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung fest: Bei 29,45 EUR lag der Kurs am 14.07.2026 um 16:13 Uhr mit +2,26% am Tag und +8,67% im bisherigen Jahresverlauf im Plus.

Konkret nahm EVN kürzlich in Probishtip (Nordmazedonien) ein Großbatteriespeichersystem in Betrieb und startet parallel weitere Projekte in Niederösterreich. Ziel ist der Aufbau von Speicherkapazitäten bis 2030 (300 MW) sowie die Erschließung zusätzlicher Ertragspotenziale durch Flexibilitätsmanagement.

Marktanalyse & Details

Meilensteine: Von Nordmazedonien bis Niederösterreich

Der neue Standort in Probishtip gilt als zentraler Schritt, um die eigenen Ausbaupläne sichtbar voranzutreiben. EVN nennt dabei sowohl die aktuelle Kapazität als auch konkrete nächste Ausbaustufen:

  • Probishtip (Nordmazedonien): Inbetriebnahme des größten Batteriespeichersystems des Landes mit 10 MW Leistung und 20 MWh Speicherkapazität
  • Nächste Ausbaustufe in Probishtip: Verdopplung der Speicherkapazität auf 40 MWh
  • Gesamtstatus: Großbatteriekapazität der EVN steigt damit auf insgesamt 22 MW
  • Niederösterreich (im Ausbau): Großbatteriespeicher mit 70 MW (Theiß) sowie 16 MW (Dürnrohr)
  • Co-Location an Erzeugungsstandorten: Bereits in Betrieb im Super-Hybrid-Park Trumau mit 3,4 MW

Für Anleger ist dabei weniger die reine Kapazität entscheidend als die Frage, wie schnell sich die Anlagen im Markt auch wirtschaftlich verwerten lassen. EVN positioniert die Speicher genau dafür über die Vermarktung von Überschussstrom zu passenden Zeitpunkten.

Flexibilitätsmanagement als Werttreiber

EVN beschreibt, dass die zeitliche Speicherung von Stromüberschüssen dazu dient, die erzeugte Energie am Day-Ahead- oder Intraday-Markt optimal zu vermarkten. Gleichzeitig soll das Flexibilitätsmanagement die Netzstabilität unterstützen.

Hinzu kommt ein strategischer Hebel: Die eingesetzte Software für das Flexibilitätsmanagement wurde konzernintern entwickelt und stammt von CyberGrid, einem spezialisierten Energiemanagement-Unternehmen, das EVN vor Jahren als Start-up übernommen und in die Gruppe integriert hat. Damit kombiniert EVN eigene Speicherinfrastruktur mit proprietärer Steuerungslogik entlang der Flexibilitätskette.

Strategischer Finanzrahmen: 1 Mrd. EUR jährlich

Als Teil der Strategie 2030 investiert EVN jährlich 1 Mrd. EUR in die Transformation des Energiesystems. Der Ausbau von Speichertechnologien wird dabei explizit als integraler Bestandteil genannt. Weitere Schwerpunkte liegen zudem in der Erweiterung und Digitalisierung der Netzinfrastruktur sowie im Ausbau der E-Ladeinfrastruktur.

Analysten-Einordnung: Der Schritt, bereits einen großen Speicherstandort in Betrieb zu nehmen und gleichzeitig Kapazitäten in mehreren Ausbaustufen (bis hin zu 300 MW bis 2030) nachzuziehen, deutet darauf hin, dass EVN das Tempo der Strategieumsetzung ernsthaft absichern will. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem eine mögliche breitere Ertragsbasis: Speicher können – je nach Marktpreissignalen und Abrufhäufigkeit – die Wertschöpfung aus erneuerbaren Erzeugungsprofilen verbessern und gleichzeitig Beitrag zur Systemstabilität liefern. Gleichzeitig bleibt der wirtschaftliche Nutzen an Faktoren gebunden, die Investoren im Blick behalten sollten: Auslastung, Erlöspotenziale in Day-Ahead/Intraday, regulatorische Rahmenbedingungen sowie Projekt- und Lieferkettenrisiken bei der weiteren Skalierung.

Fazit & Ausblick

EVN erweitert die Batteriespeicherung sichtbar entlang der gesamten Wertschöpfung: vom Inbetriebnahme-Meilenstein in Nordmazedonien über konkrete Ausbaupfade bis hin zu weiteren Großprojekten in Niederösterreich und Co-Location-Lösungen. In den kommenden Monaten dürften vor allem die Fortschritte bei der Verdopplung in Probishtip sowie der Baufortschritt der Anlagen in Theiß und Dürnrohr die Investoreninteressen bestimmen.

Mit Blick auf das Marktumfeld ist der nächste Prüfstein, wie zuverlässig EVN die Flexibilitätsstrategie in verwertbare Erlöse übersetzt – und ob sich daraus auch in künftigen Quartalen ein klarer Ergebnisbeitrag für das Speichergeschäft ableiten lässt.

Hinweise zu diesem Inhalt

Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.

Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.

Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

Goldesel Community

Jetzt kostenlos der Goldesel Community beitreten

  • Sichere dir kostenlosen Zugang zu täglichen Börseninfos
  • Deutschlands beste Trading-Community - Sei ein Teil von uns