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Lars Weigand in Börsennews

02.04.2026 06:49

Blogartikelbild Magnificent 7 historisch günstig & das unbeliebteste Depot der Welt

Magnificent 7 historisch günstig & das unbeliebteste Depot der Welt

In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Aktientalk” sprechen unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow über die aktuell Lage am Markt und die historisch günstige Bewertung der Magnificent 7.

Außerdem geht es um das Ende der Anwendung Sora bei OpenAI. Letztlich bauen Michael und Daniel im Rahmen eines neuen großen Gewinnspiels für euch das wohl unbeliebteste Depot der Welt.

Welche der Magnificent 7 Aktien aktuell am günstigsten ist, warum OpenAI sein Projekt Sora eingestellt hat und welche Aktien es in das unbeliebteste Depot der Welt geschafft haben, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Podcast-Episode bei Apple PodcastSpotify oder direkt bei Youtube.

Aktuell ist die Stimmung an der Börse alles andere als langweilig: Viele Tage enden im Minus, die Indizes stecken im Korrekturmodus, und die Schlagzeilen drehen sich gefühlt um genau zwei Themen: Ölpreis und geopolitische Risiken sowie KI-Fantasie versus Realität bei den Big-Techs.

Ein besonders wichtiger Faktor: die Sorge, ob die Straße von Hormus offen bleibt. In so einer Lage reagieren Märkte schnell und oft überproportional, weil steigende Energiepreise sofort Kettenreaktionen auslösen können: Inflation rauf, Unternehmen unter Druck, Konsum und Investitionen vorsichtiger, und das kann wiederum den Abverkauf verstärken.

OpenAI zieht bei Sora den Stecker

Ein echtes Highlight aus dem KI-Umfeld: Berichten zufolge wird Sora (das zuvor gefeierte Video-Tool) abgeschaltet. Der entscheidende Punkt ist dabei weniger die Technologie selbst, sondern die Wirtschaftlichkeit.

Warum Sora offenbar nicht profitabel genug war

Die Kosten sollen extrem hoch gewesen sein: Es werden täglich Größenordnungen von 10 bis 15 Millionen US-Dollar an Betriebskosten genannt. Ein 10-Sekunden-Video soll etwa 1,30 bis 1,50 US-Dollar gekostet haben, aber auf der anderen Seite kaum Einnahmen generiert haben.

Mitarbeiter von OpenAI sollen sich zudem intern beschwert haben, dass das Programm zu viel Rechenleistung für anderen Projekte blockiert.

Der größere Kontext: KI ist nicht automatisch ein Selbstläufer

Diese Sora-Entscheidung passt in ein Muster, das man aktuell bei mehreren KI-Unternehmen beobachtet: Viele Projekte laufen in einer Phase, in der Wachstum noch nicht sauber in Erträge übersetzt wird. Gleichzeitig müssen Unternehmen an die Kostensteuerung denken. Spätestens wenn ein IPO in den Startlöchern steht, müssen die Unternehmen mehr auf die Profitabilität achten.

Magnificent 7 historisch günstig oder griff ins fallende Messer

Nach mehreren Korrekturen stellt sich die Kernfrage: Sind die Bewertungen wirklich schon “historisch günstig” oder nur scheinbar?

Die Antwort ist: Bewertungen sind deutlich runtergekommen, aber das macht den Einstieg bei den Magnificent 7 nicht automatisch zu einem “Nobrainer-Trade”. Der Markt bewertet gerade vor allem zwei Dinge neu:

  • Capex-Zyklen: Rechenzentren und Hardware sind teuer. Das drückt kurzfristig Kennzahlen wie den Free Cashflow.
  • Kosten-Nutzen-Verschiebung: Von einem früheren “Asset-light” Modell hin zu deutlich kapitalintensiveren “Industrie-artigen” Ausgaben.

Welche Big-Techs sind im Bewertungsvergleich vorn?

Ein paar Einordnungen, wie Michael und Daniel die Bewertung der Magnificent 7 sehen:

  • Apple wirkt derzeit “teuer” im Bewertungsvergleich, unter anderem wegen vergleichsweise geringeren Capex-Plänen.
  • Meta wirkt im Vergleich eher günstig mit einem Forward KGV im Bereich von 17,7.
  • Nvidia ist im Bereich unter 20 gefallen. Das ist bemerkenswert, weil Nvidia früher extrem hoch bewertet war.
  • Microsoft weist mit einem KG von rund 20 eine historisch günstige Bewertung auf.
  • Alphabet und Amazon sind ebenfalls deutlich runtergekommen, aber im Vergleich noch vergleichsweise höher bewertet.

Was viele übersehen: Capex kann sich drehen

Wichtig ist der Blick nach vorn: Wenn Investitionen ihren Peak erreichen und der Markt erwartet, dass später die Cashflows wieder stärker fließen, können Bewertungen schnell wieder anziehen.

Wer profitiert jetzt wirklich? Ein Blick auf einzelne “Kandidaten”

Bei der Frage, welche Aktien man aktuell genauer anschauen sollte, fallen die Perspektiven im Kern so aus:

Meta: Kann sich erholen, aber Werbung bleibt ein Hebel

Aktienverlinkung: US30303M1027

Meta gilt oft als “günstiger” bewertet, aber das Unternehmen hängt am Werbemarkt. Wenn Inflation, Energiepreise oder Konjunktursorgen drücken, wird Werbung tendenziell vorsichtiger budgetiert. Dazu kommen zusätzliche Themen wie regulatorische und gesellschaftliche Diskussionen.

Die Chance: Wenn sich das makro Umfeld stabilisiert und Kosten kontrolliert werden, kann die Aktie von der Neubewertung profitieren.

Alphabet: Für Rücksetzer interessant

Aktienverlinkung: US02079K1079

Alphabet wird häufig als Kandidat für “kauf bei Rücksetzer” gesehen. Die Begründung ist weniger ein einzelnes KI-Feature, sondern die Breite: Suchgeschäft, Cloud, KI-Modelle (Gemini), und der gesamte “Ökosystem-Ansatz”.

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Nvidia: Niedrig bewertet, aber nicht automatisch ein “Selbstläufer”

Aktienverlinkung: US67066G1040

Nvidia wird oft als günstig beschrieben, aber die zentrale Frage ist: Kommt genug weiteres Wachstum her, um die hohen Investitionspläne der Kunden zu rechtfertigen?

Denn in der Praxis sind Nvidia-Chips eng an die großen Infrastruktur-Budgets der Hyperscaler gebunden. Wenn die Kunden Investitionen bremsen, leidet der Preismix und das Wachstumstempo. Zusätzlich gibt es Konkurrenz im Chip-Ökosystem, zum Beispiel eigene Beschleuniger bei verschiedenen Tech-Konzernen.

Das macht Nvidia zu einem interessanten, aber anspruchsvollen Kandidaten: nicht “billig aus Prinzip”, sondern eine Bewertung, die die Zukunftsannahmen neu kalibriert.

Das unbeliebteste Depot der Welt: Zehn “Loser”-Aktien mit Hoffnung auf Erholung

Wir haben ein neues Gewinnspiel für euch aufgesetzt, das sich um ein Depot dreht, das bewusst in eine andere Richtung geht. Nicht “die besten Aktien”, sondern Aktien, die der Markt gerade hasst, die trotzdem qualitativ hochwertig sind.

Der Gedanke hinter dem “Loser Depot”: Man sucht nicht die größten “Graupen”, sondern Unternehmen, bei denen die Angst gerade überhand nimmt und sich später wieder Normalität einstellt.

Wie das Gewinnspiel funktioniert

Bei einer Depot-Eröffnung bei unserem Depot-Partner Smartbroker habt ihr die Chance auf die folgenden Preise:

  • Platz 1: Depot mit 10 Aktien im Wert von ca. 1.500 EUR
  • Platz 2: Paket mit 5 Aktien je 100 EUR.
  • Platz 3: ein spezieller Preis von Michael

Teilnahmegrundlage ist das Abschließen von zwei Trades in den ersten Wochen. Eröffnet einfach ein Depot über unseren Link bei unserem Depotpartner dem Smartbroker.

Die 10 Aktien im “unbeliebtesten Depot” (Auswahl & Logik)

Das Depot besteht aus einer Mischung aus deutschen und US-Werten. Die gemeinsame Linie: starke Kurseinbrüche, aber ein Fundament, das nicht komplett zerstört ist.

1) Vonovia

Aktienverlinkung: DE000A1ML7J1

Immobilienwerte wurden stark durch Zins- und Inflationssorgen gedrückt. Vonovia operativ wirkt aber wieder besser, und die Dividendenrendite ist mit rund 5 % attraktiv. Zusätzlich bleibt der Wohnraumbedarf ein langfristiger Rückenwind.

2) Constellation Software

Aktienverlinkung: CA21037X1006

Constellation gilt als Software-Wert mit einer interessanten “Buy-and-Hold”-Mechanik: viele kleinere Firmen werden gekauft, integriert und bleiben eigenständig. KI-Disruption wirkt sich hier weniger aus als bei klassischer Endkunden-Software, weil das Geschäftsmodell schwerer zu ersetzen ist.

3) ServiceNow

Aktienverlinkung: US81762P1021

ServiceNow fiel ebenfalls stark zurück, aber bleibt operativ relevant. Die Erwartung: ServiceNow positioniert sich als Plattform, um KI-Agenten zu orchestrieren. Dazu gab es zuletzt Insiderkäufe und einen optimistischen Blick des Managements.

4) Novo Nordisk

Aktienverlinkung: US6701002056

Novo Nordisk bespielt weiter die Themen Diabetes und GLP-1, aber die Aktie ist aktuell trotzdem unpopulär, unter anderem durch operative Probleme. Bewertung und Zukunftsbedeutung sprechen langfristig für die Story, trotz kurzfristiger Nervosität.

5) Zscaler

Aktienverlinkung: US98980G1022

Zscaler profitiert langfristig als Cybersecurity-Wert von mehr Traffic im Internet. Die Aktie ist zuletzt auch deutlicher unter Druck geraten. Marktangst vor KI-Disruption und die Realität kollidieren. KI kann nicht einfach “alles ersetzen”, wenn die Infrastruktur für Sicherheit so entscheidend ist.

6) Palo Alto Networks

Aktienverlinkung: US6974351057

Palo Alto steht stellvertretend für Plattformen in der Netzwerksicherheit. Besonders relevant: Firewalls, Cloud-Security und AI-gestützte Security Operations. Der Kursrückgang könnte auch eine Einstiegschance sein – ein Restrisiko bleibt aber.

7) PayPal

Aktienverlinkung: US70450Y1038

PayPal wird aufgenommen, weil die Aktie aktuell die unbeliebteste Aktie der Welt sein könnte. Das Unternehmen verdient aber weiter gutes Geld und kauft Aktien zurück. Der CEO-Wechsel zuletzt hat die Aktie aber erneut belastet. Ein möglicher Trigger wäre eine strategische Neuaufstellung oder sogar ein Übernahmegerücht.

8) Fair Isaac

Aktienverlinkung: US3032501047

Fair Isaac (FICO) wurde als Beispiel für ein Qualitätsunternehmen genannt, das trotzdem hart abgestraft wurde. Der Grund: Bewertungslevel nach dem Lauf und KI-Disruption-Ängste rund um Score- und Analytics-Themen.

9) Auto1

Aktienverlinkung: DE000A2LQ884

Auto1 ist ein Nebenwert aus dem Autobereich mit starkem Turnaround. Die operative Entwicklung ist trotz hoher Konkurrenzsorgen gut, aber die Aktie wurde vom Sentiment getroffen. Die Angst: KI-Agenten oder komplett digitale Autoprozesse könnten die Geschäftsmodelle stören. Dagegen spricht: Autos sind physisch, müssen geprüft und vorbereitet werden.

10) Carl Zeiss Meditech

Aktienverlinkung: DE0005313704

Carl Zeiss Meditech stand zuletzt auch eheblich unter Druck. Die Prognose wurde zuletzt angepasst, die Margen stehen unter Druck und das Wettbewerbsumfeld und die Chinakrise sind weitere Belastungsfaktor. Die Hoffnung ist: Wenn das Negative bereits im Kurs steckt, ist das Chance-Risiko-Profil irgendwann wieder besser.

Warum das Depot erfolgreich sein könnte

Der zentrale Gedanke hinter dem “Loser Depot” ist nicht, dass alle diese Firmen plötzlich “über Nacht” besser werden. Sondern: Der Markt hat Angst und preist diese Angst in kurzer Zeit stark ein.

Wenn sich die Lage dann beruhigt oder die operativen Zahlen solide bleiben, kann die Neubewertung schneller kommen als man denkt. Genau deshalb werden Bewertungsrücksetzer bei Qualitätsunternehmen oft zu einem spannenden Szenario.

Fazit: Zwischen Öl-Schock, KI-Kostenrealität und Bewertungen entsteht eine echte Chance

Aktuell wirken die Märkte wie ein Spannungsfeld aus Makro-Risiken und KI-Fantasie. OpenAI zieht bei Sora den Stecker, weil die Rechnung nicht aufgeht. Gleichzeitig sind die Magnificent 7 nach Korrekturen in vielen Kennzahlen deutlich runtergekommen.

Für langfristige Anleger bleibt die Kernaufgabe: Nicht der Schlagzeile nachjagen, sondern Bewertung, Cashflow-Perspektive und operative Grundlage gegeneinander abwägen.

Und genau darum geht es bei unserem “unbeliebtesten Depot”: Man kauft nicht den Hype, sondern den Zustand, in dem der Markt emotional überreagiert.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Vonovia.

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