
Vodafone Q3 2025/26: Umsatz steigt, Deutschland-Geschäft belastet Aktie trotz Ausland-Wachstum
Kurzüberblick
Vodafone Group PLC meldet im dritten Geschäftsquartal 2025/26 einen Umsatz- und EBITDA-Anstieg. Auslandsgeschäft treibt das Wachstum, getragen von Afrika, der Übernahme des britischen Anbieters Three sowie Telekom Romania. Wechselkurseffekte belasten das Ergebnis. Die Aktie reagierte im Londoner Handel mit deutlichen Verlusten.
Umsatz Q3 2025/26: 10,5 Milliarden Euro; Service-Umsatz: 8,5 Milliarden Euro. Organisches Service-Wachstum betrug 5,4 Prozent. Das bereinigte EBITDA vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingkosten (EBITDAAL) legte organisch um 2,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zu. Das Management bestätigte den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr und peilt das obere Ende der Spanne von 11,3 bis 11,6 Milliarden Euro an.
Marktananalyse & Details
Finanzdaten
- Umsatz Q3 2025/26: 10,5 Mrd Euro, +6,5% gegenüber Vorjahresquartal
- Service-Umsatz: 8,5 Mrd Euro, +7,3%; organisch +5,4%
- EBITDAAL: 2,8 Mrd Euro, +2,3% organisch
- Deutschland: Service-Umsatz +0,7% (moderat)
- Bereinigtes operatives Ergebnis: voraussichtlich am oberen Ende der Spanne 11,3–11,6 Mrd Euro
Strategische Ausrichtung
- Afrika-Wachstum treibt Umsatz und Profitabilität; Three-Übernahme in Großbritannien sowie Telekom Romania stärken das internationale Profil
- Gegenwind durch Wechselkurseffekte belastet das Ergebnis
- Ausblick: Management strebt für das laufende Geschäftsjahr das obere Ende der EBITDA-Range an
Analysten-Einordnung
Analysten-Einordnung: Die ersten Reaktionen deuten darauf hin, dass Vodafone außerhalb Deutschlands deutliches Wachstum zeigt, Deutschland bleibe jedoch eine zentrale Hürde. JPMorgan sprach von einer leichten Enttäuschung, während Citibank die Belastung durch Verluste im deutschen Breitbandgeschäft betonte. Für Anleger bedeutet dies, dass das Auslandsgeschäft attraktiv bleibt, aber die kurzfristige Kursentwicklung stark von der deutschen Performance abhängt.
Fazit & Ausblick
Ausländische Wachstumsimpulse bleiben der Treiber für Umsatz und Profitabilität, während Deutschland weiter belastet. Die nächste Earnings-Veröffentlichung wird voraussichtlich im Frühjahr 2026 erfolgen, gefolgt vom Jahresbericht im Sommer. Wichtige Treiber für die Bewertung bleiben Wechselkurseffekte, der Cashflow aus dem Auslandsgeschäft und die Entwicklung in Deutschland. Anleger sollten zudem die Umsetzung der Three-Integration, den weiteren Cashflow-Delivery aus dem Ausland und mögliche Synergien beobachten.
