Euro fällt weiter: EZB setzt EUR/USD-Referenzkurs auf 1,1539 US-Dollar

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Die EZB setzte den Euro-Referenzkurs am 15. September 2026 auf 1,1539 US-Dollar.
  2. Damit sank der Referenzkurs gegenüber 1,1551 Dollar am Vortag und 1,1592 Dollar am Freitag.
  3. Der Dollar kostete zum Referenzkurs 0,8666 Euro; ein Euro entsprach zudem 0,85580 Pfund, 178,86 Yen und 0,9441 Franken.
  4. Vor der Fed-Entscheidung am Mittwoch rechnen die Märkte mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte zu rund 90 Prozent.

Marktanalyse & Details

Euro verliert seit Ende der vergangenen Woche an Boden

Der EZB-Referenzkurs für den Euro sank am Dienstag auf 1,1539 US-Dollar. Gegenüber dem Vortagswert von 1,1551 Dollar entspricht das einem Rückgang von rund 0,10 Prozent. Seit dem Referenzkurs von 1,1592 Dollar am Freitag hat der Euro damit etwa 0,46 Prozent eingebüßt.

Der Dollar kostete umgekehrt 0,8666 Euro. Die weiteren EZB-Referenzkurse lagen bei 0,85580 britischen Pfund, 178,86 japanischen Yen und 0,9441 Schweizer Franken je Euro. Diese Quoten zeigen, dass die aktuelle Euro-Schwäche nicht nur am Verhältnis zum US-Dollar beobachtet wird, sondern in einen breiteren Devisenkontext eingebettet ist.

Fed-Erwartungen bestimmen den kurzfristigen Devisenimpuls

Am Devisenmarkt richtet sich der Blick nun auf die US-Notenbank. Nach den zuletzt höheren Inflationserwartungen und gestiegenen Ölpreisen ist eine Anhebung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte für die Sitzung am Mittwoch zu rund 90 Prozent eingepreist. Höhere US-Zinsen oder ein falkenhafter Ausblick könnten den Dollar zunächst weiter stützen.

Gleichzeitig bleibt das mittelfristige Bild uneinheitlich. Marktteilnehmer kalkulieren derzeit mit Zinserhöhungen, während befragte Volkswirte für das kommende Jahr eher Zinssenkungen erwarten. Zudem könnte die von Fed-Chef Kevin Warsh weniger stark betonte Forward Guidance die Reaktion des Dollars auf die eigentliche Zinsentscheidung unberechenbarer machen.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der jüngste Rückgang des Euro vor allem durch die kurzfristige Zinsdifferenz zugunsten des Dollars geprägt ist. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass nicht nur der Zinsschritt selbst, sondern vor allem der Ausblick der Fed die nächste größere EUR/USD-Bewegung auslösen dürfte. Ein zurückhaltender Fed-Ton könnte den Dollar-Anstieg begrenzen; eine unerwartet straffe Kommunikation würde dagegen den Euro zusätzlich unter Druck setzen.

Fazit & Ausblick

Der Euro bleibt mit 1,1539 Dollar klar unter dem Niveau vom vergangenen Freitag. Der wichtigste kurzfristige Termin ist die Fed-Entscheidung am Mittwoch, einschließlich ihrer Aussagen zu Inflation, weiteren Zinsschritten und der wirtschaftlichen Entwicklung. Bis dahin dürfte der EUR/USD-Kurs besonders empfindlich auf neue Signale zu den US-Zinsen reagieren.

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