AST SPACEMOBILE Aktie: Firefly liefert Triebwerke für ASTs Schwerlastrakete
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- AST SpaceMobile vereinbart mit Firefly Aerospace die Lieferung von 36 Triebwerken für seine geplanten ersten drei Schwerlastraketen.
- Der Vertrag hat ein Volumen von mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar und umfasst zusätzlich eine Fertigungslizenz sowie technische Unterstützung über drei Jahre.
- AST will die Triebwerke künftig selbst herstellen; bezahlt wird laut Vereinbarung mit Bargeld und Aktien der Klasse A.
- Die Aktie notierte am 6. November um 16:51 Uhr bei 28,05 Euro und lag damit 5,25 Prozent im Tagesplus, seit Jahresbeginn aber 54,02 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Triebwerke, Lizenz und technische Unterstützung
Firefly Aerospace soll 27 Miranda-Triebwerke und neun Vira-Triebwerke in der Vakuumvariante für die ersten drei Raketen von AST SpaceMobile liefern. Der mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar schwere Vertrag umfasst außerdem eine Lizenz für das geistige Eigentum an den Triebwerken und technische Unterstützung während eines Zeitraums von drei Jahren.
Die Vereinbarung sieht vor, dass AST die Triebwerke mit der lizenzierten Technologie selbst fertigen kann. Die Zahlung an Firefly erfolgt in Bargeld und Aktien der AST-Klasse A; für die Aktien gelten verschiedene Haltefristen. Wie sich die Aufteilung auf die beiden Zahlungsformen verteilt, ist in den vorliegenden Angaben nicht beziffert.
Strategischer Schritt mit zusätzlichem Umsetzungsrisiko
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass AST SpaceMobile über den Satellitenbetrieb hinaus mehr Kontrolle über die eigene Startinfrastruktur anstrebt. Eine eigene Schwerlastrakete könnte dem Unternehmen langfristig mehr Einfluss auf Startkapazität und Zeitplanung geben. Zugleich erweitert AST damit sein Vorhaben um ein anspruchsvolles Raketenentwicklungs- und Fertigungsgeschäft. Die Triebwerkslizenz allein belegt noch nicht, dass Entwicklung, Zulassung und Betrieb der Rakete planmäßig gelingen.
Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine strategische Chance, aber auch einen erheblichen Kapital- und Ausführungsbedarf. Die Bar- und Aktienkomponente macht die Finanzierung relevant; eine mögliche Verwässerung durch die Aktienzahlung lässt sich mangels Angaben zu deren Umfang nicht beziffern. Der genannte Aktienkurs und die Tagesbewegung sind zeitgleiche Marktdaten und belegen für sich genommen nicht, dass die Vereinbarung den Kursanstieg ausgelöst hat.
Fazit & Ausblick
Entscheidend wird nun sein, ob AST die Raketenentwicklung und den Aufbau eigener Fertigungskapazitäten parallel zu seinem Satellitengeschäft vorantreiben kann. Anleger sollten auf konkretere Angaben zu Entwicklungsfortschritt, Finanzierung, Produktionsaufbau und möglichen Startterminen achten. In den vorliegenden Informationen ist kein konkreter Zeitplan für den Erststart genannt.
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