
BASF präsentiert Ziele: Umsatzrückgang und Kostendruck belasten
Kurzüberblick
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF gibt am Freitag um 10:30 Uhr in Ludwigshafen einen Ausblick auf seine weiteren Ziele und Perspektiven. Im Fokus stehen dabei die anhaltenden Herausforderungen durch hohen Kostendruck, steigende Energiepreise sowie eine zuletzt schwächere Auslastung am Stammwerk. Diese Faktoren dürften maßgeblich beeinflussen, wie sich der Konzern künftig aufstellt.
Vorläufige Zahlen stehen im Zentrum: Der Umsatz 2025 lag bei 59,7 Milliarden Euro nach 61,4 Milliarden Euro im Vorjahr; das Betriebsergebnis betrug 6,6 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie vor Sondereinflüssen belief sich im Vorjahr auf 7,2 Milliarden Euro. BASF setzt Sparprogramme um, einschließlich umfassender Stellenabbau; eine Vereinbarung mit Arbeitnehmervertretern schließt betriebsbedingte Kündigungen in Ludwigshafen bis Ende 2028 aus. Am Stammwerk arbeiten rund 33.000 Mitarbeitende – etwa ein Drittel der weltweiten BASF-Belegschaft.
Marktanalyse & Details
Finanzdaten
- Umsatz 2025: 59,7 Mrd Euro (vorläufig); gegenüber 61,4 Mrd Euro im Vorjahr
- EBIT (Betriebsergebnis) 2025: 6,6 Mrd Euro
- EBITDA vor Sondereinflüssen 2024: 7,2 Mrd Euro
Strategische Ausrichtung
Die Sparprogramme sowie eine Vereinbarung zur Beschäftigung zeigen BASFs Weg zu einer schlankeren, profitableren Organisation. Parallel plant das Unternehmen den Verkauf von Wohnungen aus der Tochter BASF Wohnen + Bauen, um die Bilanz zu stärken und den Fokus stärker auf das Kerngeschäft zu legen. Insgesamt wurden rund 4.400 Wohnungen angekündigt: 1.100 Eigentumswohnungen und 3.300 Wohnungen im Paketverkauf; Abschluss der Veräußerungen wird bis Anfang 2027 angestrebt. Kritisiert wird der Schritt von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) als Tafelsilber-Vermarktung.
Analysten-Einordnung
Experten sehen BASF in einem laufenden Transformationsprozess: Kostenreduktion, Straffung der Strukturen und der Verkauf nicht zum Kerngeschäft gehöriger Vermögenswerte sollen Bilanz und Profitabilität verbessern. Für Anleger bedeutet dies, dass BASF sich stärker auf das Kerngeschäft fokussiert, zugleich aber operative Risiken durch Energiepreisschwankungen und Nachfrageabhängigkeit bestehen bleiben. Die Reaktion am Kapitalmarkt dürfte sensibel bleiben, da Energie- und Konjunkturrisiken die Bewertung beeinflussen.
Fazit & Ausblick
Die BASF-Strategie setzt auf Kostensteuerung, Standortstärke und Fokus auf das Kerngeschäft. Sparprogramme und der angekündigte Vermögensverkauf sollen Bilanz und Wettbewerbsfähigkeit stärken. Kurzfristig bleibt der Chemiesektor durch Energiepreise, Konjunkturdruck und weltweite Überkapazitäten herausfordernd.
Nächste wichtige Termine: Die nächsten Quartals- bzw. Jahreszahlen 2026 sowie zeitnahe Informationen zu weiteren Sparmaßnahmen und Veräußerungen. Der konkrete Termin der nächsten Ergebnispräsentation wird zeitnah kommuniziert.
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