Diamondback Energy: Raymond James hebt Kursziel auf 255 US-Dollar an

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Raymond James bestätigt für Diamondback Energy die Einstufung „Strong Buy“ und erhöht das Kursziel von 248 auf 255 US-Dollar.
  2. Rund 9 Millionen Aktienverkäufe eines Trusts der Stephens-Familie belasteten die Aktie zuletzt mit etwa 1,9 Milliarden US-Dollar Volumen.
  3. Der Analyst begründet seine positive Einschätzung mit der Kostenführerschaft im Permian-Becken, Effizienzgewinnen und einer soliden Bilanz.
  4. Diamondback hat die Genehmigung für Aktienrückkäufe auf 16 Milliarden US-Dollar verdoppelt und die Nettoverschuldung im zweiten Quartal um 1,6 Milliarden US-Dollar reduziert.

Marktanalyse & Details

Kursziel steigt trotz Verkaufsdruck

Raymond James hält an der Einstufung „Strong Buy“ für Diamondback Energy fest und hebt das Kursziel von 248 auf 255 US-Dollar an. Analyst John Freeman stützt die Anhebung unter anderem auf einen höheren erwarteten Ölpreisstreifen. Die jüngste Kursschwäche wertet er als Kaufgelegenheit.

Auslöser für den Verkaufsdruck waren Verkäufe von etwa 9 Millionen Diamondback-Aktien durch einen Trust der Stephens-Familie. Das entsprach einem Volumen von rund 1,9 Milliarden US-Dollar. Die Aktie blieb dadurch an einem schwachen Branchentag um 5,2 Prozent hinter vergleichbaren Energieunternehmen zurück; am 16. September fiel sie um 7,7 Prozent auf 195,30 US-Dollar. Der Trust soll seit Beginn des Iran-Kriegs insgesamt rund 31,7 Millionen Aktien veräußert haben, hält jedoch weiterhin etwa 65 Millionen Stück.

Operative Stärke im Permian-Becken

Freeman verweist auf die Kostenführerschaft von Diamondback im Permian-Becken und auf weitere Produktivitätsfortschritte. Im vergangenen Quartal bohrte das Unternehmen unter anderem seine bislang längste Bohrung sowie drei besonders kostengünstige Wolfcamp-D-Bohrungen. Die Ausrüstungskosten je Bohrung sanken um 14 Prozent. Zudem strebt das Management an, innerhalb des kommenden Jahres täglich 5.000 laterale Fuß fertigzustellen.

  • Für 2027 wird die freie-Cashflow-Rendite auf etwa 11 Prozent geschätzt.
  • Das erwartete EBITDA-Multiple liegt laut Analyst bei rund 5,2.
  • Die Nettoverschuldung sank im zweiten Quartal um 1,6 Milliarden US-Dollar.

Rückkäufe schaffen zusätzlichen Spielraum

Diamondback hat die Genehmigung für Aktienrückkäufe auf 16 Milliarden US-Dollar verdoppelt. Freeman interpretiert dies vor allem als zusätzliche finanzielle Optionalität und nicht als grundlegende Änderung der Kapitalallokationsstrategie. Gleichzeitig bleibt die Bilanzstärkung ein zentraler Schwerpunkt des Managements.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Raymond James den aktuellen Verkaufsüberhang als technisches und vorübergehendes Problem betrachtet, während die operative Ertragskraft des Konzerns intakt bleibt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Bewertung und der mögliche Ölpreiszyklus stärker ins Gewicht fallen als die kurzfristige Belastung durch den Großaktionärsverkauf. Die Einschätzung bleibt jedoch an die Entwicklung des Ölmarktes und die weitere Verschuldungsreduzierung gekoppelt.

Die Diamondback-Aktie notierte am 18. September an der Lang & Schwarz Exchange bei 167,20 Euro und lag damit seit Jahresbeginn 32,24 Prozent im Plus. Der unveränderte Tageskurs zeigt, dass die jüngste Stabilisierung den längerfristigen Kursgewinn bislang nicht vollständig infrage stellt.

Fazit & Ausblick

Im Fokus stehen nun die nächsten Quartalszahlen, die Umsetzung der Effizienzpläne und der tatsächliche Einsatz des erweiterten Rückkaufprogramms. Hält der Ölpreis länger an als vom Markt erwartet und setzt Diamondback die Kostensenkungen fort, könnte der Verkaufsüberhang des Stephens-Trusts nach Einschätzung von Raymond James an Bedeutung verlieren. Anleger sollten dennoch die verbleibenden Aktienbestände des Trusts und die Entwicklung der Ölpreise als wesentliche Risikofaktoren beobachten.

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