Apple zeigt am 9. September wohl faltbares iPhone – IDC erwartet über 10 Millionen Geräte

Apple Inc AI Generated

Kurzüberblick

  • Apple hat für den 9. September ein iPhone-Event angekündigt, bei dem ein faltbares iPhone erwartet wird.
  • Marktforscher IDC prognostiziert für das erste Jahr mehr als 10 Millionen ausgelieferte faltbare iPhones zu einem möglichen Preis von rund 2.500 US-Dollar.
  • Der Marktstart könnte die Nachfrage nach faltbaren OLED-Panels, ultradünnem Glas, Scharnieren, flexiblen Leiterplatten und Kühllösungen beschleunigen.
  • Apple verhandelt zugleich über niedrigere OLED-Einkaufspreise, um den Druck durch teurere DRAM- und NAND-Speicherchips auf die Bruttomarge abzufedern.

Marktanalyse & Details

September-Event wird zum Test für Apples Faltstrategie

Apple hat Einladungen für eine Produktveranstaltung am 9. September verschickt. Der Termin beginnt um 10 Uhr pazifischer Zeit. Im Mittelpunkt stehen voraussichtlich neue iPhone-Modelle und weitere Produkte. Mehrere Berichte erwarten dabei erstmals ein faltbares iPhone; Apple selbst hat das Gerät bislang nicht offiziell bestätigt.

Gerüchte deuten auf ein buchartiges Design mit widerstandsfähiger Konstruktion und einer an das iPad angepassten Software-Oberfläche hin. Der mögliche Einstiegspreis von mehr als 2.000 US-Dollar, in Marktprognosen werden rund 2.500 US-Dollar genannt, würde das Modell klar im Premiumsegment positionieren.

IDC sieht mehr als 10 Millionen Geräte im ersten Jahr

IDC erwartet, dass Apple im ersten Jahr mehr als 10 Millionen faltbare iPhones ausliefern könnte. Die Prognose käme einem wichtigen Wachstumsschub für das gesamte Segment gleich, das in diesem Jahr um 12,6 Prozent wachsen soll. Gleichzeitig verschärft Apples Markteintritt den Wettbewerb mit Huawei, das ebenfalls im September eine größere Rolle im Faltmarkt spielen dürfte.

Die Prognose ist keine Absatzvorgabe von Apple. Entscheidend werden der tatsächliche Verkaufspreis, die Verfügbarkeit zum Marktstart und die Frage sein, ob Nutzer für ein faltbares iPhone einen deutlichen Aufpreis gegenüber klassischen Pro-Modellen akzeptieren.

Lieferkette profitiert, OLED-Hersteller geraten unter Druck

Der erwartete Produktstart dürfte die Nachfrage entlang einer komplexen Lieferkette erhöhen. Besonders relevant sind dabei:

  • faltbare OLED-Panels und ultradünnes Glas für das Display
  • Scharnierkomponenten für Haltbarkeit und Faltmechanik
  • flexible Leiterplatten für die kompakte Bauweise
  • thermische Komponenten zur Wärmeableitung im dünnen Gehäuse

Parallel versucht Apple offenbar, bei südkoreanischen OLED-Lieferanten niedrigere Stückpreise durchzusetzen. Größere Bestellmengen sollen dabei als Gegenleistung für Rabatte dienen. Hintergrund sind steigende Preise für leistungsfähige mobile DRAM- und NAND-Speicherchips, die Apples Bruttomarge belasten könnten.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Apple den Faltmarkt als strategische Wachstumschance betrachtet, aber die Kostenkontrolle nicht aus der Hand geben will. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung ein zweigeteiltes Signal: Mehr als 10 Millionen Geräte würden Apples Ökosystem und den Umsatz im Premiumgeschäft stärken, doch hohe Komponentenpreise, komplexe Fertigung und mögliche Anfangsprobleme bei Scharnieren oder Displays könnten die Profitabilität begrenzen. Der Einkaufsvorteil durch Apples Größe dürfte vor allem dann wirksam werden, wenn die Nachfrage tatsächlich die prognostizierten Bestellmengen rechtfertigt.

Die Apple-Aktie notierte am 26. August an der Lang & Schwarz Exchange bei 268,45 Euro und lag an diesem Tag unverändert. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 15,61 Prozent zu Buche. Damit dürfte ein Teil der Erwartungen an neue Produkte und eine mögliche Falt-Offensive bereits im Kurs berücksichtigt sein.

Fazit & Ausblick

Der 9. September wird zeigen, ob Apple den Eintritt in den Faltmarkt tatsächlich vollzieht und zu welchem Preis. Anleger sollten bei der Präsentation besonders auf die bestätigte Ausstattung, den Verkaufsstart, die Produktionskapazität und Aussagen zu den Margen achten. Für die Zulieferer werden Auftragsvolumen und Ausschussraten wichtige Indikatoren dafür, ob der erwartete Nachfrageimpuls auch in höhere Gewinne übersetzt werden kann.

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