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INTERSHOP Communications AG

Intershop 2025: Umsatz sinkt, EBIT im Minus; Cloud-Wachstum stabil; CEO-Vertrag bis 2029 verlängert

Kurzüberblick

Wer: Intershop Communications AG, mit Sitz in Jena. Was: veröffentlicht vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2025, darunter Umsatz von 33,3 Mio. EUR und ein EBIT von -2,8 Mio. EUR. Cloud-Umsatz liegt bei 20,5 Mio. EUR und macht 62% des Gesamtumsatzes aus; Großprojekte im Servicebereich belasten die Profitabilität. Wann/Ort: Meldung am 18. Februar 2026, standortbezogen in Deutschland. Warum: Der Fokus liegt auf Cloud-First- und Partner-First-Strategie sowie Kostensenkungsmaßnahmen, um 2026 ein ausgeglichenes EBIT zu erreichen. Zusätzlich verlängerte der Aufsichtsrat den Vertrag des CEO Markus Dränert bis zum 31. März 2029.

Ausblick: Der vollständige Jahresabschluss 2025 wird Mitte März 2026 vorgelegt; weitere Updates zu Cloud-Auftragseingang und Net New ARR werden folgen. Die zentrale Erzählung bleibt der Übergang zu wiederkehrenden Cloud-Einnahmen und der Kostensenkungsagenda, die die Profitabilität tragen soll.

Marktanalyse & Details

Finanzdaten 2025

  • Umsatz: 33,3 Mio. EUR (2024: 38,8 Mio. EUR)
  • Cloud-Umsatz: 20,5 Mio. EUR; Cloud-Anteil: 62% des Gesamtumsatzes
  • Cloud-Auftragseingang: 21,7 Mio. EUR; ARR stabil bei 20,1 Mio. EUR
  • Net New ARR: 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 2,7 Mio. EUR); Währungs-Effekte senken Net New ARR auf 24 TEUR
  • EBIT: -2,8 Mio. EUR; EBITDA: 0,5 Mio. EUR; Ergebnis nach Steuern: -3,2 Mio. EUR; EPS: -0,21 EUR
  • Bruttoergebnis: 14,7 Mio. EUR; Bruttomarge: 44%
  • Aufwendungen: F&E 7,2 Mio. EUR (+8%); Vertrieb/Marketing 6,3 Mio. EUR (-15%); Allgemeine Verwaltung 3,2 Mio. EUR (-4%)
  • Einmalaufwendungen Personalabbau: 0,9 Mio. EUR
  • Bilanzsumme: 33,3 Mio. EUR; Eigenkapitalquote: 36%; gezeichnetes Kapital: 19,0 Mio. EUR
  • Liquide Mittel: 8,8 Mio. EUR; weltweite Belegschaft: 224

Strategische Ausrichtung

  • Cloud-First-Strategie: Cloud-Umsatz 62% des Gesamtumsatzes; Cloud ARR 20,1 Mio. EUR; Cloud-Auftragseingang 21,7 Mio. EUR
  • Partner-First-Strategie: Realisierung neuer Projekte zunehmend über Partnernetzwerk
  • Technologie: Weiterentwicklung der Plattform zu einer Agentic B2B-Commerce-Lösung
  • Kostensenkung: Maßnahmen stabilisieren die Kostenbasis; 2026 soll ein ausgeglichenes EBIT erreicht werden

Vertrag & Governance

  • Vertragsverlängerung: CEO Markus Dränert bis 31. März 2029
  • Führung: CFO Petra Stappenbeck an Bord; Dränert seit Sept 2025 CEO

Ausblick 2026

  • Umsatz: leichter Rückgang gegenüber Vorjahr
  • Cloud-Auftragseingang & Net New ARR voraussichtlich auf Vorjahresniveau
  • EBIT: erwartet ausgeglichenes Ergebnis durch Kostensenkungsmaßnahmen
  • Vollständiger Konzernabschluss Mitte März 2026; vorläufige Zahlen bleiben gültig

Analysten-Einordnung: Die Zahlen deuten darauf hin, dass Intershop den Kurs auf Cloud-getriebenheit und Kostenreduktion fortsetzt. Der operative Verlust 2025 ist teils Großprojekten geschuldet; deren Abnahme in 2026 könnte die Profitabilität verbessern, sofern Cloud-Aufträge stabil bleiben. Für Anleger bedeutet dies, dass die Stabilisierung der Cloud-Einnahmen und die Umsetzung der Partner-First-Strategie ausschlaggebend bleiben. Die Bilanz bleibt robust dank einer Eigenkapitalquote von 36% und einer Kapitalerhöhung; dennoch bleibt das Geschäftsmodell zyklisch, weshalb operative Risiken bestehen.

Fazit & Ausblick

Intershop positioniert sich weiter als Cloud-getriebene B2B-Commerce-Plattform und setzt auf Kostensenkung, um ein ausgeglichenes EBIT zu erreichen. Der Übergang von Lizenzen und Wartung zu wiederkehrenden Cloud-Einnahmen könnte mittelfristig zu stabileren Profitabilitätskennzahlen führen, bleibt aber von Großprojekten abhängig. Die Cloud-Strategie bleibt der zentrale Treiber, während operative Kosten weiter gesenkt werden.

Wichtige Termine: der vollständige Jahresabschluss wird Mitte März 2026 veröffentlicht; danach folgen Updates zum Cloud-Auftragseingang sowie Net New ARR. Anleger sollten die Umsetzung der Kostensenkungsmaßnahmen, die Entwicklung des Cloud-Geschäfts und die Realisierung der Partner-First-Strategie aufmerksam verfolgen.