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Lars Weigand in Börsennews

18.02.2026 21:07

Blogartikelbild Diese Aktien sind vor KI-Disruption sicher & Michael tauscht Aktie gegen ETF

Diese Aktien sind vor KI-Disruption sicher & Michael tauscht Aktie gegen ETF

In der aktuellen Ausgabe des Podcasts “Aktientalk” unseres Goldesels Michael Flender und Daniel von Investflow sprechen unsere beiden Experten über die aktuelle KI-Angst und die Fortschritte in diesem Bereich, der aktuell auch in China angekommen ist.

Michael und Daniel stellen außerdem noch drei Aktien vor, die vor der allgemeinen Angst vor KI-Disruption sicher sind und auch einen Sektor, der hier Sicherheit bietet.

Letztlich spricht Michael über eine Aktie, die er jetzt reduziert hat und welchen ETF er im Gegenzug gekauft hat.

Welche Aktien vor KI sicher sind, auf welchen Sektor man jetzt setzen könnte und welche Aktie Michael jetzt reduziert hat, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Ausgabe bei Apple PodcastSpotify oder direkt bei Youtube.

Die Märkte sind derzeit außerordentlich volatil: kurzfristige Hypes, Short-Squeezes und eine riesige Debatte um Künstliche Intelligenz. Zwischen Panik und Euphorie lohnt es sich, einen kühlen Kopf zu bewahren und zu überlegen, welche Geschäftsmodelle langfristig robust bleiben – also jene Aktien und Sektoren, die KI-Disruption kaum berühren.

Warum KI-Angst die Börse durcheinanderbringt

KI verändert viele Aufgaben, aber die Marktreaktion ist häufig übertrieben und emotional: Gewinner werden hochstilisiert, Verlierer schnell als „tot“ abgestempelt. Gleichzeitig gibt es neue, algorithmisch getriebene Handelsmuster und spekulative Bewegungen (z. B. stark steigende Pennystocks), die nichts mit Fundamentaldaten zu tun haben.

Wichtige Beobachtung:

  • Short-Quoten sind in vielen Tech-Titeln deutlich gestiegen – das Gummiband ist stark gespannt, die Aktien können aber auch noch deutlicher fallen.
  • Unternehmen, die kürzlich stark gelaufen sind, können genauso schnell wieder stark korrigieren – das gilt besonders für Sektoren mit hohen Erwartungen.
  • Trends wie KI sind nicht nur Bedrohung, sondern auch Chance: Großkonzerne investieren massiv und beschleunigen damit eigene Innovationen.

Werbung – Investieren mit NAO

Wer nicht nur an der Börse, sondern auch in Private Marktes investieren will, der sollte sich mal unseren Partner NAO anschauen. Mit einer neuen Kooperation mit Ark-Invest kann man jetzt in noch mehr Unternehmen im privaten Sektor investieren. Mit unserem Code „TALK26“ gibt es noch einen 50 EUR-Bonus bei einem Invest in den neuen Ark-Fonds (bei einem 1000 EUR Invest).

Wie China im KI-Wettlauf vorgeht

China nutzt eine effiziente Strategie: statt eigene, extrem teure Trainingsinfrastrukturen vollständig selbst aufzubauen, werden Modelle „destilliert“ bzw. auf Basis bestehender Vorlagen angepasst. Das ermöglicht schnelle Fortschritte bei deutlich geringeren Kosten. Ergebnis: Viele chinesische Modelle schließen schnell auf, besonders bei Anwendungen wie Video-KI oder Agenten.

Wichtiges Fazit: der Wettlauf bleibt offen — USA pumpen massiv Geld in Infrastruktur, China punktet mit pragmatischen, kosteneffizienten Ansätzen.

Das größte Risiko im Softwaresektor – welche Schicht fällt weg?

Im Softwarebereich steht nicht nur der Code selbst zur Debatte. Ein zentraler Punkt ist: viele historische Burggräben — etwa Oberflächen, Abfragen oder manuelle Datenaufbereitung — könnten durch Agenten und LLM-basierte Interfaces ersetzt werden.

Das heißt konkret:

  • Tools, die öffentlich verfügbare Informationen nur aufbereiten, verlieren potenziell an Wert.
  • Produkte mit proprietären, nicht dafür nutzbaren Daten behalten ihren Wert oder werden sogar wertvoller.
  • Langfristige Verträge (z. B. 1–2 Jahre) dämpfen kurzfristige Effekte: Disruption passiert nicht über Nacht.

Beispiele für potenziell gefährdete Geschäftsmodelle: reine Datenoberflächen, die nur öffentlich zugängliche Informationen strukturieren. Beispiele für schützende Wettbewerbsvorteile: Lizenzierte, exklusive oder schwer reproduzierbare Datensätze sowie tiefe Integrationen in Geschäftsprozesse.

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Aktien und Sektoren, die vor KI-Disruption sicher sind

Es gibt sie noch, die Bereiche und Aktien, die vor KI-Disruption sicher sind. Drei konkrete Firmen und ein Sektor, die als relativ resistent gelten:

1) MSA Safety

Aktienverlinkung: US5534981064

Das Geschäftsmodell von MSA Safety: Atemschutzmasken, Gaswarngeräte, Absturzsicherungen – Schutzausrüstung für Feuerwehr, Industrie und andere kritische Einsatzgebiete.

Schutzkleidung und lebensrettende Hardware lassen sich nicht durch reine Software ersetzen. Gleichzeitig profitieren solche Hersteller von digitaler Vernetzung (z. B. Live-Telemetrie zwischen Ausrüstung und Leitstelle).

2) Packaging Corporation of America

Aktienverlinkung: US6951561090

PCA ist verantwortlich für Papier-, Karton- und Verpackungslösungen entlang der Wertschöpfungskette – von eigenen Wäldern bis zur Produktion.

Physische Güter brauchen physische Verpackung. Vertikale Integration und langfristige Kundenbeziehungen schaffen Stabilität. Verpackungsbedarf steigt mit E-Commerce und physischen Lieferketten – KI verändert Prozesse, nicht den Bedarf an Kartons.

3) Hubbell Inc.

Aktienverlinkung: US4435106079

Hubbell liefert Komponenten für Stromnetze, Schalter, Isolatoren und Messtechnik für Versorger.

Der Ausbau von Stromnetzen, Rechenzentren und erneuerbaren Energien erhöht die Nachfrage nach zuverlässigen Hardwarekomponenten. Diese sind operativ wichtig und kaum durch KI allein ersetzbar.

Sektor: Immobilien / Real Estate Investment Trusts (REITs)

Wohnraum bleibt Grundbedarf. In vielen Märkten steigen die Mieten, es wird weniger gebaut und langfristig ist Wohnen notwendig – auch wenn kurzfristig Zinsentwicklung und Makrofaktoren Volatilität verursachen können. Aktien wie Vonovia, TAG Immobilien und auch Realty Income sind zuletzt wieder deutlich angesprungen.

Wann macht ein ETF als Gegenstück Sinn?

Wenn einzelne Sektoren oder Aktien extrem volatil sind, kann ein breiter, ausschüttender ETF helfen, die Portfoliostabilität zu erhöhen. Ein Dividend-ETF mit diversifizierten Branchen (Gesundheit, Rohstoffe, Versorger, Basiskonsum) reduziert Risiken.

Wichtige Kriterien bei der ETF-Auswahl:

  • Breite Streuung über Regionen und Sektoren
  • Niedrige Gewichtung einzelner, potentiell disruptiver Tech-Schwergewichte
  • Ausschüttungsprofil als Stabilitätsanker für Dividendenorientierte Anleger

In unserem Podcast hat Michael den ETF etwas genauer vorgestellt und die WKN-Nummer des Produkts preisgegeben, in das er jetzt investiert.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Vonovia, TAG Immobilien.

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