Daldrup & Söhne erhält Bohrauftrag: Zwei Tiefengeothermie-Bohrungen in Aschheim sichern 16–18 Mio. EUR
Kurzüberblick
Die Daldrup & Söhne AG hat am 13. Juli 2026 einen neuen Auftrag für zwei zusätzliche Tiefengeothermie-Bohrungen in Aschheim erhalten. Auftraggeber ist die AFK Geothermie GmbH. Das Projekt hat ein Volumen von rund 16 bis 18 Mio. EUR und sieht Bohrungen bis zu einer Tiefe von jeweils rund 3.700 Metern vor.
Mit den Arbeiten soll unmittelbar nach dem Abschluss der laufenden Bohrungen in Olching begonnen werden; der Start ist für Ende 2026 geplant, die Umsetzung läuft bis Mitte 2027. An der Börse zeigt sich die Nachricht zur frühen Handelszeit: Die Aktie notiert bei 24,80 EUR, nachdem sie am Tag zuvor um 3,33% zulegte und im laufenden Jahr bereits um 29,17% gestiegen ist.
Marktanalyse & Details
Auftrag im Überblick: Geothermie-Dublette für mehr Wärmeleistung
- Auftraggeber: AFK Geothermie GmbH (Aschheim)
- Leistung: zwei Tiefengeothermie-Bohrungen zur Errichtung einer Tiefengeothermie-Dublette
- Auftragsvolumen: rund 16 bis 18 Mio. EUR
- Bohrtiefe: jeweils bis zu rund 3.700 Metern
- Zeitschiene: Start Ende 2026, Durchführung bis Mitte 2027
Strategische Wirkung: Ausbau der Fernwärme bei AFK
Das zusätzliche Bohrprojekt baut auf der bereits abgeschlossenen ersten Geothermie-Dublette in Aschheim auf. Für AFK bedeutet die zweite Dublette laut Mitteilung einen weiteren Leistungsausbau um rund 18 MW. Damit steigt die Wärmeerzeugungskapazität auf rund 74 MW; zudem sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um bis zu 1.200 weitere Haushalte und Gewerbebetriebe an das Netz anzuschließen. Der Anteil von Geothermie an der Wärmeversorgung soll auf bis zu 95% steigen.
Für Daldrup ist der Auftrag vor allem deshalb relevant, weil er erneut eine bestehende Kundenbeziehung in einem langfristigen Infrastrukturkontext vertieft: Erfolgsfaktoren liegen hier typischerweise in Bau- und Terminqualität, Kostenkontrolle sowie in der Fähigkeit, sich nahtlos in laufende Projektketten (zuvor: Olching) einzuschalten.
Analysten-Einordnung: Auftragseingang stützt den Projektpfad – Umsetzung bleibt der Hebel
Dies deutet darauf hin, dass Daldrup & Söhne seine Position im Markt für Tiefengeothermie-Bauleistungen weiter ausbaut und wiederkehrend Aufträge von einem etablierten Betreiber erhält. Für Anleger bedeutet die Meldung vor allem planbare Sichtbarkeit entlang einer konkreten Bohr- und Projektlaufzeit; gleichzeitig bleibt die Wertentwicklung stark an die erfolgreiche Ausführung geknüpft, denn bei Tiefengeothermie bestimmen technische Realisierung und Fortschrittsgrad den wirtschaftlichen Beitrag. Entscheidend ist daher, wie sich die Mittelbindung und die Projektmargen über die einzelnen Bauabschnitte entwickeln.
Einordnung der Unternehmenslogik
Als Bohr- und Geothermiespezialist greift Daldrup mit diesem Auftrag direkt in den Bereich Tiefengeothermie ein. Das Geschäftsmodell profitiert in der Regel von einer Mischung aus Auftragsvolumen in laufenden Projekten und Folgeaufträgen, die sich aus bisheriger Projekt- und Qualitätshistorie ergeben. Der Fokus auf Tiefengeothermie stärkt dabei die Perspektive auf grundlastfähige erneuerbare Wärmeversorgung.
Fazit & Ausblick
Der neue Auftrag über zwei Tiefengeothermie-Bohrungen in Aschheim liefert Daldrup kurzfristig Rückenwind im Projektbestand und unterstreicht die Nachfrage nach grundlastfähiger erneuerbarer Wärme. Der nächste sichtbare Meilenstein ist der Start der Bohrarbeiten Ende 2026 sowie der Fortschritt bis Mitte 2027.
Für die weitere Kursentwicklung dürfte zudem wichtig sein, wie der Konzern die Umsetzung in den kommenden Quartalsmeldungen hinsichtlich Zeitplan, Kosten und Projektfortschritt bewertet und damit die erwartete Planbarkeit im Ausführungsrisiko bestätigt.
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