Applied Digital springt nach Polaris-Forge-3-Lease: 15 Jahre, bis zu 18,2 Mrd. USD Vertragswert

Applied Digital Corp.

Kurzüberblick

Applied Digital weitet seine KI-Rechenzentrums-Pipeline aus: Nach der Ankündigung eines neuen, lang laufenden Leasings für den Campus Polaris Forge 3 sprang die Aktie in den frühen Handelsphasen deutlich. Am 21.05.2026 notierte das Papier bei 37,56 Euro an der Lang&Schwarz Exchange, +3,53% zum Vortag; seit Jahresbeginn liegt die Kursentwicklung bei +74,7%.

Im Mittelpunkt steht ein 15-jähriges take-or-pay-Abkommen mit einem US-Investment-Grade-Hyperscaler. Der Vertrag ist auf 300 MW IT-Last ausgelegt und wird durch rund 430 MW netzgekoppelte Versorgungsleistung flankiert. Der Deal erhöht die planbare Erlösbasis und stärkt die Positionierung des Unternehmens im Wettbewerb um KI-Infrastruktur.

Was genau bekannt wurde: Polaris Forge 3 soll das vierte AI-Factory-Campusprojekt von Applied Digital werden, die operative Aufnahme ist für August 2027 vorgesehen.

Marktanalyse & Details

Vertragsdaten: Mehr Erlös-Sichtbarkeit durch Take-or-pay

  • Laufzeit: 15 Jahre, take-or-pay
  • Kapazität: 300 MW IT-Last (unterstützt durch ca. 430 MW Stromleistung)
  • Vertragswert: rund 7,5 Mrd. USD Basisumsatz; bis zu 18,2 Mrd. USD inkl. Optionen
  • Qualität der Gegenpartei: etwa 65% der Vertragsumsätze gelten als durch US-Investment-Grade-Hyperscaler abgesichert

Applied Digital beziffert die gebündelte Wirkung des neuen Abkommens: Die vertraglich zugesicherten Lease-Erlöse belaufen sich damit auf 31 Mrd. USD über vier AI-Factory-Campi; inklusive Verlängerungsoptionen steigt der potenzielle Gesamtwert auf 73 Mrd. USD. Parallel wächst die installierte Planbasis auf 1.200 MW IT-Last sowie etwa 1.670 MW Gesamtleistung in der Versorgungsinfrastruktur.

Strategische Bedeutung: KI-Infrastruktur wird zur Kernstory

Für den Markt ist der Zeitpunkt der Meldung entscheidend: Applied Digital wird erneut stärker als Lieferant adressiert, wenn Hyperscaler Rechenleistung für KI-Workloads nicht nur kurzfristig, sondern über Jahre absichern wollen. Das lässt sich auch am Kursbild ablesen: In den letzten Sitzungen profitierte die Aktie von der erneuten Fokussierung der Investoren auf den Ausbau der AI-Infrastruktur.

Zusätzlich untermauern technische und operative Details die Umsetzungskraft: Polaris Forge 3 umfasst über 600 Acres und setzt auf eine wasserlose Kühltechnologie. Dadurch kann das Projekt in Regionen mit potenziellen Wasserrestriktionen strategisch vorteilhaft sein – gerade wenn KI-Clusters weiter wachsen.

Analysten-Einordnung

Die Kursreaktion erscheint plausibel, weil der Vertrag die Planbarkeit der Erlösseite erhöht und die Abhängigkeit von einzelnen Kundenprojekten reduziert. Gleichzeitig bleibt der Markt bei solchen Meldungen sensibel für die Bewertung: Laut Analysten-Einschätzungen handelt Applied Digital derzeit in einem Bereich, der deutlich über Vergleichsniveaus einiger Wettbewerber liegt. Als Orientierung wird dabei ein Bewertungsniveau von etwa 23x auf Basis von FY27-Umsätzen genannt – gegenüber etwa 14x bei einem Peer (Core Scientific) auf Basis von CY26-Umsätzen.

Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die neuen Vertragszahlen liefern Argumente für ein Wachstumsszenario, doch die Aktie muss die hohe Erwartungshaltung auch über die nächsten Bau- und Netzanschluss-Phasen hinweg bestätigen. Das Chancenprofil verbessert sich durch die Investment-Grade-Backstop-Elemente des Vertrags, das Risiko verschiebt sich aber stärker in Richtung Ausführung (Timing, Skalierung, Finanzierung der Infrastruktur) und darum, ob die Optionen tatsächlich ziehen.

Fazit & Ausblick

Der Lease-Deal für Polaris Forge 3 stärkt Applied Digitals Position als Anbieter langfristig gebundener KI-Infrastruktur: 300 MW IT-Last und ein take-or-pay-Mechanismus erhöhen die Sichtbarkeit der Erlösbasis. Bis zur Inbetriebnahme im August 2027 dürfte der Markt vor allem darauf achten, wie schnell Genehmigungen, Baufortschritt und die netzseitige Leistungsauslegung umgesetzt werden.

In den kommenden Berichten wird entscheidend sein, ob das Unternehmen die Vertragslogik aus rollender Kapazität, Stromverfügbarkeit und Kundenauslastung konsistent in weitere Abschlüsse übersetzen kann – denn bei einer bereits stark gelaufenen Aktie entscheidet nicht nur die Größe der Verträge, sondern auch die Fähigkeit, Meilensteine zu liefern.

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