Best Buy hebt Jahresprognose an: Aktie trotz starkem Quartal unter Druck

Best Buy Corp Inc. AI Generated

Kurzüberblick

  • Best Buy erhöht die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 auf 42,3 bis 42,8 Mrd. US-Dollar.
  • Die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie steigt auf 6,70 bis 6,90 US-Dollar.
  • Im zweiten Quartal legten vergleichbare Umsätze um 4,1 Prozent zu; Umsatz und bereinigtes EPS übertrafen die Erwartungen.
  • Die Aktie notierte am 27. August um 13:35 Uhr bei 73,26 Euro und lag damit 2,24 Prozent im Minus, obwohl die Jahresperformance 26,97 Prozent beträgt.

Marktanalyse & Details

Starkes zweites Quartal

Best Buy hat im 13-Wochen-Zeitraum bis zum 1. August 2026 die Markterwartungen übertroffen. Der Konzernumsatz stieg auf 9,779 Mrd. US-Dollar nach 9,438 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 1,47 US-Dollar und lag damit über der Erwartung von 1,38 US-Dollar. Auch der Umsatz übertraf den Konsens von 9,59 Mrd. US-Dollar.

  • Die vergleichbaren Umsätze wuchsen konzernweit um 4,1 Prozent.
  • Im Inland stiegen die vergleichbaren Umsätze um 4,5 Prozent, online um 5,1 Prozent.
  • Das internationale Geschäft verzeichnete dagegen einen Rückgang der vergleichbaren Umsätze um 1,8 Prozent.
  • Das verwässerte Ergebnis je Aktie stieg um 70 Prozent auf 1,48 US-Dollar; das bereinigte EPS legte um 15 Prozent zu.
  • Die ausgewiesene operative Marge verbesserte sich auf 4,3 Prozent nach 2,7 Prozent im Vorjahr. Bereinigt lag sie ebenfalls bei 4,3 Prozent nach 3,9 Prozent.

Angehobene Prognose für das Geschäftsjahr 2027

Best Buy rechnet nun mit einem Jahresumsatz zwischen 42,3 und 42,8 Mrd. US-Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 41,2 bis 42,1 Mrd. US-Dollar gelegen. Die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie wurde von 6,30 bis 6,60 US-Dollar auf 6,70 bis 6,90 US-Dollar angehoben. Zudem erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr ein Wachstum der vergleichbaren Umsätze von 1,9 bis 3,0 Prozent.

Die Anhebung stützt sich vor allem auf eine robuste Nachfrage nach Computern, Mobilgeräten und Technologie-Upgrades beziehungsweise Ersatzkäufen. Gleichzeitig bleibt der private Konsum vorsichtig, weshalb Best Buy weiterhin auf eine selektive Erholung im Elektronikgeschäft angewiesen ist. Zusätzliche Wachstumsimpulse liefern laut Unternehmen das Werbegeschäft Best Buy Ads und der Marketplace.

Marktreaktion und Analysten-Einordnung

Die positive operative Entwicklung schlug sich zunächst nicht in steigenden Kursen nieder. Der Kurs lag am Nachmittag bei 73,26 Euro und damit 2,24 Prozent unter dem Vortagesschluss. Seit Jahresbeginn steht allerdings weiterhin ein Plus von 26,97 Prozent zu Buche.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Anleger die Erholung bereits teilweise eingepreist hatten oder höhere Ansprüche an die Prognoseanhebung stellen. Positiv ist, dass Best Buy nicht nur beim Umsatz, sondern auch bei der Profitabilität Fortschritte macht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch keinen risikofreien Turnaround: Das starke Inlandsgeschäft muss sich verstetigen, während der internationale Umsatz unter Druck bleibt. Entscheidend wird daher sein, ob das Unternehmen die angehobenen Ziele auch in der wichtigen zweiten Geschäftsjahreshälfte mit stabilen Margen erreicht.

Fazit & Ausblick

Best Buy startet mit einem über den Erwartungen liegenden Quartal und einer deutlich angehobenen Jahresprognose in die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2027. Der schwächere Aktienkurs zeigt jedoch, dass der Markt die Nachhaltigkeit der Erholung genauer prüfen dürfte. Im Fokus stehen künftig die Entwicklung der vergleichbaren Umsätze, die operative Marge sowie die Frage, ob die Nachfrage nach Computern und Mobilgeräten auch bei vorsichtiger Konsumstimmung anhält.

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