Starbucks hebt FY26-EPS-Ziel nach Q2-Beat: App-Upgrade, stärkere US-Komps – Analysten sehen Rückenwind

Starbucks Corp

Kurzüberblick

Starbucks hat nach einem starken zweiten Quartal seine Prognose für das laufende Fiskaljahr angehoben und dabei vor allem das Ergebniswachstum in den Mittelpunkt gestellt. Die Aktie notiert am 28.04.2026 bei 86,93 EUR und gewinnt seit Jahresbeginn bereits 19,71 %; am Tag der Meldung geht es zudem um 4,67 % nach oben.

Konkret meldete der Konzern für das 13-wöchige zweite Quartal (Ended March 29, 2026) einen GAAP-EPS-Wert von 0,45 US-Dollar und einen Non-GAAP-EPS-Wert von 0,50 US-Dollar. Beim Umsatz legte Starbucks auf konzernweit 9,5 Mrd. US-Dollar zu. Für Anleger entscheidend: Im Ausblick wurden sowohl die EPS-Spanne als auch die Zielmarke für das Wachstum der vergleichbaren Filialverkäufe angehoben – trotz weiterhin erhöhter Unsicherheit durch Zölle und teurere Kaffeepreise.

Marktanalyse & Details

Quartalszahlen: Wachstum bei Umsatz und Gewinn

Das Ergebnis wächst bei Starbucks in mehreren Ebenen gleichzeitig: Die konzernweiten Nettoumsätze stiegen um 9 % auf 9,5 Mrd. US-Dollar. Operativ zeigte sich das Geschäft in den Kennzahlen für vergleichbare Verkäufe (Comparable Store Sales): Global stiegen diese um 6,2 % – angetrieben durch höhere Transaktionszahlen (3,8 %) sowie einen höheren durchschnittlichen Bon (2,3 %).

  • GAAP EPS: 0,45 US-Dollar
  • Non-GAAP EPS: 0,50 US-Dollar (gemeldet nach oben, über dem Konsensniveau)
  • Umsatz: 9,5 Mrd. US-Dollar (+9 % ggü. Vorjahr)
  • Nordamerika Comparable Store Sales: +7,1 % (mehr Transaktionen und höherer Ticketwert)

Ausblick 2026: EPS-Spanne höher, Umsatzziel defensiver

Für das Fiskaljahr 2026 hob Starbucks die Zielspanne für das bereinigte EPS an: auf 2,25 bis 2,45 US-Dollar (vorher 2,15 bis 2,40). Zudem wurde das Ziel für das Wachstum der weltweiten und US-vergleichbaren Filialverkäufe auf 5 % oder mehr angehoben (vorher 3 % oder mehr). Gleichzeitig bleibt die Umsatzlogik bewusst vorsichtig: Starbucks sieht den Umsatz grob stabil (roughly flat) gegenüber dem Vorjahr.

Analysten-Einordnung: Die Kombination aus angehobener EPS-Spanne bei gleichzeitig relativ stabiler Umsatzsicht deutet darauf hin, dass der Konzern die operative Hebelung effizienter in Ergebnisqualität übersetzt. Für Anleger bedeutet das: Das Kursargument liegt weniger in einer aggressiven Umsatz-Story, sondern in der Erwartung, dass Margen- und Kostensteuerung sowie Produkt-/Mix-Effekte die Gewinnspanne stützen können. Gleichzeitig bleibt die Zielerreichung an das Tempo bei der Normalisierung von Inputkosten (v. a. Kaffee) und die Entwicklung der Konsumentennachfrage gekoppelt.

Operative Details: App-Planung, Rewards und steigende Frequenz

Stark betont wurde außerdem die Dynamik im digitalen Geschäft. Ab Mai führt Starbucks eine neue Funktion in der App ein, die Kunden die Zeit für die Abholung ihres Bestellvorgangs planen lässt. Das soll die Vorhersagbarkeit beim Mobile-Ordering erhöhen und damit die Bestellfrequenz weiter stabilisieren.

  • Neue App-Funktion: Kunden können ihren Abholzeitpunkt terminieren
  • Starbucks Rewards: Die neue 60-Punkte-Einlösung ist laut Konzernangaben die meistgenutzte Option und macht rund ein Drittel aller Einlösungen aus
  • Frequenzsignal: Seit dem Start im vergangenen Monat sehen die Verantwortlichen eine wachsende Zahl von Kunden, die vier oder mehr Mal pro Woche kommen

Geografie und Margen: Japan stark, International beeinflusst durch Accounting-Effekte

Auch regional gab es unterschiedliche Treiber. Japan überzeugte laut Konzernangaben mit einem außergewöhnlichen Vierteljahr, angeführt von einer Rekordwoche um Neujahr, starker Tourismuskraft sowie zusätzlichen Menü-Impulsen.

Bei den Internationalen Margen verweist Starbucks darauf, dass ein Teil der Expansion buchhalterisch beeinflusst war: Etwa die Hälfte der Margenverbesserung sei auf ein Held-for-Sale-Accounting im Zusammenhang mit Starbucks China zurückzuführen gewesen, das Store Operating Expenses und DNA um rund 118 Mio. US-Dollar im Quartal temporär reduziert habe.

Kosten, Zölle und Kaffee: Druck soll sich im zweiten Halbjahr abschwächen

Die Preis- und Kostenseite bleibt ein zentraler Risikofaktor. Starbucks macht klar, dass die Produkt- und Distributionssteigerungen sowohl auf Innovation und einen besseren Produktmix zurückgehen als auch auf Inflation. Letztere sei vor allem durch Zölle sowie erhöhte Kaffeepreise geprägt.

Der Konzern rechnet jedoch damit, dass dieser Gegenwind im zweiten Halbjahr des Fiskaljahres nachlassen wird – insbesondere angesichts der jüngsten Entwicklung der Kaffeepreise. Gleichzeitig betont Starbucks, dass der makroökonomische Kontext die Planungssicherheit für das operative Umfeld und das Konsumentenverhalten erhöht vorsichtig bleiben lässt.

USA: Lizenzierte Stores drehen, Airport-Volumen als Treiber

Ein weiteres Signal kommt aus den USA: Lizenzierte Standorte (licensed stores) kehrten wieder in den positiven Bereich der System-Comparable-Sales zurück – zum ersten Mal seit Q1 FY24. Als wesentliche Treiber nennt das Management Rekordvolumina an Flughäfen sowie Wachstum in weiteren konsumnahen, nicht zwingend alltäglichen Kategorien. Zusätzlich wird die Erholung im Retail- und Grocery-Umfeld hervorgehoben.

Fazit & Ausblick

Die jüngsten Starbucks-Updates liefern eine klare Botschaft: Die Ergebnisqualität steht im Fokus, und der Konzern schafft es, operative Fortschritte (insbesondere in der Frequenz- und Digitalhebelung) mit einer Kosten-/Margensteuerung zu verbinden. Für das weitere Kursbild ist entscheidend, ob sich die erwartete Entspannung bei Zöllen und Kaffeepreisen im zweiten Halbjahr tatsächlich durchsetzt.

Der nächste wichtige Prüfpunkt für Anleger ist die nächste Quartalsberichterstattung (Q3 FY26). Bis dahin dürfte das Management im Umfeld laufender Vertriebs- und Produktinitiativen besonders daran gemessen werden, wie stabil sich die Nachfrage und die Margenentwicklung unter einem weiterhin unsicheren Makrokontext zeigen.

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