AT&T Aktie: Q3-Gewinn über Erwartungen, Aktie fällt trotz höherer Prognose

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Das Wichtigste in Kürze

  1. AT&T steigerte den Q3-Umsatz um 5,3 Prozent auf 32,3 Milliarden US-Dollar und übertraf die Erwartungen.
  2. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 0,65 US-Dollar über der Schätzung von 0,60 US-Dollar; der GAAP-Nettogewinn sank auf 855 Millionen US-Dollar.
  3. Der Konzern hob seine bereinigte EPS-Prognose für 2026 auf rund 2,40 US-Dollar an und bekräftigte mindestens 18 Milliarden US-Dollar Free Cashflow.
  4. Die Aktie verlor am 21. Oktober im Lang-&-Schwarz-Handel bis 15:12 Uhr 6,3 Prozent auf 19,442 Euro.

Marktanalyse & Details

Umsatz wächst, GAAP-Gewinn deutlich niedriger

AT&T erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 32,3 Milliarden US-Dollar – 5,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und mehr als die erwarteten 31,69 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 0,65 US-Dollar gegenüber einer Konsensschätzung von 0,60 US-Dollar.

Beim ausgewiesenen GAAP-Nettogewinn fiel das Bild deutlich schwächer aus: Er betrug 855 Millionen US-Dollar nach 9,28 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. AT&T führte den Rückgang auf eine Wertminderung sowie den Wegfall eines Veräußerungsgewinns aus dem Vorjahreszeitraum zurück. Die Differenz zwischen bereinigtem Ergebnis und GAAP-Gewinn zeigt, wie stark Sonderposten den ausgewiesenen Quartalsgewinn beeinflussten.

Prognose und operative Ziele

Für 2026 rechnet AT&T nun mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von rund 2,40 US-Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 2,25 bis 2,35 US-Dollar gelegen. Der Konzern bekräftigte außerdem, im Gesamtjahr mindestens 18 Milliarden US-Dollar Free Cashflow zu erzielen. Die für 2026 geplanten Aktienrückkäufe sollen auf rund 10 Milliarden US-Dollar beschleunigt werden.

  • Der Umsatz mit konsolidierten Dienstleistungen soll 2026 im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen.
  • Das bereinigte EBITDA soll am oberen Ende der bisherigen Wachstumsspanne von 3 bis 4 Prozent zulegen.
  • Für das vierte Quartal erwartet AT&T einen Free Cashflow von etwa 6 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 4,2 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal.
  • Das Q4-EBITDA dürfte durch ungünstige Einigungen in Lieferantenstreitigkeiten sowie höhere Marketing- und Kundenakquisitionskosten belastet werden.

Glasfaser und Kostensenkungen

AT&T arbeitet nach eigenen Angaben mit AWS und Microsoft zusammen, um den Bedarf an Glasfaserverbindungen mit hoher Kapazität zu bedienen. Zugleich treibt der Konzern den Rückzug aus älteren kupferbasierten Angeboten voran: Bis Ende 2027 sollen diese Dienste in 50 Prozent der Vermittlungsstellen außerhalb Kaliforniens eingestellt sein, bis Ende 2029 nahezu vollständig.

Das Unternehmen sieht sich zudem auf Kurs, bis Ende 2028 jährliche Kosteneinsparungen von 4 Milliarden US-Dollar zu erreichen. Im Mobilfunk gewann AT&T im Quartal 379.000 Postpaid-Kunden netto hinzu; die Abwanderungsquote lag bei 0,92 Prozent.

Analysten-Einordnung: Die Kursreaktion trotz Umsatz- und bereinigtem EPS-Übertreffen zeigt, dass Anleger offenbar auch die Qualität des ausgewiesenen Gewinns und die Belastungen im Schlussquartal gewichten. Die höhere Jahresprognose und der starke erwartete Q4-Cashflow stützen zwar die operative Perspektive. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch, dass die Umsetzung der Einsparungen, die Cashflow-Ziele und die Entwicklung des EBITDA entscheidend bleiben – nicht nur der bereinigte Quartalsgewinn.

Fazit & Ausblick

AT&T geht mit einer angehobenen EPS-Prognose und bestätigtem Free-Cashflow-Ziel in den Jahresendspurt. Kurzfristig stehen jedoch die erwarteten Q4-Belastungen und die Überleitung vom bereinigten zum ausgewiesenen Ergebnis im Fokus. Ein konkreter Termin für die nächste Ergebnisveröffentlichung liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.

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