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Lars Weigand in Goldesel Akademie

15.05.2026 22:45

Blogartikelbild Broker für Anfänger: Den besten Online-Broker finden – der Vergleich 2026

Broker für Anfänger: Den besten Online-Broker finden – der Vergleich 2026

Im letzten Schritt hast du gelernt, was die Börse ist und wie Kurse entstehen. Doch bevor du wirklich die ersten Trades oder Investitionen tätigen kannst, brauchst du einen Broker – dein Tor zur Börse. Ohne Broker kannst du keine Aktien kaufen. Aber welcher ist der beste Broker für Anfänger? Wir zeigen dir die Vor- und Nachteile und den Weg, wie du ein Depot eröffnen kannst.

Das Problem ist, dass es Dutzende Anbieter allein in Deutschland gibt. Neobroker, Direktbanken, Filialbanken – alle wollen dein Geld. Und die Unterschiede bei Gebühren, Bedienbarkeit und Handelsplätzen sind riesig.

Dieser Artikel zeigt dir, worauf du als Anfänger bei der Broker-Wahl wirklich achten musst, welche Broker 2026 empfehlenswert sind – und welche Fehler du vermeiden solltest.

Was ist ein Online-Broker? Einfach erklärt

Ein Broker ist dein Mittelsmann zur Börse. Du gibst ihm den Auftrag: „Kauf mir 10 Apple-Aktien.“ Er leitet die Order an die Börse weiter und verwahrt deine Aktien in einem Depot.

Früher musstest du dafür zur Bankfiliale. Heute eröffnest du ein Depot in 10 Minuten am Smartphone. Die Kosten sind dabei drastisch gesunken – viele Online-Broker verlangen gar keine Ordergebühren mehr.

Broker-Typen im Vergleich: Neobroker vs. Direktbank vs. Filialbank

 NeobrokerDirektbankFilialbank
BeispieleTrade Republic, Scalable Capital, finanzen.net ZeroING, Consorsbank, comdirectSparkasse, Volksbank
Ordergebühren0–1 €4–10 €15–40 €
Depot­gebührenKeineKeine (meist)Oft 20–50 €/Jahr
BedienungApp-first, sehr einfachWeb + App, solideKomplex, veraltet
Handels­plätze1–2 (gettex, LS Exchange)Viele (XETRA, Tradegate, etc.)Viele
ServiceChat/E-Mail, eingeschränktTelefon + Chat, gutPersönlich, teuer
Geeignet fürAnfänger, Sparplan-Anleger, kostenbewusste TraderAnleger, die mehr Service + Handelsplätze wollenWer persönliche Beratung braucht
Empfehlung für Anfänger

Starte mit einem Neobroker. Die Gebühren sind minimal, die Apps intuitiv, und für den Anfang reicht ein Handelsplatz völlig aus. Du kannst später jederzeit zu einem zweiten Broker wechseln.

Mit 5 Kriterien zum besten Broker für Einsteiger

Lass dich nicht von Marketing blenden. Diese fünf Punkte sind als Anfänger wirklich wichtig:

1. Gebühren: Was kostet eine Order?

Das ist der größte Hebel. Bei 20 Trades pro Jahr und 10 EUR Gebühr pro Trade zahlst du 200 EUR. Bei einem Neobroker mit 0–1 EUR pro Trade maximal 20 EUR. Das sind 180 EUR Unterschied – jedes Jahr.

Achte auf Ordergebühren (pro Kauf/Verkauf), Depotgebühren (jährlich), Sparplan-Kosten, Spread-Aufschläge. Bei Neobrokern sind in der Regel hauptsächlich die Spreads ein Problem.

2. Bedienbarkeit: Kommst du damit klar?

Als Anfänger brauchst du keine professionelle Trading-Plattform mit 50 Chartindikatoren. Du brauchst eine App, in der du eine Aktie findest, den Kurs siehst und in 3 Klicks kaufen kannst.

3. Sparplan-Angebot: Automatisch investieren

Wenn du regelmäßig investieren willst (z. B. 100 EUR/Monat in einen ETF), ist ein kostenloser Sparplan Gold wert. Die meisten Neobroker bieten tausende kostenlose ETF-Sparpläne ab 1 EUR Sparrate.

4. Handelsplätze: Wo wird gehandelt?

Neobroker bieten meist nur 1–2 Handelsplätze (z. B. gettex, LS Exchange). Für Anfänger reicht das. Erst ab größeren Orders (5.000 EUR+) kann es sich lohnen, über XETRA zu handeln – dafür brauchst du eine Direktbank.

5. Sicherheit: Ist mein Geld geschützt?

Alle seriösen Broker in Deutschland werden von der BaFin reguliert. Dein Geld auf dem Verrechnungskonto ist bis 100.000 EUR gesetzlich gesichert. Deine Aktien sind Sondervermögen – sie gehören dir, nicht dem Broker. Selbst bei einer Pleite des Brokers sind deine Wertpapiere sicher.

Broker-Vergleich 2026: Die besten Online-Broker für Anfänger

Basierend auf den oben genannten Kriterien, hier unser Vergleich der beliebtesten Broker für Einsteiger in Deutschland (Stand 2026):

BrokerOrdergebührDepot­gebührSparpläneHandels­platzBesonderheit
Scalable Capital0 € (Free) / 0 € (Prime+, 4,99/M.)Keine2.500+ kostenlosgettex, XETRAGrößte ETF-Auswahl, Vollbanklizenz
Trade Republic1 €KeineAlle kostenlosLS ExchangeEinfachste App, Karte mit Cashback
finanzen.net Zero0 €Keine10.000+ kostenlosgettexStiftung Warentest Kostensieger
Smartbroker+0 € (ab 500 € Order)KeineViele kostenlosMehrereViele Börsen, günstig
ING4,90 € + 0,25 %KeineKostenlosXETRA + vieleDirektbank: Girokonto + Depot aus einer Hand

Schau für nähere Einschätzungen gerne in unseren Goldesel Depotvergleich unter diesem Link.

Unsere Empfehlung: Welcher Broker passt zu welchem Anfänger-Typ?

Du bist…Dann passt…
Sparplan-Anfänger (monatl. ETF-Sparen)Scalable Capital Free: Größte ETF-Auswahl, kostenlose Sparpläne ab 1 €, intuitive App.
Minimalist (einfachste App gesucht)Trade Republic: Simpelste Bedienung, 1 € pro Trade, alles in einer App inkl. Karte.
Kostenbewusster (0 € Ordergebühr)finanzen.net Zero: Kostensieger bei Stiftung Warentest, 0 € pro Order.
Sicherheitsorientierter (Direktbank bevorzugt)ING: Etablierte Bank, Girokonto + Depot, kostenlose Sparpläne. Orders etwas teurer.
Flexibler (viele Handelsplätze, größere Orders)Smartbroker+: Viele Börsenplätze, günstige Konditionen, für etwas erfahrenere Anfänger.

Ehrlicher Tipp: Es gibt keinen perfekten Broker. Für 90 % aller Anfänger ist es egal, ob du Scalable, Trade Republic oder finanzen.net Zero nimmst. Alle drei sind gut, günstig und sicher. Wähle den, dessen App dir am besten gefällt. Das Wichtigste ist nicht, bei wem du mit dem Investieren beginnst, sondern dass du beginnst.

Praxisbeispiel: So viel Geld sparst du mit dem richtigen Depot

Szenario: Du investierst 200 €/Monat per Sparplan + machst 10 Einzeltrades pro Jahr mit je 1.000 € Ordervolumen.

KostenpunktFilialbankDirektbankNeobroker
Depot/Jahr36 €0 €0 €
10 Einzeltrades250 €100 €0–10 €
12 Sparplan-Ausführ.18 €0 €0 €
Gesamt pro Jahr304 €100 €0–10 €
Über 10 Jahre3.040 €1.000 €0–100 €

Die Differenz zwischen Filialbank und Neobroker: knapp 3.000 Euro in 10 Jahren. Das ist Geld, das bei einem Neobroker stattdessen für dich arbeitet.

5 typische Fehler, die Anfänger bei der Broker-Wahl machen

Nr.FehlerWarum das ein Problem ist
1Bei der Hausbank bleiben„Ich hab da schon mein Konto“ – verständlich, aber teuer. Filialbanken verlangen oft 10–25x mehr Gebühren als Neobroker. Depot-Wechsel ist kostenlos!
2Zu viel recherchieren und nie anfangenDie perfekte Broker-Wahl gibt es nicht. Lieber heute mit einem guten Broker starten als in 3 Monaten mit dem „perfekten“. Du kannst jederzeit wechseln.
3Auf Zinsen reinfallenManche Broker locken mit 3–4 % Zinsen aufs Verrechnungskonto. Klingt gut, aber: Das Geld soll investiert werden, nicht uninvestiert bleiben. Gebühren und ETF-Auswahl sind wichtiger als Zinsen.
4Nur auf Ordergebühren schauen0 € Ordergebühr heißt nicht 0 Kosten. Der Spread (Kauf-/Verkaufsdifferenz) kann bei manchen Handelsplätzen größer sein. Trotzdem: Neobroker sind fast immer günstiger.
5Zu viele Depots eröffnenEin Depot reicht für den Anfang. Zwei machen die Steuererklärung komplizierter. Später kannst du ein zweites Depot ergänzen.

In 5 Schritten zum ersten Depot: So gelingt die Eröffnung in 10 Minuten

Bei jedem Neobroker läuft die Eröffnung ähnlich ab:

Schritt 1: App herunterladen und Konto erstellen (E-Mail + Passwort).

Schritt 2: Persönliche Daten eingeben (Name, Adresse, Steuer-ID).

Schritt 3: Identität bestätigen per Video-Ident oder Postident. Das dauert nur 5 Minuten.

Schritt 4: Verrechnungskonto wird automatisch erstellt. Geld überweisen.

Schritt 5: Erste Aktie kaufen oder Sparplan einrichten. Fertig!

Fazit: Jetzt das passende Wertpapierdepot finden und durchstarten

  • Ein Broker ist dein Zugang zur Börse. Ohne ihn kannst du keine Aktien kaufen.
  • Neobroker (Scalable, Trade Republic, finanzen.net Zero) sind für Anfänger die beste Wahl: günstig, einfach, sicher.
  • Die 5 wichtigsten Kriterien: Gebühren, Bedienbarkeit, Sparplan-Angebot, Handelsplätze, Sicherheit.
  • Filialbanken kosten bis zu 3.000 € mehr über 10 Jahre. Wechsle zu einem Online-Broker!
  • Depot eröffnen dauert 10 Minuten. Fang an – der perfekte Zeitpunkt ist jetzt.

FAQ – Was du über Broker wissen musst

Welcher Broker ist für Anfänger der Beste?

Für alle, die gerade erst mit dem Investieren beginnen, bietet es sich zunächst an, über einen der zahlreichen Neobroker wie Trade Republic, Scalable, den Smartbroker oder Finanzen.net Zero zu handeln – immer davon abhängig, welche Anforderungen man hat. Die Apps der Neobroker sind aber grundsätzlich sehr anwenderfreundlich und bieten genug Möglichkeiten für Neueinsteiger Aktien und ETFs zu kaufen und zu verkaufen.

Was ist ein Neobroker?

Ein Neobroker ist ein moderner, meist rein digitaler Finanzdienstleister, mit dem du Wertpapiere wie Aktien oder ETFs besonders einfach und kostengünstig per App oder Webbrowser handeln kannst. Im Gegensatz zu klassischen Banken verzichten diese Anbieter auf teure Filialnetze und bieten den Handel oft provisionsfrei oder zu einer sehr geringen Pauschalgebühr an.

Warum brauche ich einen Broker um Aktien zu kaufen?

Ein Broker ist dein Zugang zur Börse. Wenn du dir die Börse wie einen Marktplatz vorstellst, sind die Broker die Verkäufer, die dafür sorgen, dass du Aktien kaufen und verkaufen kannst.

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