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adidas AG

Modebranche schwächelt 2025: Strümpfe legen zu, Nearshoring stärkt Adidas & Co.

Kurzüberblick

Die deutsche Modeindustrie kämpft 2025 mit globalen Krisen, Lieferkettenproblemen und verhaltener Nachfrage. Die Gesamterlöse der Bekleidungsbranche sanken nominal um 1,4% auf 6,5 Milliarden Euro. Im Inland fiel der Umsatz um 2,1%. Strümpfe legten um rund 4% zu, Arbeits- und Berufsbekleidung wuchsen um 3,3%; die Kategorie sonstige Oberbekleidung verzeichnete einen zweistelligen Verlust, während Anzüge und Kleider deutlich nachgaben. In den USA wurde trotz Handelshemmnissen ein Umsatzplus von knapp 4% erreicht. Wichtigste Exportmärkte bleiben Polen, Schweiz und Österreich.

Die Branche beobachtet zudem den Trend zum Nearshoring: Produktion in nahegelegenen Ländern soll Kosten senken und Lieferzeiten verkürzen. Zunehmend starke Zuwächse verzeichneten nordafrikanische Standorte (Ägypten, Tunesien, Marokko) sowie Portugal bei Importen. Adidas gehört zu den rund 350 Mitgliedern des Branchenverbands, der das Umfeld maßgeblich prägt.

Marktanalyse & Details

Finanzdaten

Im Jahr 2025 sanken die Gesamterlöse der deutschen Bekleidungsindustrie nominal um 1,4% auf 6,5 Milliarden Euro. Die Inlandsumsätze fielen um 2,1%. Strümpfe legten um 4% zu, Arbeits- und Berufsbekleidung wuchsen um 3,3%; die Kategorie sonstige Oberbekleidung verzeichnete minus 2,2%. Anzüge und Kleider verzeichneten im Jahresverlauf zweistellige Verluste.

  • Auslandsgeschäft: minus 0,5% insgesamt
  • Anzüge: minus 13,8% (Export)
  • Kleider: minus 10,6% (Export)
  • USA: Umsatzplus ca. 4% trotz Zollproblemen
  • Wichtigste Exportmärkte: Polen, Schweiz, Österreich

Strategische Ausrichtung

Der Trend zum Nearshoring setzt sich fort: Produktion nahegelegener Länder wird als Weg gesehen, Kosten zu senken und Lieferketten robuster zu gestalten. 2025 verzeichneten nordafrikanische Standorte (Ägypten, Tunesien, Marokko) sowie Portugal deutliche Zuwächse bei Importen.

Importländer bleiben China, Bangladesch und die Türkei. Der Wandel von reiner Anlassbekleidung hin zu modischeren, aber funktionalen Produkten prägt die Branche.

Analysten-Einordnung

Analysten-Einordnung: Die Entwicklung deutet darauf hin, dass der Kostendruck in Lieferketten auch 2026 anhält. Für Anleger bedeutet dies, dass Unternehmen mit stärker lokaler oder nahegelegener Produktion tendenziell bessere Margen erhalten könnten. Strümpfe bleiben ein robuster Umsatztreiber, während Anzüge und Kleider weiter unter Druck stehen. Adidas, als größerer Branchenakteur und Mitglied des Verbandes, könnte von einer verstärkten Nearshoring-Strategie profitieren, sofern Preis- und Logistikkosten im Gleichgewicht bleiben.

Fazit & Ausblick

Für 2026 rechnen Experten mit fortgesetztem Gegenwind durch Inflationsdruck, geopolitische Spannungen und steigende Logistikkosten. Ein stabileres Preisgefüge, weitere Justierungen in der Lieferkette und eine fortgesetzte Nearshoring-Bewegung könnten die Margen stabilisieren, vor allem in Segmenten wie Strümpfen.

Wichtige Termine: Die kommenden Quartals- bzw. Jahreszahlen der großen Modekonzerne, darunter Adidas, sowie Branchenberichte stehen im Kalender. Diese Ergebnisse liefern Indikatoren dafür, wie robust die Segmentlinien Strümpfe vs. Anzüge/Kleider in der Breite über das Jahr 2026 hinweg bleiben.