Trotz drohender Rezession: Rekordauftragsbestand in der deutschen Industrie
Vieles deutet auf eine Rezession im kommenden Jahr in Deutschland hin. Sowohl OECD, als auch IWF rechnen mit einem 0,3 % kleinerem realen BIP in Deutschland. In diesem Kontext ist folgende Nachricht ein Segen.
Der Auftragsbestand der Industrie in Deutschland liegt auf Rekordniveau. Nach Inflation hat der Auftragsbestand nochmal um 0,3 % im August im Vergleich zum Juli zugelegt. Das sind damit die höchsten Stände seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2015. Ein Grund für die hohen Auftragsvolumen bleiben aber die Probleme bei der Beschaffungen von Rohstoffen und Vorprodukten. Der aktuelle Auftragsbestand würde für die nächsten 8 Monate reichen. Das heißt, trotz einer Rezession im kommenden Jahr, wird das verarbeitende Gewerbe noch eine Weile versorgt sein.
Für eine Rezession typisch sind Auftragsrückgänge, teilweise auch Stornierungen von Aufträgen. Das trifft insbesondere Unternehmen mit einem eher konjunkturabhängigen Geschäftsmodell, sogenannte Zykliker. Diese Daten deuten aber daraufhin, dass Zykliker, durch die hohen Auftragsbestände, dieses Mal besser durch eine drohende Rezession kommen könnten.