Hellofresh Aktie: Jefferies senkt Kursziel auf 4,70 Euro, Analysten bleiben uneins
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Jefferies senkt am 6. November das Kursziel für Hellofresh von 8,35 auf 4,70 Euro und bestätigt „Buy“.
- Auch UBS, Metzler und Barclays reduzieren ihre Kursziele; ihre Einstufungen reichen von „Neutral“ bis „Underweight“.
- Im dritten Quartal sank der Umsatz um knapp zehn Prozent, während das bereinigte EBITDA dank geringerer Marketingausgaben stieg.
- Die Hellofresh-Aktie notierte zuletzt bei 2,977 Euro und lag am Handelstag 8,65 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Deutliche Kurszielsenkungen trotz unterschiedlicher Einschätzungen
Jefferies kappte das Kursziel für Hellofresh am Freitag von 8,35 auf 4,70 Euro, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Damit steht die Bank deutlich optimistischer da als Barclays: Das Institut senkte sein Ziel von 3,10 auf 2,80 Euro und bewertet die Aktie mit „Underweight“.
Auch UBS und Metzler schraubten ihre Erwartungen zurück. Die UBS reduzierte das Kursziel von 3,60 auf 3,30 Euro und blieb bei „Neutral“. Metzler senkte es von 3,75 auf 3,55 Euro; die Einstufung lautet weiterhin „Hold“. Die aktuellen Kursziele spannen somit eine breite Erwartung von 2,80 bis 4,70 Euro auf.
Umsatzrückgang trifft auf Kosteneffekt
Der unterschiedliche Blick der Analysten fällt in eine Phase, in der Hellofresh operativ ein gemischtes Bild liefert. Im dritten Quartal ging der Umsatz im Jahresvergleich um knapp zehn Prozent auf 1,43 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte EBITDA legte dagegen um mehr als ein Drittel auf 54,4 Millionen Euro zu. Als wesentlichen Treiber nannte das Unternehmen geringere Marketingausgaben; die Nachfrage nach Kochboxen und Fertiggerichten blieb schwach.
Hellofresh bestätigte die bereits gesenkte Jahresprognose: Währungsbereinigt wird weiterhin ein Umsatzrückgang von 9 bis 11 Prozent erwartet. Das bereinigte EBITDA soll bei 350 bis 370 Millionen Euro liegen.
Analysten-Einordnung: Der höhere operative Gewinn ist zunächst kein eindeutiger Beleg für eine nachhaltige Nachfragewende, weil er wesentlich aus niedrigeren Marketingkosten resultiert. Dies deutet darauf hin, dass die zentrale Bewährungsprobe darin besteht, Kunden zu gewinnen und zugleich stabile Barmittelzuflüsse zu erzielen. Für Anleger bedeutet die große Spanne der Kursziele, dass die Bewertung stark davon abhängt, ob Hellofresh die Nachfrage stabilisieren kann, ohne die erreichten Kosteneinsparungen wieder aufzugeben.
Aktienkurs unter Druck
Zum Kurszeitpunkt am Freitagabend kostete die Aktie 2,977 Euro. Das entsprach einem Tagesminus von 8,65 Prozent; seit Jahresbeginn hatte der Titel 51,55 Prozent verloren. Die Kurszielsenkungen treffen damit auf einen bereits deutlich gefallenen Aktienkurs. Die unterschiedlichen Ratings zeigen zugleich, dass die Analysten die Chancen einer Erholung unterschiedlich gewichten.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen nun die Nachfrageentwicklung und die Qualität des Gewinns: Entscheidend wird sein, ob Hellofresh Umsatz und Kundenbasis stabilisieren und dabei verlässlich Barmittel erwirtschaften kann. Bis zum nächsten Geschäftsbericht dürften Anleger besonders darauf achten, ob die bestätigte Jahresprognose erreichbar bleibt und die operative Verbesserung über geringere Marketingausgaben hinaus Bestand hat.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.