Daldrup & Söhne Aktie: Halbjahresgewinn steigt, Jahresprognose bleibt bestätigt
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Daldrup steigerte die Gesamtleistung im ersten Halbjahr 2026 um 56 Prozent auf 32,3 Millionen Euro.
- Das EBIT wuchs auf 3,43 Millionen Euro, die EBIT-Marge sank jedoch von 12,8 auf 10,6 Prozent.
- Der Auftragsbestand von rund 132 Millionen Euro soll die Auslastung bis weit ins Jahr 2027 sichern.
- Für 2026 hält das Unternehmen an rund 58 Millionen Euro Gesamtleistung und 11,5 bis 13,5 Prozent EBIT-Marge fest.
Marktanalyse & Details
Wachstum bei Gesamtleistung und Ergebnis
Der Bohrtechnik- und Geothermiespezialist hat im ersten Halbjahr 2026 die Konzern-Gesamtleistung auf 32,3 Millionen Euro erhöht, nach 20,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA stieg von 3,5 auf 4,5 Millionen Euro, das EBIT legte um 29,3 Prozent auf 3,43 Millionen Euro zu. Der Konzernüberschuss erreichte 2,94 Millionen Euro; das Ergebnis je Aktie lag bei 0,49 Euro.
Die Umsatzentwicklung fiel weniger stark aus: Die Erlöse beliefen sich auf 24,1 Millionen Euro und lagen damit unter der in den vorliegenden Daten genannten Schätzung von 28,7 Millionen Euro. Gesamtleistung und Umsatzerlöse sind unterschiedliche Kennzahlen und sollten daher nicht gleichgesetzt werden.
Marge unter Vorjahresniveau, Investitionen belasten
Trotz höherer operativer Gewinne sank die EBIT-Marge gemessen an der Gesamtleistung auf 10,6 Prozent, gegenüber 12,8 Prozent im ersten Halbjahr 2025. Als Faktoren nennt Daldrup Investitionen in Modernisierung und Aufrüstung des Geräteparks sowie Sicherheitsabschläge für noch ausstehende Projektabrechnungen. Die Eigenkapitalquote blieb mit 65,3 Prozent stabil.
Analysten-Einordnung: Das kräftige Leistungswachstum und der höhere Halbjahresgewinn sprechen für eine anhaltend gute Nachfrage. Der Margenrückgang zeigt zugleich, dass Wachstum und Kapazitätsausbau bislang nicht ohne Belastungen umgesetzt werden. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben der Auftragslage besonders die Profitabilität im zweiten Halbjahr entscheidend wird: Die bestätigte Jahresmarge von 11,5 bis 13,5 Prozent liegt über dem im ersten Halbjahr erreichten Wert.
Auftragsbestand stützt die Auslastung
Ende August lag der Auftragsbestand bei rund 132 Millionen Euro, nach 140 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Laut Unternehmen reicht er dennoch für eine gute Auslastung der Bohrmannschaften und Anlagen bis weit in das Jahr 2027. Das nach Eintrittswahrscheinlichkeiten bewertete relevante Marktvolumen erhöhte sich zugleich auf rund 371 Millionen Euro, verglichen mit 325 Millionen Euro im Vorjahresmonat.
- Ein Auftrag über zwei Tiefengeothermiebohrungen in Aschheim umfasst rund 16 bis 18 Millionen Euro; der Start ist für November 2026 geplant.
- Fünf erworbene gebrauchte Bohranlagen sollen nach Überarbeitung die Kapazität und Einsatzflexibilität erweitern.
- Daldrup sieht zusätzliche Nachfragepotenziale unter anderem bei Infrastrukturprojekten, Rohstofferkundung und gesetzlich veranlasster Bohrlochsanierung.
Fazit & Ausblick
Daldrup bestätigt für 2026 eine Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro und eine EBIT-Marge zwischen 11,5 und 13,5 Prozent. Damit hängt die weitere Ergebnisentwicklung auch davon ab, ob sich die Marge nach dem schwächeren ersten Halbjahr verbessert und die Investitionen in zusätzliche Bohrkapazität produktiv werden. Als nächster genannter Kapitalmarkttermin steht das Deutsche Eigenkapitalforum am 24. November 2026 an.
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