DEFAMA senkt Leerstand deutlich um ein Drittel: REWE-Vertrag und Verkäufe bringen 2 Mio. € Liquidität

DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG

Kurzüberblick

Die DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG treibt ihre Neubelegung voran und reduziert den Leerstand im Gesamtportfolio um rund ein Drittel. Das Unternehmen hat dafür neue Miet- und Kaufverträge geschlossen: In Osnabrück übernimmt REWE eine zuvor verwaiste Fläche, weitere Objekte werden mit Fressnapf, Café Wetzel und einem Fitness-Studio neu ausgerichtet.

Parallel verkauft DEFAMA drei kleinere bzw. besonders leerstandsrelevante Objekte – darunter den rund 6.700 qm großen ehemaligen B1 Baumarkt in Dinslaken. Ziel sind eine spürbare Verbesserung des FFO sowie Liquiditätszuflüsse von insgesamt rund 2 Mio. EUR nach Tilgung der Bankdarlehen, voraussichtlich bis Ende des zweiten Quartals 2026.

Marktanalyse & Details

Vermietung: REWE stärkt Osnabrück, weitere Standorte werden wieder voll nutzbar

Im Fokus steht Osnabrück: Für die ehemalige Hammer-Fläche, die seit Jahresanfang nach der Insolvenz des Mieters leer steht, hat DEFAMA einen neuen langfristigen Vertrag mit REWE unterzeichnet. REWE richtet dort einen „ZooRoyal“-Markt ein. Mit über 2.100 qm handelt es sich um eine der größten Leerflächen im Bestand. Der Umbau soll – nach Vorliegen der Baugenehmigung – noch in diesem Jahr abgeschlossen werden; das Mietniveau dürfte ab 2027 wieder über dem Niveau beim Erwerb des Objekts liegen.

  • Stelle: Langfristiger Mietvertrag mit Fressnapf für 430 qm – das Objekt ist damit voll vermietet.
  • Freudenstadt: Mietvertrag mit Café Wetzel für gut 400 qm; für die übrigen Flächen laufen Verhandlungen.
  • Höhn: Bereits unterzeichnetes Mietverhältnis mit einem Fitness-Studio – perspektivisch Vollvermietung; zudem Gespräche für eine umfassendere Neuausrichtung.

Für den Gesamtbestand nennt DEFAMA eine Vermietungsquote von zuletzt knapp 93%, die sich nach Abwicklung der Maßnahmen auf mehr als 95% erhöhen soll.

Portfolioabbau: Verkäufe in Sangerhausen, Schwarmstedt und Dinslaken schaffen Spielraum

Zusätzlich zur Vermietungsseite trennt sich DEFAMA von drei Objekten: Sangerhausen, Schwarmstedt sowie dem Gebäude des ehemaligen B1 Baumarkts in Dinslaken. Der Verkauf von Dinslaken ist strategisch besonders relevant, weil es sich laut Mitteilung um die rund 6.700 qm umfassende, größte Leerstandsfläche im Portfolio handelt.

  • Kaufpreise gesamt: 6,1 Mio. EUR
  • Abgehende Nettokaltmieten: 225 TEUR pro Jahr
  • Künftige Mieten aus den neuen Mietverträgen: rund 400 TEUR pro Jahr
  • Liquiditätseffekt: nach Tilgung der Bankdarlehen insgesamt rund 2 Mio. EUR bis voraussichtlich Ende Q2/2026

Damit will DEFAMA die frei werdende Liquidität für weitere Objektkäufe und Investitionen ins Bestandsportfolio nutzen.

Analysten-Einordnung: Dass DEFAMA gleichzeitig (1) großflächige Leerstände durch neue Ankermieter über Verträge mit Handels- und Servicekonzepten schließt und (2) parallel weniger effiziente Teilbestände veräußert, deutet auf eine konsequent gelebte „Qualitäts- statt Volumen“-Logik im Portfolio hin. Für Anleger bedeutet das vor allem: Die Renditebasis soll sich durch höhere Vermietungsgrade und ein verbessertes Mietprofil stabilisieren, während der Liquiditätsspielraum kurzfristig wächst. Gleichzeitig bleibt der Erfolgshebel an der Umsetzung (z. B. Baugenehmigung/Umbaustand in Osnabrück) und an der zeitgerechten Abwicklung der Verkäufe bis Ende Q2/2026 gebunden.

Aktienkontext

Zur Einordnung: Die DEFAMA-Aktie notierte am 13.05.2026 gegen 14:53 Uhr bei 24,00 EUR (+1,27% Tagesperformance), während sie im bisherigen Jahresverlauf bei etwa -13,04% liegt. Die aktuellen Vertragsmeldungen liefern damit einen konkreten operativen Treiber, der sich in den kommenden Berichtszeiträumen an Kennzahlen wie Vermietungsquote, FFO-Entwicklung und Liquiditätslage messen lassen dürfte.

Einordnung im Gesamttrend: Modernisierung mit Ankermietern läuft parallel

Nur wenige Tage zuvor hatte DEFAMA zudem langfristige Mietverträge inkl. Modernisierungen mit mehreren Bestandsmietern kommuniziert. Dort stand u. a. die Umstellung auf Wärmepumpen sowie die Aufwertung der Standorte durch ESG-Maßnahmen im Fokus – und es wurden künftig abgesicherte Mieterträge in der Größenordnung von mehr als 22 Mio. EUR über die Vertragslaufzeiten genannt. In Summe zeichnet sich damit ein Bild, in dem DEFAMA Leerstand abbaut und zugleich die Ertragsqualität bestehender Flächen systematisch erhöht.

Fazit & Ausblick

DEFAMAs Paket aus Neuvermietung und selektiven Verkäufen zielt darauf ab, den Leerstand deutlich zurückzufahren und Liquidität für weiteres Wachstum zu sichern. Entscheidend in den nächsten Schritten sind (1) die Baugenehmigung und der Umbau in Osnabrück bis zur geplanten Fertigstellung sowie (2) die Abwicklung der Verkäufe bis Ende Q2/2026.

Für Anleger wird besonders relevant, wie das Unternehmen die Wirkung auf FFO, die Vermietungsquote und die Mittelverwendung im Rahmen der nächsten Quartalsberichte konkretisiert.

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