US-Aktien vor dem Wendepunkt: Morgan Stanley sieht Kaufchancen

Die dreimonatige Korrektur an den US-Börsen nähert sich laut Morgan Stanley ihrem Ende. Warum Qualitätsaktien jetzt im Vorteil sind.

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Korrektur vor Abschluss: Morgan Stanley-Chef-Aktienstratege Michael Wilson sieht die dreimonatige Korrektur am US-Aktienmarkt nahe ihrer Endphase.
  2. Starke Divergenz: Seit Mitte August legten Qualitätsaktien um 6 % zu, während der gleichgewichtete S&P 500 um fast 4 % und zyklische Titel um fast 10 % verloren.
  3. Historische Outperformance: Unter vergleichbaren Marktbedingungen erzielten Qualitätsaktien historisch über die folgenden 12 Monate eine durchschnittliche Outperformance von 7,5 %.

Anleger an der Wall Street blicken auf drei zähe Monate zurück. Seit dem Sommer gerieten viele Standardwerte unter Druck, doch genau dieser Abverkauf steht nun womöglich vor seinem Abschluss. Michael Wilson, Chef-US-Aktienstratege der Investmentbank Morgan Stanley, sieht in der jüngsten Kursschwäche keine Vorboten eines dauerhaften Abschwungs, sondern das Auslaufen einer klassischen Korrekturbewegung.

Für Marktteilnehmer stellt sich damit die Frage, wie sie ihr Kapital jetzt aufstellen sollten. Anstatt sich vor einem abrupten Ende des gesamten Konjunkturzyklus zu fürchten, empfiehlt der Experte eine gezielte Vorbereitung auf Zukäufe bei Kursrücksetzern.

Warum Morgan Stanley das Ende der Korrektur erwartet

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Die jüngste Abwärtsbewegung an den US-Aktienmärkten zog sich über drei Monate hinweg. Aus Sicht von Michael Wilson befindet sich dieser Prozess nun nahe seiner Endphase. Der Stratege macht deutlich, dass die Marktbewegung nicht als Signal für das Ende des übergeordneten Wirtschaftszyklus verstanden werden sollte. Vielmehr biete das aktuelle Umfeld selektive Einstiegsgelegenheiten für Investoren, die gezielt auf Rücksetzer gewartet haben.

Investoren sollten sich darauf vorbereiten, Marktschwächen zu kaufen. Die aktuelle Korrektur bietet Einstiegschancen und signalisiert nicht das Ende des Konjunkturzyklus.

Michael Wilson, Chef-US-Aktienstratege bei Morgan Stanley via Bloomberg

Laut einem Bericht von Bloomberg stützt sich diese Einschätzung auf historische Muster vergleichbarer Marktphasen. Wenn eine Bereinigung über mehrere Monate anhält, bildet sich häufig ein solider Boden heraus, bevor eine breitere Markterholung einsetzen kann. Für Anleger bedeutet das, Kursverluste nüchtern zu analysieren, statt übereilt Positionen abzubauen.

Qualitätsaktien laufen dem Gesamtmarkt deutlich davon

Ein Blick unter die Oberfläche der US-Indizes verdeutlicht, dass die vergangenen Wochen keineswegs alle Sektoren gleichermaßen getroffen haben. Während zyklische Titel stark unter die Räder kamen, setzten sich defensive und bilanzstarke Unternehmen spürbar ab. Diese Divergenz ist ein klassisches Merkmal spater Korrekturphasen.

Eine detaillierte Datenanalyse aus den aktuellen Veröffentlichungen von Morgan Stanley Ideas liefert hierzu konkrete Zahlen. Seit Mitte August konnten sogenannte Quality Stocks um 6 % zulegen. Im selben Zeitraum verbuchte der gleichgewichtete S&P 500, der die Dominanz der schwersten Tech-Konzerne herausrechnet, ein Minus von fast 4 %. Bei zyklischen Werten fiel der Rückgang mit fast 10 % noch deutlich drastischer aus.

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Diese Schere zwischen stabilen Qualitätsunternehmen und konjunktursensiblen Papieren zeigt, wohin institutionelles Kapital in unsicheren Zeiten fließt. Anleger bevorzugen Unternehmen mit verlässlichen Cashflows, soliden Bilanzen und hoher Preissetzungsmacht, während Branchen mit direkter Abhängigkeit von der kurzfristigen Wirtschaftsentwicklung gemieden werden.

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Was zeichnet Quality Stocks aus?

Als Qualitätsaktien gelten Unternehmen mit überdurchschnittlich stabilen Erträgen, geringer Verschuldung und verlässlicher Eigenkapitalrendite. In turbulenten Marktphasen dienen sie institutionellen Investoren oft als sicherer Hafen, da ihre Geschäftsmodelle weniger anfällig für kurzfristige Konjunkturschwankungen sind.

Historische Muster sprechen für Qualitätswerte

Die relative Stärke von Qualitätsaktien ist keine Momentaufnahme der vergangenen Wochen. Der Blick in die Börsengeschichte zeigt, dass sich dieser Trend nach vergleichbaren Korrekturbewegungen häufig über einen längeren Zeitraum fortsetzt. Marktteilnehmer, die in solchen Phasen auf Qualität setzten, wurden in der Vergangenheit meist belohnt.

Wie die Berechnungen des Morgan-Stanley-Teams zeigen, erzielten Qualitätsaktien unter historisch ähnlichen Rahmenbedingungen über die darauffolgenden 12 Monate eine Outperformance von durchschnittlich 7,5 %. Dieser Renditevorsprung gegenüber dem breiten Markt unterstreicht, dass die Umschichtung in stabile Geschäftsmodelle auch nach dem ersten Kurssprung noch Vorteile bieten kann.

Sollte der Abverkauf bei den US-Standardwerten in den kommenden Wochen tatsächlich einen tragfähigen Boden finden, könnte eine breitere Erholung anstehen. Den Takt dürften dabei nach Einschätzung der Analysten weiterhin jene Unternehmen vorgeben, die bereits die jüngste Korrekturphase mit relativer Stärke überstanden haben.

Quellen & weiterführende Berichte

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