Best Buy hebt FY27-Prognose an: Aktie trotz starkem Q2 unter Druck
Kurzüberblick
- Best Buy erzielt im zweiten Quartal 9,78 Mrd. USD Umsatz und ein bereinigtes EPS von 1,47 USD.
- Der flächenbereinigte Umsatz steigt um 4,1 Prozent, online sogar um 5,1 Prozent.
- Best Buy hebt die FY27-Prognose für Umsatz, Gewinn je Aktie und vergleichbare Umsätze deutlich an.
- Die Aktie notiert bei 72,54 EUR und liegt am 27. August 2026 trotz eines YTD-Plus von 25,72 Prozent rund 3,2 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Q2-Zahlen über den Erwartungen
Best Buy hat im zweiten Quartal die Markterwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen. Der Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent auf 9,78 Mrd. USD und lag damit über dem erwarteten Wert von rund 9,59 Mrd. USD. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 1,47 USD und übertraf die Konsensschätzungen von rund 1,38 bis 1,39 USD.
Besonders deutlich verbesserte sich das Nettoergebnis: Es stieg von 186 Mio. USD im Vorjahr auf 315 Mio. USD. Das entspricht einem Zuwachs von 69,4 Prozent. Der flächenbereinigte Umsatz erhöhte sich um 4,1 Prozent. Das Inlandsgeschäft legte um 4,5 Prozent zu, während die Online-Umsätze um 5,1 Prozent wuchsen.
Best Buy erhöht Jahresziele
Das Management rechnet für FY27 nun mit einem Umsatz zwischen 42,3 und 42,8 Mrd. USD. Zuvor lag die Spanne bei 41,2 bis 42,1 Mrd. USD. Beim bereinigten EPS wurde die Prognose von 6,30 bis 6,60 USD auf 6,70 bis 6,90 USD angehoben.
- Die Prognose für vergleichbare Umsätze steigt auf ein Wachstum von 1,9 bis 3,0 Prozent, nachdem zuvor ein Rückgang von 1,0 Prozent bis zu einem Wachstum von 1,0 Prozent erwartet worden war.
- Für das dritte Quartal stellt Best Buy ein Wachstum der vergleichbaren Umsätze von 1,0 bis 3,0 Prozent in Aussicht.
- Wachstumstreiber waren laut Unternehmensangaben unter anderem Technologie-Upgrades, Ersatzkäufe, Computing, KI-Brillen und Sammlerprodukte.
Analysten-Einordnung
Die Kombination aus einem Umsatz- und EPS-Beat sowie der deutlich angehobenen Prognose spricht für eine spürbare Stabilisierung des Elektronikgeschäfts. Dies deutet darauf hin, dass Best Buy von Ersatzbedarf und neuen Produktkategorien stärker profitiert als bisher erwartet. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine verbesserte Visibilität für das laufende Geschäftsjahr.
Der Kursrückgang von rund 3,2 Prozent trotz der guten Quartalszahlen zeigt jedoch, dass der Markt offenbar höhere Erwartungen bereits teilweise eingepreist hatte oder die Nachhaltigkeit des Nachfrageimpulses hinterfragt. Entscheidend wird sein, ob Best Buy das Wachstum bei vergleichbaren Umsätzen im dritten Quartal bestätigen und gleichzeitig die Profitabilität sichern kann. Das YTD-Plus von 25,72 Prozent erhöht dabei die Wahrscheinlichkeit von Gewinnmitnahmen nach den Zahlen, ohne den operativen Erfolg des Quartals zu negieren.
Fazit & Ausblick
Best Buy liefert ein überzeugendes zweites Quartal und verbessert alle zentralen FY27-Ziele. Kurzfristig richten sich die Blicke auf das dritte Quartal und die erwartete Entwicklung der vergleichbaren Umsätze. Gelingt es dem Konzern, die Nachfrage nach Computing, KI-Produkten und Ersatzkäufen in nachhaltiges Gewinnwachstum zu übersetzen, könnte sich die operative Erholung fortsetzen. Anleger sollten zugleich die Margenentwicklung und die Reaktion der Konsumenten auf die weiterhin vorsichtige Wirtschaftslage beobachten.
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