ServiceNow im Bernstein-Ranking: Angst vor KI-Agenten als SaaS-Killer ist laut Analysten unbegründet

Kurzüberblick
Am 02.05.2026 haben Bernstein-Analysten die Sorge relativiert, KI-Agenten könnten herkömmliche SaaS-Anbieter mittel- bis langfristig verdrängen. In einem von ihnen erstellten Ranking nach KI-Chancen und -Risiken schneiden mehrere Unternehmenssoftware-Titel besonders gut ab: ServiceNow, Datadog und Atlassian führen die Liste an.
Für ServiceNow kommt die Einordnung zu einem Zeitpunkt, an dem der Kurs zuletzt nicht zulegte: Die Aktie notiert bei 77,44 EUR, die Tagesperformance liegt bei 0 %, während das laufende Jahr bislang einen deutlichen Rückgang von 40,86 % ausweist. Die Kernbotschaft der Analysten lautet dabei: KI ersetzt nicht pauschal SaaS, sondern schafft neue Einsatzfelder – gerade bei Workflows und unternehmensweiten Prozessketten.
Marktanalyse & Details
Was Bernstein konkret bewertet
Bernstein ordnet Unternehmen danach ein, wie gut sie aus heutiger Sicht von agentischer KI profitieren könnten und wie hoch das Risiko einer Substitution durch neue KI-Workflows ist. ServiceNow wird dabei als besonders gut positioniert gesehen – gemeinsam mit weiteren Schwergewichten der Software-Branche.
- Top-Platzierungen für ServiceNow im Bereich KI-Chancen und zugleich im Risikokorridor für potenzielle Disruption
- GitLab wird im Ranking langfristig als stärker gefährdet eingeordnet
- Grundidee: KI-Agenten werden als Erweiterung bestehender Software-Landschaften verstanden, nicht als automatischer Ersatz
Warum das für ServiceNow mehr als nur ein Kommentar ist
Die Bedeutung für ServiceNow liegt vor allem in der Marktlogik: Wenn Unternehmen KI-Agenten nicht als isoliertes Tool betrachten, sondern als Bestandteil ihrer operativen Systeme, steigen die Anforderungen an Orchestrierung, Integrationen und Prozesssteuerung. Genau dort bewegen sich Anbieter, deren Stärke auf Plattform- und Workflow-Fähigkeiten beruht.
Für Anleger ist die Relevanz zudem auch kursseitig: Nach einem YTD-Rückgang von 40,86 % ist die Erwartungshaltung am Markt häufig sensibel gegenüber Narrativen, die entweder neue Wachstumsschübe nahelegen oder bestehende Sorgen bestätigen. Dass Bernstein die Substitutionsangst als unbegründet einordnet, kann das Sentiment stützen – auch wenn ein einzelnes Research-Update kurzfristig selten ausreicht, um einen großen Trend umzudrehen.
Analysten-Einordnung
Dies deutet darauf hin, dass sich der Fokus im SaaS-Sektor von der Frage Shift zu KI-Killern hin zu der Frage verlagert, wer KI sinnvoll in bestehende Unternehmensprozesse einbetten kann. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird weniger sein, ob KI-Agenten generell kommen, sondern wie schnell und nachhaltig sich damit messbare Kundenwerte erzeugen lassen – etwa über zusätzliche Use-Cases, höhere Automatisierungsgrade und stabilere Umsatzerneuerungsraten.
Gleichzeitig bleibt das Risiko real, dass sich agentische Funktionen schneller als erwartet über verschiedene Anbieter hinweg angleichen könnten. Deshalb sollten Investoren in den nächsten Quartalen besonders auf Guidance, Produktadoption und kundenbezogene Kennzahlen achten – denn dort entscheidet sich, ob die Chancen aus dem Ranking auch in Zahlen übersetzen.
Fazit & Ausblick
Bernsteins Einordnung stützt das Bild, dass ServiceNow im KI-Zeitalter eher als Enabler für agentische Workflows profitiert als als potenzielles Opfer. Für die weitere Kursentwicklung dürfte es nun darauf ankommen, ob das Management die KI-Erzählung mit greifbaren Ergebnissen unterlegt.
Als nächste Wegmarken sind vor allem die nächsten Quartalszahlen inklusive Ausblick, sowie Updates zur konkreten Umsetzung agentischer Funktionen in der Now-Plattform relevant.
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