HomeToGo-Aktie unter neuer Analystenbilanz: Deutsche Bank-Kursziel 2,50 EUR, Montega 3,20 EUR

Kurzüberblick
HomeToGo setzt nach dem Geschäftsbericht 2025 konsequent auf die nächste Phase der Konzernstrategie: die vollständige Integration von Interhome sowie das weitere Wachstum im B2B-Geschäft (HomeToGo_PRO). Der Ausblick für 2026 liegt dabei klar auf Profitabilitätswachstum ausgerichtet – gleichzeitig belasten einmalige, nicht zahlungswirksame Wertminderungen das ausgewiesene Ergebnis.
Während das Management die Ziele für 2026 bestätigt, treffen die Aktie zusätzliche Impulse aus der Analystenwelt: Montega aktualisierte am 20.03.2026 das Kursziel für HomeToGo auf 3,20 EUR (Empfehlung: Kaufen). Am 24.03.2026 folgte eine Anpassung bei Deutsche Bank Research mit einem gesenkten Kursziel von 2,50 EUR bei weiterhin Kauf-Einstufung.
Marktanalyse & Details
Geschäftsjahr 2025: Wachstum – aber Ergebnis mit Sondereffekten
Die geprüften Kennzahlen unterstreichen die operative Skalierung: Die IFRS-Umsatzerlöse stiegen 2025 auf 255,5 Mio. EUR (+20,3% im Vorjahresvergleich). In einer Pro-forma-Sicht (unter Annahme der Interhome-Konsolidierung ab 01.01.2025) erreichte die Gruppe 394,3 Mio. EUR (+2,9%).
Beim bereinigten EBITDA zeigt sich ebenfalls eine robuste Entwicklung: Es lag statutarisch bei 13,2 Mio. EUR (Pro-forma: 42,0 Mio. EUR) und damit leicht über der zuvor kommunizierten Spanne. Gleichzeitig fiel das Nettoergebnis wegen nicht-zahlungswirksamer Wertminderungen deutlich schwächer aus.
- Wertminderungen gesamt: 60,2 Mio. EUR (nicht zahlungswirksam)
- Bezug zur strategischen Neuausrichtung: Abschreibungen auf das B2C-Marktplatzsegment sowie Wertminderung bei e-domizil im Zuge der Verschmelzung
Für Anleger ist an dieser Stelle entscheidend: Die Belastung erscheint im IFRS-Ergebnis, verändert aber nicht direkt den Liquiditätsstatus – und HomeToGo betont, dass es sich um einmalige Sondereffekte handelt.
Ausblick 2026: Management erwartet deutlichen EBITDA-Sprung
Der laufende Fokus bleibt operativ: Die Guidance sieht für 2026 IFRS-Umsatzerlöse zwischen 400 und 410 Mio. EUR vor. Das entspricht einem Wachstum von mehr als 55% auf statutarischer Basis gegenüber 2025 (255,5 Mio. EUR).
Beim bereinigten EBITDA erwartet das Unternehmen 45 bis 47 Mio. EUR. Damit soll sich die Profitabilität – rechnerisch stark durch die Veränderung der Konzernstruktur und die Integrationseffekte geprägt – deutlich beschleunigen (mehr als +240% im Vorjahresvergleich auf statutarischer Basis).
- Umsatz 2026: 400–410 Mio. EUR
- bereinigtes EBITDA 2026: 45–47 Mio. EUR
- Relevante Unsicherheit: makroökonomische Lage (u.a. Nahost-Konflikt) sowie Devisenvolatilität, besonders CHF/EUR
Strategische Hebel: Interhome-Synergien, HomeToGo_PRO, Marken & AI
Im Mittelpunkt steht die Umsetzung der fünf strategischen Säulen für 2026:
- Interhome-Kostensynergien: vollständige Realisierung der initialen Synergien von 10 Mio. EUR auf annualisierter Basis (Management berichtet: 5 Mio. EUR bis Jahresende 2025 bereits realisiert)
- HomeToGo_PRO-M&A: weiteres Wachstum organisch und anorganisch – unterstützt durch einen Finanzierungsrahmen aus der jüngsten Anleiheemission von 200 Mio. EUR
- Markenharmonisierung: Effizienz und Sichtbarkeit durch Zusammenführung der Markenlandschaft, inklusive Roll-out der Dachmarke HomeToGo Originals
- Operative Exzellenz im Marktplatz: Margenverbesserung über steigende Marketingeffizienz
- AI-Führungsposition: Innovationstempo zur Stärkung der AI-gestützten Reiseplattform
Parallel stärkt HomeToGo die Kapitalbasis: Die Gruppe nennt eine Liquidität von 91,6 Mio. EUR zum Jahresende 2025 sowie eine Optimierung der Kapitalstruktur durch einen besicherten Nordic Bond über 105 Mio. EUR. In der Kommunikation wird zudem ein zusätzlicher Cash-Flow-Effekt durch die Ablösung eines Bankkredits in 2026 und 2027 von rund 84 Mio. EUR beschrieben.
Analysten-Einordnung: Warum die Kursziele auseinanderlaufen
Analysten-Einordnung: Dass Montega trotz reduziertem Kursziel (von 3,50 auf 3,20 EUR) die Kaufempfehlung beibehält, deutet darauf hin, dass das Bewertungsmodell die Transformation zwar mittlerweile vorsichtiger bepreist, das operative Ertragspotenzial im Kern aber weiterhin für erreichbar hält. Gleichzeitig zeigt das deutlich niedrigere Kursziel von Deutsche Bank Research (2,50 EUR) eher eine andere Risikoannahme: In der Bewertung spielen insbesondere die Ausführungsqualität der Interhome-Integration, die Entwicklung der Deviseneffekte (CHF/EUR) sowie die konkrete Zeitschiene für zusätzliche Synergien (Management nennt stärkere Dynamik erst ab 2028) eine größere Rolle.
Für Anleger bedeutet das: Der eigentliche Prüfstein ist weniger die kurzfristige IFRS-Ergebnisvolatilität durch einmalige Wertminderungen, sondern die Frage, ob die bereinigte Ergebnisverbesserung in 2026 in einer Weise sichtbar wird, die mit dem angehobenen EBITDA-Ziel-Cluster kompatibel ist. Wer in HomeToGo investiert, sollte daher besonders auf Fortschritte bei Kostensynergien, Marketingeffizienz im Marktplatz und den Skalierungserfolg im B2B-Segment HomeToGo_PRO achten.
Fazit & Ausblick
HomeToGo positioniert 2026 als Jahr der operativen Transformation: Die Umsatzdynamik soll über die Integrationseffekte und die stärkere B2B-Ausrichtung getragen werden, während das bereinigte EBITDA deutlich zulegen soll. Gleichzeitig bleibt die Ergebniswahrnehmung durch nicht zahlungswirksame Wertminderungen verzerrt – entscheidend ist daher, ob sich die erwartete Profitabilitätskurve auch in den Quartalsverläufen bestätigt.
Als nächste Wegmarke stehen die vollständige Realisierung der Interhome-Kostensynergien bis Ende 2026 im Fokus. Weitere Synergieimpulse erwartet das Management hingegen erst ab 2028. Bis dahin wird die Aktie vor allem daraufhin bewertet, wie belastbar die Umsetzung der Roadmap ist – trotz makroökonomischer Unsicherheiten und möglicher Währungseffekte.
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