Analog Devices Aktie: Goldman Sachs setzt auf Erholung bei Analogchips
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Die Auslieferungen integrierter Schaltkreise ohne Speicherchips stiegen im August gegenüber Juli um rund zwei Prozent.
- Auf Dreimonatssicht lagen die Auslieferungen zehn Prozent über dem langfristigen Nachfrage trend, nach sieben Prozent im Juli.
- Auch Analogchips liefen rund zehn Prozent über Trend; bei diskreten Bauteilen, MCUs und DSPs gab es saisonal schwächere Rückgänge.
- Goldman Sachs bevorzugt Analog Devices neben Microchip und NXP, weil die Unternehmen im Abschwung besonders weit unter Trend ausgeliefert hatten.
Marktanalyse & Details
Erholung bei den Halbleiterauslieferungen
Die August-Daten der Halbleiterbranche zeigen eine breit angelegte Belebung: Die Stückzahlen integrierter Schaltkreise ohne Speicherchips legten im Monatsvergleich um etwa zwei Prozent zu – stärker, als es die übliche Saisonalität erwarten ließe. Der gleitende Dreimonatswert lag damit zehn Prozent über dem langfristigen Nachfrage trend, verglichen mit sieben Prozent im Juli.
Bei Analogchips betrug der Abstand zum Trend ebenfalls rund zehn Prozent. Schwächer entwickelten sich dagegen diskrete Bauteile, Mikrocontroller (MCUs) und digitale Signalprozessoren (DSPs). Goldman Sachs führt diese Rückgänge auf die anhaltende Schwäche bei Unterhaltungselektronik zurück.
Warum Analog Devices hervorgehoben wird
Goldman Sachs zählt Analog Devices zu den bevorzugten Halbleiterwerten – zusammen mit Microchip und NXP. Ausschlaggebend ist nach Einschätzung der Bank, dass diese Unternehmen während des Abschwungs besonders deutlich unter dem langfristigen Auslieferungstrend lagen. Eine Rückkehr der Branchenvolumina in Richtung Normalniveau könnte ihnen daher zugutekommen.
Analysten-Einordnung: Die Daten sprechen für eine Verbesserung des Branchenumfelds, sind aber kein direkter Beleg für einen entsprechenden Umsatzanstieg bei Analog Devices. Auslieferungen und tatsächliche Nachfrage können sich durch Lagerbewegungen zeitlich unterscheiden. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Der Trend liefert ein positives Signal für den Analogchip-Markt, während die anhaltende Schwäche einzelner Endmärkte und die künftige Entwicklung der Kundenbestände wichtige Unsicherheitsfaktoren bleiben.
Fazit & Ausblick
Goldman Sachs erwartet, dass die Auslieferungen mittelfristig über dem langfristigen Trend bleiben könnten. Für Analog Devices wird entscheidend sein, ob sich die verbesserten Branchenwerte in den kommenden Unternehmensberichten auch bei Nachfrage, Aufträgen und Umsatz zeigen. Die August-Zahlen sind ein Frühindikator für eine Erholung, aber noch keine firmenspezifische Prognose.
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