Sierra Madre liefert 2025-Resultate: Umsatz und EBITDA positiv – Del Toro-Übernahme genehmigt, Phase-1-Start rückt näher

Sierra Madre Gold and Silver Ltd.

Kurzüberblick

Sierra Madre Gold and Silver hat am 28. April 2026 geprüfte Finanzergebnisse für das Gesamtjahr 2025 sowie das vierte Quartal vorgelegt. Für Anleger rückt damit vor allem zweierlei in den Fokus: Die operativen Kennzahlen verbesserten sich spürbar, zugleich treibt das Unternehmen die Kapazitätserweiterung bei La Guitarra planmäßig voran.

Parallel dazu meldete Sierra Madre die Genehmigung der Aktionäre für den Erwerb der Silbermine Del Toro. Der Deal steht jedoch weiterhin unter dem Vorbehalt der Zustimmung der TSX Venture Exchange sowie einer kartellrechtlichen Genehmigung in Mexiko; der Abschluss wird Mitte Mai 2026 erwartet. Zur Einordnung: Die Aktie notiert zur aktuellen Beobachtung bei 1,028 EUR (+0,98% am Tag), bleibt aber seit Jahresbeginn (-7,39%) unter Druck.

Marktanalyse & Details

Finanzdaten: Vom Testjahr in Richtung Vollbetrieb

Für 2025 nennt Sierra Madre einen Jahresnettoumsatz von (25,0 Mio. USD) sowie ein bereinigtes EBITDA von (6,03 Mio. USD). Damit dreht das Unternehmen nach dem Verlustjahr 2024 operativ in die schwarzen Zahlen: Der Reinertrag belief sich 2025 auf (8,13 Mio. USD) bzw. (0,05 USD je Aktie) – nach (Verlust) (4,08 Mio. USD) bzw. (-0,03 USD je Aktie) im Jahr 2024.

  • Umsatz 2025: 24,96 Mio. USD (Silber: 10,68 Mio. USD; Gold: 13,77 Mio. USD; zusätzliche Konzentratabrechnungen: 2,22 Mio. USD)
  • Verkäufe 2025: 271.204 Unzen Silber, 4.041 Unzen Gold; insgesamt 628.196 Unzen Silberäquivalent
  • Cash-Kosten: 27,90 USD je verkaufte Unze AgÄq (2024: 22,97 USD je AgÄq)
  • Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit: +4,09 Mio. USD (2024: (-3,65 Mio. USD))
  • Liquidität: 17,3 Mio. USD an liquiden Mitteln und kurzfristigen Anlagen per 31.12.2025

Wichtig für die Nachhaltigkeitsfrage: Im Reinertrag 2025 ist laut Unternehmen eine Erstattung von Ertragsteuern in Höhe von 6,1 Mio. USD enthalten. Für die operative Performance ist daher besonders das bereinigte EBITDA (6,03 Mio. USD) und die Entwicklung der Kostenbasis entscheidend.

Viertes Quartal 2025: Umsatzsprung bei steigender Profitabilität

Im vierten Quartal 2025 steigerte Sierra Madre den Nettoumsatz um (+40,5%) auf 8,32 Mio. USD (nach 5,92 Mio. USD im dritten Quartal). Der Bruttogewinn lag bei 3,72 Mio. USD (gegenüber 2,10 Mio. USD im Q3). Daraus ergibt sich rechnerisch eine Bruttogewinnmarge von rund 45% – ein Signal für bessere Erz-/Gehaltsqualität und einen fortgesetzten Anlauf der Produktion.

Auch die Quartalsentwicklung zeigt eine klare Dynamik: Die Umsatzkosten stiegen zwar nominal, gleichzeitig sank der Kostenansatz pro verkaufter Unze AgÄq im Verlauf gegenüber dem Vorquartal (Q4: 33,70 USD je AgÄq; Q3: 24,85 USD je AgÄq). Hier wird deutlich, dass nicht nur die Menge, sondern vor allem die Erlös- und Kostenstruktur zwischen den Quartalen variiert.

Kapazitätserweiterung La Guitarra & operative Baustellen

Ein zentraler Treiber für die nächsten Zahlen ist die zweistufige Kapazitätserweiterung bei La Guitarra. Phase 1 soll voraussichtlich bis Ende des zweiten Quartals 2026 abgeschlossen sein. Ziel ist eine Erhöhung der Nennkapazität von 500 tpd auf (750 bis 800 tpd).

  • Phase 1: Inbetriebnahme in der Pipeline; den Angaben zufolge Durchsatzsteigerung um etwa 50% und potenziell positive Skaleneffekte auf die Kosten
  • Phase 2: bis zum dritten Quartal 2027; Kapazität auf (1.200 bis 1.500 tpd) ausbauen
  • Technische Umsetzung: u. a. gebrauchte Aufbereitungskomponenten (Brecher, Kugelmühle) sowie ein Eindickungstank (800 tpd) mit Fertigstellung im Juni 2026

Parallel laufen Wachstumsschritte in den Abbauzentren Coloso und Nazareno, darunter beschleunigte Infrastruktur durch Umstellung auf einen Jumbo-Bohrer. Dies deutet darauf hin, dass Sierra Madre die Engpässe im Untertagebetrieb aktiv reduziert, statt die Produktion rein über höhere Tonnenzahlen zu treiben.

Del Toro: Aktionäre nicken ab – Abschluss bleibt termin- und genehmigungsabhängig

Die Aktionäre haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 28. April 2026 den Erwerb der Del Toro-Silbermine genehmigt. Für Anleger ist das ein Fortschritt im Genehmigungsprozess, allerdings bleibt der Deal nicht final: Erwartet werden noch die Zustimmung der TSX Venture Exchange sowie die kartellrechtliche Genehmigung in Mexiko. Der Abschluss soll Mitte Mai 2026 erfolgen.

  • Timing: Abschluss voraussichtlich Mitte Mai 2026
  • Struktur: Ausgabe von Aktien an First Majestic, mit Haltefrist (vier Monate und ein Tag ab Ausgabedatum)
  • Risiko bleibt: Ohne endgültige regulatorische Freigaben kann es zu Verzögerungen kommen

Analysten-Einordnung: Operativer Turnaround – aber Kosten und Einmalfaktoren genau prüfen

Dies deutet darauf hin, dass Sierra Madre 2025 den Schritt vom Restart hin zu einem stabileren Produktions- und Umsatzprofil geschafft hat: höhere sequenzielle Nettoumsätze, positives bereinigtes EBITDA und ein klarer Ausbaupfad bei La Guitarra. Für Anleger bedeutet das: Die Story wird weniger vom gehaltsgetriebenen Hoffnungskurs und stärker von der Frage getragen, ob Phase 1 bei La Guitarra die Stückkosten tatsächlich wie geplant senkt und die Produktionstabilität (Stromausfälle, Regenzeit) weiter verbessert.

Gleichzeitig bleiben zwei Punkte zu beachten: Erstens sind die Cash-Kosten von 22,97 USD (2024) auf 27,90 USD je AgÄq (2025) gestiegen – ein Kostendruck, der den operativen Hebel im laufenden Jahr begrenzen kann. Zweitens enthält der ausgewiesene Reinertrag eine hohe Steuer-Erstattung; für die Beurteilung der nachhaltigen Ertragskraft sind daher künftige Quartale ohne derartige Einmalfaktoren besonders wichtig.

Fazit & Ausblick

Die Mischung aus genehmigtem Del-Toro-Deal, einem klaren La-Guitarra-Expansionsfahrplan und verbesserten Quartalskennzahlen macht die nächsten Schritte zu den eigentlichen Werttreibern. Kurzfristig steht Mitte Mai 2026 der erwartete Abschluss der Del-Toro-Übernahme an. Parallel dürfte Ende Q2 2026 die Inbetriebnahme von Phase 1 bei La Guitarra den Durchsatz Richtung 750–800 tpd pushen – ein zentraler Test für die geplanten Skaleneffekte.

Für die mittlere Frist plant das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2026 Bohrungen im East District von La Guitarra über über 30.000 Meter. Bis dahin werden vor allem die nächsten Quartalsberichte zeigen, ob die Kostenbasis weiter sinkt und die Produktion trotz technischer und saisonaler Herausforderungen stabil bleibt.

Hinweise zu diesem Inhalt

Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.

Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.

Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

Goldesel Community

Jetzt kostenlos der Goldesel Community beitreten

  • Sichere dir kostenlosen Zugang zu täglichen Börseninfos
  • Deutschlands beste Trading-Community - Sei ein Teil von uns