Core Scientific legt nach AMD-Deal kräftig zu: Freedom Capital auf Buy und 33-Dollar-Kursziel

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Kurzüberblick

Core Scientific klettert am 30. Juli 2026 spürbar an und handelt zuletzt bei 19,228 Euro je Aktie, nachdem mehrere Analystenhäuser ihre Bewertungen angehoben haben. Zu den treibenden Impulsen zählt eine Hochstufung durch Freedom Capital von Hold auf Buy mit einem Kursziel von 33 US-Dollar – und die Aktie kam zuvor bereits nach einer rund 40-prozentigen Korrektur von ihrem Hoch stark zurück.

Im Fokus steht dabei vor allem der jüngst kommunizierte AMD-Partnervertrag mit Rechenzentrums-Kapazitäten im Umfang von rund 530 MW, der Mindestumsätze von über 14 Milliarden US-Dollar vorsieht und eine Erweiterungsoption auf bis zu 2,5 GW umfasst. Während der Markt auf die planmäßigen Lieferungen und die anschließende Rollout-Phase bis H1 2027 schaut, untermauern Analysten die Bewertungslogik mit dem positiven Verlauf des jüngsten Quartalsberichts.

Marktanalyse & Details

Analysten-Reaktion: Hochstufungen statt Risiko-Discount

  • Freedom Capital: Upgrade von Hold auf Buy, Kursziel 33 US-Dollar; Begründung ist eine insgesamt positive Einordnung des Q2-Reports sowie die zunehmende Sichtbarkeit des AMD-Deals.
  • Keefe, Bruyette & Woods: Upgrade von Market Perform auf Outperform, Kursziel 28 US-Dollar; zentral ist ein kurzfristiger Lease-Erfolg im direkten und indirekten AMD-Umfeld über 529 MW.
  • Zusätzliche Signale kamen aus dem Marktumfeld nach der AMD-Meldung, was das Kursmomentum zusätzlich stützt.

Analysten-Einordnung: Die Häufung der Upgrades deutet darauf hin, dass sich die Kapitalmarkt-Erzählung von „Volatilität und Ausführung“ hin zu „wiederkehrender Auslastung durch großvolumige Verträge“ verschiebt. Für Anleger bedeutet das vor allem: Die nächsten Kurstreiber dürften weniger aus kurzfristigen Ergebnisglättungen kommen, sondern aus der Frage, wie planmäßig die Kapazitäten ausgerollt und in belastbare, margenfähige Umsätze überführt werden.

AMD-Deal als Bewertungsstütze: Kapazität, Mindestumsatz und Option

Der AMD-Partnervertrag ist auf lange Sicht ausgerichtet und sieht einen Zeitraum von 15 Jahren vor. Für den Markt ist dabei insbesondere die Kombination aus klarer Mindestumsatzbasis und Erweiterungsoption relevant: Neben den rund 530 MW gibt es die Option, das Paket auf bis zu 2,5 GW auszubauen.

Hinzu kommt, dass in den Analystenkommentaren die kurzfristige Bewertungswirkung des Near-Term-Lease-Wins betont wird. Keefe verweist dabei auf 529 MW an direkten und indirekten AMD-Leases und ordnet dies als materiell für die Bewertung ein.

Q2 2026 als Fundament: Colocation-Umsatz, Liquidität, Buchhaltungseffekte

Aus den jüngsten Q2-Daten ragt vor allem der GAAP-Colocation-Umsatz von 137 Millionen US-Dollar heraus. Gleichzeitig wird eine Liquiditätsbasis von 1,8 Milliarden US-Dollar genannt.

Wichtig für die Interpretation: Die bilanzielle Behandlung von Warrants führte laut Meldungsinhalt zu einem GAAP-Nettoverlust. Das ist für Investoren entscheidend, weil es die Marktreaktion auf „GuV-Headline“-Schwankungen abfedern kann: Solche Effekte können das Bild verzerren, während der operative Cash- und Vertragsausblick häufig stärker über die Kursentwicklung entscheidet.

Aktienkurs im Kontext: starkes Tages- und Jahresplus

Dass die Aktie am 30. Juli 2026 mit +22,32 Prozent Tagesperformance und +52,6 Prozent seit Jahresbeginn deutlich im Plus notiert, passt zur Argumentationslinie der Analysten: Der Markt preist zunehmend konkrete Vertragsfortschritte ein. Gleichzeitig bleibt die Aktie besonders sensibel für weitere Nachrichten rund um Kapazitätsfreigaben, Termintreue und Finanzierungskosten.

Fazit & Ausblick

Die jüngsten Upgrades und das AMD-Deal-Setup sprechen dafür, dass Core Scientific kurzfristig Rückenwind aus der „Execution“-Perspektive bekommt: Wer große Leasing-Volumina in eine verlässliche Umsatzkurve übersetzen kann, reduziert typischerweise den Risikoaufschlag am Kapitalmarkt.

Als nächste wichtige Etappe gelten die fortlaufende Umsetzung der AMD-Lieferungen bis H1 2027 sowie die nächsten Unternehmensmeldungen zum Quartalsverlauf und zur Kapazitätsentwicklung. Anleger sollten dabei besonders beobachten, wie sich Vertragsfortschritt und Liquidität in belastbare Ergebnis- und Cashflow-Kennzahlen übersetzen.

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