Mercedes-Benz: Verkäufe fallen, EY warnt vor Margendruck, UBS senkt Kursziel auf 57 €

Mercedes-Benz Group AG

Kurzüberblick

Mercedes-Benz hat im ersten Quartal 2026 weniger Autos und Vans verkauft: Insgesamt gingen 499.700 Einheiten über den Ladentisch, 6% weniger als im Vorjahr. Dabei rutschte der Pkw-Absatz auf 419.400 (-6%) – vor allem wegen eines starken Rückgangs in China (-27%). Ohne China verzeichnete Mercedes im Pkw-Geschäft dagegen +5%; Vans sanken um 3% auf 80.300.

Parallel liefern Analysten neue Einordnungen: Eine EY-Analyse sieht bei den deutschen Autobauern 2025 Umsatz, operatives Ergebnis und Absatz im internationalen Vergleich schwächer – mit deutlichem Druck auf die Profitabilität. Zudem hat die UBS das Kursziel für Mercedes-Benz von 58 auf 57 Euro gesenkt und bleibt bei Neutral.

Marktanalyse & Details

Absatzrutsch im ersten Quartal – China als Schlüsselrisiko

Die Zahlen unterstreichen eine klare Schwerpunktsetzung: Das Minus im Gesamtabsatz erklärt sich wesentlich durch die Entwicklung in China. Mercedes verweist zugleich auf neue Modelle und sieht bessere Absatzaussichten in China in den kommenden Quartalen.

  • Gesamt: 499.700 Pkw & Vans (-6%)
  • Pkw: 419.400 (-6%), davon China -27%
  • Pkw ohne China: +5%
  • Vans: 80.300 (-3%)

Für Anleger ist entscheidend, ob die vom Unternehmen angeführten Modellimpulse in China bereits im nächsten Berichtszeitraum sichtbar werden – oder ob der Absatzrückgang eher zu einem längeren Anpassungszyklus wird.

EY-Analyse: Abschreibungen und Kosten bremsen die Ertragskraft

EY ordnet die Lage über alle deutschen Hersteller hinweg ein: Laut Analyse liegen BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen 2025 bei Umsatz, operativem Ergebnis und Absatz hinter der internationalen Konkurrenz. Dabei nennt EY als Treiber eine schwächere E-Auto-Nachfrage, milliardenschwere Abschreibungen sowie hohe Standortkosten. Für den Branchenvergleich nennt EY für die deutschen Hersteller einen Umsatzrückgang von -4,1%, während der weltweite Markt +0,6% verzeichnet haben soll. Beim EBIT beziffert EY den Rückgang mit rund 44%.

EY verweist zudem auf mögliche Gegenmaßnahmen wie bilanzielles Reinemachen und Sparprogramme, die künftig die Margen stützen könnten.

Analysten-Einordnung: Warum UBS trotz Hoffnung bleibt

Die Kombination aus Absatzdruck (insbesondere in China), dem von EY beschriebenen Margendruck durch Abschreibungen und Kosten sowie die UBS-Entscheidung für ein neutrales Rating deutet darauf hin, dass der Markt derzeit noch keine durchgängig belastbare Stabilisierung der Ertragskraft einpreist. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem: Entspannung ist zwar möglich, aber die Belege werden in den nächsten Quartalen gebraucht – insbesondere bei Margenentwicklung und bei der Frage, ob neue Modelle in China tatsächlich zu einem tragfähigen Nachfrageimpuls führen. In einem solchen Umfeld fällt Kurs-Phantasie häufig erst dann stärker aus, wenn Kennzahlen zu Kosten, Abschreibungen und Ergebnis pro Stück wieder klarer positiv überraschen.

Kurszielanpassung der UBS: Neutral bleibt, Upside wirkt begrenzt

Die UBS hat das Kursziel für Mercedes-Benz von 58 auf 57 Euro reduziert und bleibt bei Neutral. Solche Anpassungen sind meist weniger eine Aussage über die langfristige Marke als vielmehr ein Signal, dass kurzfristig entweder die Ergebnisdynamik hinter den Erwartungen liegt oder das Risikoprofil (z. B. China, Kostenstruktur, EV-Nachfrage) höher eingeschätzt wird.

Fazit & Ausblick

Mercedes-Benz startet mit einem klaren Signal: Der Absatzrückgang im ersten Quartal wird vor allem durch China getrieben, während das Unternehmen auf Modellfortschritte setzt. Gleichzeitig mahnen Branchenanalysen wie die von EY, dass die Ertragsseite weiterhin unter Druck steht – getrieben durch Nachfrage- und Kostenfaktoren.

Beim nächsten Quartalsbericht werden Anleger besonders darauf achten, ob die erwartete Verbesserung in China bereits in Kennzahlen zu Bestellungen, Absatzmix und Margen sichtbar wird. Bis dahin bleibt die Entwicklung ein Balanceakt zwischen Absatzbelebung und Kosten-/Ertragsdisziplin.

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