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MBB SE

MBB erhöht Basisdividende auf 1,21 € nach 2025-Zuwachs: 2026-Umsatz 1,1–1,2 Mrd. € in Aussicht

Kurzüberblick

MBB SE hat am 31.03.2026 seine endgültigen Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt und dabei den Aktionären eine Erhöhung der Basisdividende auf 1,21 Euro je Aktie in Aussicht gestellt. Die Abstimmung soll auf der Hauptversammlung am 03.06.2026 erfolgen. Nach einem sehr starken Jahresergebnis bleibt das Unternehmen für 2026 dennoch vorsichtig.

Konkret meldet MBB für 2025 einen Umsatz von 1,17 Milliarden Euro (Vorjahr 1,07 Mrd. Euro) sowie ein bereinigtes EBITDA von 216,9 Millionen Euro (plus 46 Prozent) bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 18,6 Prozent. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern Erlöse zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro und eine EBITDA-Marge von 15 bis 18 Prozent.

Marktanalyse & Details

Operative Entwicklung 2025: Marge springt deutlich

Die Ergebnisdynamik fällt im Jahresvergleich klar positiv aus: Während der Umsatz um fast 10 Prozent zulegte, stieg das bereinigte EBITDA überproportional um 46 Prozent. Besonders hervorgehoben werden die Beiträge der Beteiligungen Friedrich Vorwerk und DTS.

  • Umsatz 2025: 1,17 Mrd. Euro (plus fast 10 Prozent)
  • bereinigtes EBITDA 2025: 216,9 Mio. Euro (plus 46 Prozent)
  • bereinigte EBITDA-Marge: 18,6 Prozent (nach 14,0 Prozent im Vorjahr)
  • Nettoergebnis: rund 51 Mio. Euro (plus gut ein Drittel)

Finanzlage: Hohe Nettoliquidität schafft Spielraum

Auch bilanziell wirkt das Bild stabil: Die Nettoliquidität der Gruppe lag zum Stichtag 763,8 Millionen Euro (31.12.2024: 553,9 Mio. Euro). Davon entfallen 373,6 Millionen Euro auf die Holding MBB SE (31.12.2024: 280,8 Mio. Euro).

Für Anleger ist das relevant, weil die Kombination aus steigender Profitabilität und hoher Nettoliquidität die Kontinuität der Ausschüttung stützt und gleichzeitig Investitionen oder Zu- und Umbauvorhaben in den Beteiligungen erleichtert.

Dividende: 16. Erhöhung in Folge

Vor dem Hintergrund des positiven Jahresverlaufs will der Verwaltungsrat der Hauptversammlung eine Basisdividende von 1,21 Euro je Aktie zur Abstimmung vorlegen. Damit setzt MBB die Erhöhung der Basisdividende zum 16. Mal in Folge fort.

Im Vergleich zeigt sich ein wichtiger Kontext: Im Vorjahr hatte es neben der Basisdividende (1,11 Euro) auch eine Sonderdividende gegeben. Für das laufende Jahr bleibt damit die Frage, wie stark sich die Ausschüttung künftig aus der operativen Entwicklung speist, statt aus Sondereffekten.

2026-Ausblick: Spanne signalisiert Normalisierung

Für 2026 erwartet MBB einen Umsatz von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen 15 und 18 Prozent liegen. Angesichts der 2025er Marge von 18,6 Prozent deutet die Bandbreite darauf hin, dass das Unternehmen für 2026 keine Fortsetzung auf dem absoluten Höchstniveau unterstellt.

Analysten-Einordnung: Die vorsichtige Prognose wirkt weniger wie eine Belastung als vielmehr wie ein bewusst breiter Sicherheitskorridor nach dem sehr starken 2025. Für Anleger bedeutet das: Wer primär auf Ergebnis- und Dividendenstabilität setzt, bekommt Unterstützung durch die hohe Nettoliquidität und die konsequente Basisdividendenpolitik. Gleichzeitig sollte man die erwartete Marge als Hinweis auf mögliche Normalisierung interpretieren – der Markt könnte daher stärker auf die Entwicklung in den einzelnen Beteiligungen schauen als nur auf die Umsatzkennzahl.

Fazit & Ausblick

MBB zeigt sich nach dem 2025er Ergebnisaufschwung finanziell gestärkt und hält an seiner Ausschüttungsstrategie fest. Der 2026er Ausblick mit sinkender Zielmarge im Vergleich zum Spitzenwert von 2025 spricht für Umsicht, dürfte aber zugleich die Planbarkeit für konservativ orientierte Investoren erhöhen.

Nächster wichtiger Termin: Hauptversammlung am 03.06.2026, auf der über die Basisdividende von 1,21 Euro je Aktie entschieden wird.