Bath & Body Works liefert Q2-EPS über Konsens, senkt jedoch Q3-Prognose und bleibt bei Umsatzrückgang

Bath & Body Works Inc. AI Generated

Kurzüberblick

Bath & Body Works hat nach einem berichteten Q2-Quartalsergebnis die Erwartungen für das laufende Jahr erneut justiert. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 62 US-Cent nach Konsens von 24 US-Cent und bestätigte zugleich ein vorsichtiges Bild für die Folgequartale: Für Q3 erwartet die Gesellschaft einen bereinigten Gewinn je Aktie von 7 bis 12 US-Cent (Konsens: 26 US-Cent).

Die Guidance bleibt zudem von einem schwächeren Umsatztrend geprägt: Für das dritte Quartal rechnet Bath & Body Works mit einem Rückgang der Net Sales um 5% bis 2,5% (Vorjahr: 1,594 Mrd. US-Dollar). Auch für das Gesamtjahr 2026 steht ein Umsatzminus im Rahmen von 4% bis 2,5% im Raum, während der freie Cashflow mit rund 650 Mio. US-Dollar gestützt werden soll. An der Börse kam die Aktie zuletzt unter Druck: Zuletzt notierte sie bei 14,36 EUR und verlor am Tag 4,84% sowie seit Jahresbeginn 17,01%.

Marktanalyse & Details

Quartalszahlen: Ergebnis überzeugt, operatives Umfeld bleibt jedoch zäh

Im zweiten Quartal lag das Ergebnis oberhalb der Markterwartungen. Bath & Body Works berichtete Revenue von 1,51 Mrd. US-Dollar (Konsens: 1,50 Mrd. US-Dollar) und erreichte damit eine leichte Punktlandung beim Umsatz. Der deutlichere Überraschungseffekt zeigte sich beim bereinigten EPS: 62 US-Cent statt der erwarteten 24 US-Cent.

  • Q2 adjusted EPS: 62 US-Cent (Konsens: 24 US-Cent)
  • Q2 Revenue: 1,51 Mrd. US-Dollar (Konsens: 1,50 Mrd. US-Dollar)

Im Management-Kommentar wurde auf Fortschritte in der Body-Care-Sparte sowie auf eine verbesserte Markenauffindbarkeit und stärkere AUR (Average Unit Retail) durch neue Produkte verwiesen. Gleichzeitig ist das Umfeld weiterhin „pressured“, was sich in der vorsichtigen Q3-Guidance widerspiegelt.

Ausblick Q3: Gewinnabriss gegenüber Konsens trotz kleiner Marge-Verbesserungsoption

Für das dritte Quartal stellt Bath & Body Works den bereinigten Gewinn je Aktie auf 7 bis 12 US-Cent (Konsens: 26 US-Cent). Das ist ein substanzieller Rückschlag im Vergleich zur Erwartungshaltung des Marktes. Parallel erwartet das Unternehmen beim Umsatz einen Rückgang um 5% bis 2,5% gegenüber dem Vorjahr (Net Sales im Vorjahr: 1,594 Mrd. US-Dollar).

  • Q3 adjusted EPS: 7–12 US-Cent (Konsens: 26 US-Cent)
  • Q3 Net Sales: Rückgang um 5% bis 2,5% (vs. 1,594 Mrd. US-Dollar)

Für Anleger ist vor allem die Diskrepanz zwischen „Beat“ im Q2 und der deutlich tieferen Q3-Erwartung entscheidend: Der Markt preist mit der Guidance eine kurzfristig anhaltend schwächere Profitabilität und/oder Kosten-/Mix-Faktoren ein.

FY26-Plan: EPS-Spanne, Umsatzrückgang und freier Cashflow als Leitplanke

Für das Gesamtjahr 2026 erhöht oder senkt das Unternehmen nicht grundsätzlich die Richtung, sondern präzisiert den Korridor. Das bereinigte EPS soll zwischen 2,60 und 2,80 US-Dollar liegen (Konsens: 2,65 US-Dollar). Beim Umsatz rechnet Bath & Body Works mit einem Rückgang der Net Sales um 4% bis 2,5% (Vorjahr: 7,291 Mrd. US-Dollar).

Zwei Punkte fallen zusätzlich auf: Erstens wird keinerlei Aktienrückkauf in der aktuellen Prognose unterstellt. Zweitens peilt das Unternehmen einen freien Cashflow von ungefähr 650 Mio. US-Dollar an.

  • FY26 adjusted EPS: 2,60–2,80 US-Dollar (Konsens: 2,65 US-Dollar)
  • FY26 Net Sales: Rückgang um 4% bis 2,5% (vs. 7,291 Mrd. US-Dollar)
  • Free Cashflow (FY26): ca. 650 Mio. US-Dollar
  • Share Repurchases: in der Outlookannahme nicht enthalten

Analysten-Einordnung

Dass Bath & Body Works im Q2 zwar beim Ergebnis über dem Konsens lag, die Q3-EPS-Prognose aber klar unter der Markterwartung startet, deutet darauf hin, dass das Unternehmen operative Verbesserungen bereits sieht – die volle Ergebniswirkung jedoch zeitlich verzögert einpreist. Für Anleger bedeutet das: Die Aktie reagiert weniger auf das „Vergangene“ (Q2-Beat), sondern vor allem auf den Pfad bis zur Ergebnisnormalisierung. Die gleichzeitige Unterstellung von keinen Rückkäufen im Ausblick kann den Kurstreiz zusätzlich dämpfen, während der Zielwert für den freien Cashflow eher als Stabilitätsanker gelesen wird.

Fazit & Ausblick

Bath & Body Works bleibt für 2026 auf Kurs in Richtung bereinigte Ergebnisstabilisierung, doch die Guidance signalisiert weiterhin Gegenwind im Umsatz. Bis zur nächsten Ergebnisrunde wird entscheidend sein, ob sich die gemeldeten Fortschritte in Body Care und Produktinnovation so ausweiten, dass sie die niedrige Q3-Gewinnerwartung perspektivisch wieder anheben können.

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