Apple Aktie: 100 Millionen für Titan – was hinter dem iPhone-Deal steckt

Apple sichert sich Titan für seine neuen iPhones. Hinter der Millionenvereinbarung steckt mehr als eine Materialbestellung. Was bringt der Deal?

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Neue Impulse für die Apple-Aktie: Apple stärkt seine US-Lieferkette mit Vereinbarungen für Titan und Kameratechnik.
  2. Bis zu 100 Millionen USD: Diese Summe sagt Apple dem Titanhersteller Perryman über drei Jahre zu.
  3. Analyst wird vorsichtiger: Loop Capital senkt die Empfehlung von „Buy“ auf „Hold“ und das Kursziel von 370 auf 330 USD.

Bei der Apple-Aktie treffen neue Liefervereinbarungen auf wachsende Zweifel am iPhone-Geschäft. Apple kündigte am 20. Oktober Partnerschaften für Materialien und Kameratechnik seiner neuesten Modelle an. Gleichzeitig strich Loop Capital seine Kaufempfehlung. Entscheidend ist dabei weniger das niedrigere Kursziel als die Frage, warum der Analyst seine Erwartungen zurücknimmt.

Apple stärkt die Lieferkette für seine neuen iPhones

Aktienverlinkung: US0378331005

Apple will über drei Jahre bis zu 100 Millionen USD für Titan von Perryman Company zusagen. Das Unternehmen verarbeitet das Metall in Houston im US-Bundesstaat Pennsylvania. Es soll unter anderem im iPhone Duo zum Einsatz kommen und mindestens 80 % recyceltes Material enthalten.

Zusätzlich erweitert Apple die Zusammenarbeit mit Qnity Electronics. Der Partner liefert Technologie für die variable Blende im Kamerasystem des iPhone 18 Pro. Beide Vereinbarungen gehören zum US-Engagement von 600 Milliarden USD über vier Jahre.

Wirtschaftlich setzt Apple damit bei der Versorgung mit ausgewählten Materialien und Komponenten an. Belastbare Lieferbeziehungen können die Produktionsplanung unterstützen. Ob Kunden die fertigen Geräte anschließend in ausreichender Stückzahl kaufen, beantworten diese Vereinbarungen allerdings nicht.

Apple-Aktie: Warum Loop Capital seine Erwartungen senkt

Loop Capital begründet die vorsichtigere Einschätzung mit schwächeren Erwartungen an die iPhone-Liefermengen und steigenden Speicherkosten. Besonders relevant: Zuvor hatte das Analysehaus angenommen, geringere Liefermengen in den September- und Dezemberquartalen würden später weitgehend nachgeholt. Diese Zuversicht ist inzwischen gesunken.

Damit steht die Frage im Raum, ob sich Verkäufe lediglich verschieben oder dauerhaft hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleiben. Es handelt sich um die Einschätzung des Analystenhauses, nicht um eine von Apple veröffentlichte Absatzwarnung.

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Loop senkt außerdem seine Schätzung für den normalisierten Gewinn je Aktie von 12 auf 11 USD. Das neue Kursziel von 330 USD entspricht dem 30-Fachen dieser Gewinnannahme. Weitere Details findet ihr in unserer Einordnung der Herabstufung durch Loop Capital.

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Was steigende Speicherkosten für Apple bedeuten

Wird der Speicher im iPhone teurer, steigen zunächst die Herstellungskosten. Apple kann versuchen, dies durch höhere Verkaufspreise, andere Einsparungen oder einen größeren Anteil teurer Modelle auszugleichen. Gelingt das nicht vollständig, bleibt vom Verkaufspreis weniger Gewinn übrig.

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Meine Meinung dazu:

Ich halte die neuen Liefervereinbarungen für sinnvoll, sehe darin aber noch keinen überzeugenden Kaufgrund für die Apple-Aktie. Spannender ist für mich, dass Loop Capital offenbar weniger an einen späteren Nachholeffekt bei den iPhone-Verkäufen glaubt. Wenn gleichzeitig Speicher teurer wird, könnte Apple beim Absatz und bei der Marge unter Druck geraten. Entscheidend wären für mich deshalb belastbare Hinweise auf eine starke Nachfrage und eine stabile Profitabilität. Die neuen US-Partnerschaften helfen bei der Beschaffung – für eine optimistischere Einschätzung brauche ich Fortschritte im Geschäft. – Matthias von Mitschke

Quellen & weiterführende Berichte

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