Abbott Laboratories Aktie: Konzern spaltet Ernährungssparte bis Ende 2027 ab

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Abbott will sein Ernährungsgeschäft bis Ende 2027 als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen abspalten.
  2. Die Sparte erzielte zuletzt rund 8,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz und beschäftigt etwa 16.000 Menschen.
  3. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 14,5 Prozent auf 13 Milliarden US-Dollar; Abbott hob die bereinigte EPS-Prognose für 2026 auf 5,50 bis 5,55 Dollar ein.
  4. Für 2027 erwartet das Management zunächst einen Umsatz etwa auf Vorjahresniveau, sieht im Jahresverlauf aber Aufwärtsspielraum.

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Abspaltung soll Wachstum und Margen fördern

Abbott plant, das Geschäft mit klinischer Ernährung und Babynahrung in eine separate, börsennotierte Gesellschaft auszugliedern. Der Abschluss ist bis Ende 2027 vorgesehen. Zur Sparte gehören unter anderem die Marken Similac, PediaSure, Pedialyte, Glucerna und Ensure. Abbott will sich nach der Trennung stärker auf Medizintechnik, Diagnostik und Medikamente konzentrieren. Ein Verkauf der Ernährungssparte sei nicht beabsichtigt.

Das Unternehmen erwartet, dass die neue Gesellschaft mit ihren Marken eine führende Position im globalen Ernährungsmarkt einnimmt. Nach Abschluss der Trennung sollen Abbott und das neue Unternehmen jeweils eine Dividende zahlen; zusammen soll deren Höhe der Abbott-Dividende zum Zeitpunkt der Abspaltung entsprechen. Vor der Transaktion rechnet Abbott mit einmaligen Kosten, bezifferte diese bislang jedoch nicht.

Quartalszahlen und Ausblick

Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,5 Prozent auf 13 Milliarden US-Dollar. Rückenwind kam auch von der im März abgeschlossenen Übernahme des Krebsdiagnostikunternehmens Exact Sciences. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um gut 9 Prozent auf 1,42 US-Dollar zu. Für 2026 stellt Abbott nun 5,50 bis 5,55 US-Dollar je Aktie in Aussicht, nachdem die bisherige Spanne bei 5,45 bis 5,60 US-Dollar lag.

Für das Geschäftsjahr 2027 beschreibt das Management den Umsatz zunächst als voraussichtlich „ziemlich ähnlich“ zu 2026. Der Startausblick sei bewusst vorsichtig; im Laufe des Jahres könne sich zusätzlicher Spielraum ergeben. Zugleich verwies Abbott auf etwas stärkeren Preisdruck in internationalen Märkten. Preisanpassungen und längerfristige Verträge sollen helfen, während ein Kostenprogramm die Auswirkungen auf die Margen abfedern soll.

Abbott bezeichnete seine Produktpipeline als sehr gut aufgestellt und kündigte an, ergänzende kleinere Übernahmen in Betracht zu ziehen. Die geplante Abspaltung soll laut Unternehmen die Prognose für 2026 nicht verändern; den Ausblick für 2027 will Abbott im Januar vorlegen.

Analysten-Einordnung: Die Abspaltung trennt ein großes, etabliertes Geschäft vom stärker auf Medizintechnik, Diagnostik und Medikamente ausgerichteten Kerngeschäft. Das kann beiden Unternehmen eine klarere strategische Ausrichtung geben, garantiert aber weder höhere Margen noch beschleunigtes Wachstum: Entscheidend werden die Kosten der Trennung, die künftige Kapitalallokation und die Entwicklung des Preisdrucks sein. Für Anleger bedeutet die angekündigte Dividendenteilung, dass die Ausschüttung künftig auf zwei Gesellschaften verteilt wird; maßgeblich ist daher die kombinierte Dividende, nicht allein die Zahlung von Abbott. An der Lang & Schwarz Exchange notierte die Aktie am 21. Oktober um 16:06 Uhr bei 88,38 Euro und lag 2,17 Prozent im Minus; seit Jahresbeginn betrug das Minus 16,34 Prozent.

Fazit & Ausblick

Bis zum geplanten Abschluss Ende 2027 stehen die konkrete Ausgestaltung der Abspaltung, die einmaligen Kosten und die finanziellen Kennzahlen der künftigen Gesellschaft im Fokus. Kurzfristig liefert der für Januar angekündigte Ausblick auf 2027 den nächsten wichtigen Anhaltspunkt dafür, ob Abbott trotz vorsichtiger Startannahmen Wachstumsspielraum sieht.

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