Tesla Roadster mit SpaceX-Düsen: Reservierung startet ab 50.000 Dollar

Tesla nimmt Reservierungen für den neuen Roadster an: 50.000 Dollar für die Performance-Version, 250.000 für die Thrust-Variante. Ein Kaufpreis fehlt noch.

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Reservierungsgebühr: Die Performance-Version kostet 50.000 Dollar Anzahlung: 5.000 sofort, 45.000 binnen zehn Tagen.
  2. Beschleunigung: Bei der Live-Präsentation wurden 0,81 Sekunden für 0 auf 60 mph gemessen, wie The Verge berichtet.
  3. Kaufpreis offen: Tesla hat bislang keinen finalen offiziellen Kaufpreis für die neuen Roadster-Versionen genannt.

Tesla nimmt Reservierungen für den Roadster an

Aktienverlinkung: US88160R1014

Tesla hat die Reservierung für die neuen Versionen des Roadster geöffnet – und verlangt dafür ordentliche Summen. Für die Performance-Version fallen insgesamt 50.000 US-Dollar an, davon 5.000 US-Dollar sofort und 45.000 US-Dollar binnen zehn Tagen. Wer die Thrust-Variante mit dem SpaceX-Paket reservieren will, legt 250.000 US-Dollar auf den Tisch. Das geht aus der Roadster-Seite von Tesla hervor.

Auffällig: Einen finalen Kaufpreis hat Tesla bislang nicht genannt. Die Reservierungsgebühr ist also keine Anzahlung auf einen bekannten Endpreis, sondern erst einmal der Zugang zur Warteschlange. An der Börse kam der Auftritt jedenfalls gut an: Die Tesla-Aktie notierte am Morgen bei 335,65 Euro und damit 4,19 % im Plus, wie aus den Kursdaten der Lang & Schwarz Exchange vom 16. Oktober 2026 hervorgeht.

Wie schnell ist der Roadster wirklich?

Die Beschleunigungswerte sind das eigentliche Verkaufsargument, und genau dort lohnt ein genauer Blick. Auf der eigenen Website nennt Tesla für die Thrust-Version pauschal „0 bis 60 mph in unter 1 Sekunde“. Bei der Live-Präsentation wurde laut The Verge ein Wert von 0,81 Sekunden gemessen. Nach der Show hat Tesla dann genauere Zahlen nachgereicht: unter 0,9 Sekunden für die Thrust-Version und unter 0,59 Sekunden für die Rocket-Version mit den Kaltgasdüsen.

Die 0,81 Sekunden stammen also aus der Live-Demo, nicht aus einer offiziellen Spezifikation. Für Kunden, die auf diese Zahl zu sprechen kommen, heißt das: Sie beschreibt, was bei der Präsentation gemessen wurde, während Tesla selbst in seinen offiziellen Angaben etwas breitere Bandbreiten nennt.

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Was sind Kaltgasdüsen?

Das SpaceX-Paket des Roadster nutzt Kaltgasdüsen, wie Tesla sie auch für Raumfahrtanwendungen einsetzt. Sie stoßen Druckgas aus und erzeugen zusätzlichen Schub, der das Fahrzeug kurzzeitig beschleunigt, ohne dass ein Verbrennungsprozess nötig ist. In der Rocket-Version des Roadster ist ein solches System verbaut.

Die Rocket-Version darf nicht auf die Straße

Der vielleicht wichtigste Praxishinweis steht in den feinen Linien der Offerten: Die Rocket-Version mit den Kaltgasdüsen besitzt keine offizielle Straßenzulassung. Das Auto mit den spektakulärsten Beschleunigungswerten ist damit im regulären Straßenverkehr nicht nutzbar. Für Käufer der 250.000-Dollar-Reservierung bedeutet das, dass das Fahrzeug auf geschlossene Strecken oder entsprechende Events beschränkt bleibt.

Wie eine regulatorische Freigabe für Triebwerksausrüstung in Kleinserienfahrzeugen aussehen könnte, ist derzeit nicht absehbar. Tesla selbst legt seine Website-Angaben zur Beschleunigung entsprechend vorsichtig aus und nennt für die Thrust-Version weiterhin „unter 1 Sekunde“.

Reservierung ohne Endpreis: Was Käufer wissen sollten

Die Struktur der Reservierung ist ungewöhnlich. Bei der Performance-Version sind 5.000 US-Dollar sofort fällig, die restlichen 45.000 US-Dollar innerhalb von zehn Tagen. Insgesamt werden also 50.000 US-Dollar gebunden, bevor ein Kaufpreis überhaupt feststeht. Bei der Thrust-Variante sind es sogar 250.000 US-Dollar.

Dass Tesla den Preis zurückhält, ist kein Zufallsprodukt, sondern Teil des Auftritts: Das Unternehmen positioniert den Roadster als Flaggschiff und hält sich die Preisgestaltung offen. Wer jetzt reserviert, tut das auf Basis der Beschleunigungswerte und des Markenversprechens, nicht auf Basis eines festen Preises. Ob und wann Tesla den finalen Kaufpreis nennt, hat das Unternehmen bislang nicht kommuniziert. Teslas Roadster-Seite listet derzeit nur die Reservierungsbedingungen und die Beschleunigungsangaben.

Warum der Roadster für Tesla mehr ist als ein Auto

Der Roadster ist für Tesla vor allem ein Schaufenster. Das SpaceX-Paket verbindet die Automobilmarke mit dem Raumfahrtgeschäft des Konzerns und liefert Bilder, die kaum ein Wettbewerb nachstellen kann: ein Straßenfahrzeug, das mit Düsen beschleunigt, selbst wenn der Einsatz auf geschlossene Strecken begrenzt ist. Die stufenweise Reservierungsstruktur mit hohen Summen sorgt zusätzlich dafür, dass die veröffentlichen Zahlen über proportionale Ankündigungen hinaus Glaubwürdigkeit bekommen.

Für die Kundenseite bleibt die Rechnung einfach: 50.000 US-Dollar für die Performance-Reservierung, 250.000 US-Dollar für Thrust, kein festgelegter Endpreis, und die schnellste Version gibt es ohne Straßenzulassung. Gemessen an der Show-Wirkung von 0,81 Sekunden bei der Präsentation ist das ein Preis für Fans der Marke, nicht für Zweckkäufer.

Quellen & weiterführende Berichte

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