
HelloFresh-Aktie fällt nach DZ-Bank-Update: Ziel 5 EUR, Analysten warnen vor 2026
Kurzüberblick
HelloFresh SE rückt in den Fokus der Anleger, nachdem DZ Bank das Kursziel der Aktie auf 5 Euro gesenkt und die Einstufung auf Hold belassen hat. Die Anpassung erfolgte am 13. Februar 2026 und erfolgt vor der erwarteten Veröffentlichung der Jahreszahlen 2025 am 18. März 2026. Die Reaktion der Märkte blieb volatil, die Aktie bewegt sich weiterhin in der Nähe von Rekordtiefständen.
Die vorläufigen Eckdaten für 2025 zeigen einen Umsatzrückgang von 11,8% auf 6,76 Mrd. Euro; währungsbereinigt lag der Rückgang bei rund 9%. Das bereinigte EBITDA stieg um 6% auf 423 Mio. Euro, währungsbereinigt +14%. Extreme Wetterbedingungen im Januar 2026 belasteten Auslieferungen und Profitabilität in wichtigen Märkten in Europa und den USA.
Marktanalyse & Details
Finanzdaten 2025
Die Jahresbilanz 2025 deutet auf anhaltenden Druck im Umsatz hin, während die Profitabilität durch Sparmaßnahmen gestützt wird.
- Umsatz 2025: 6,76 Mrd. € (-11,8% zum Vorjahr)
- Währungsbereinigter Umsatz: ca. -9%
- Bereinigtes EBITDA 2025: 423 Mio. €, +6% (währungsbereinigt +14%)
- Vollständige Ergebnisse und 2026‑Prognose am 18. März 2026
Strategische Ausrichtung
Die strategische Ausrichtung konzentriert sich weiter auf Kostenkontrolle und eine möglichst stabile Umsatzentwicklung. Zugleich wirken sich Marktanpassungen aus, darunter der Rückzug aus Italien und Maßnahmen in Spanien, auf das operative Profil aus.
- Italien: Rückzug aus dem Markt
- Spanien: kollektives Kündigungsverfahren eingeleitet
- Fortführung des Effizienzprogramms; Kostenkontrolle bleibt zentral
Analysten-Einordnung: Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass HelloFresh noch erhebliche Hürden bei der Umsatzstabilisierung hat. Dies deutet darauf hin, dass erst belastbare Belege für eine nachhaltige Kundengebindung eine positives Signal geben würden. Felix Dennl vom Metzler betont, dass der Umsatzrückgang im Kochboxensegment im vierten Quartal 2025 weiter bestand und die Erholung im Bereich Fertiggerichte die Ziele verfehlte; erst wenn klare Belege für eine mittel- bis langfristige Kundenbindung vorliegen, könnte eine Aufwärtsbewertung möglich sein. Marcus Diebel von JPMorgan führt aus, dass ohne Stabilisierung der Umsatzentwicklung ein Investment abzuraten bleibt. Andrew Ross von Barclays verweist darauf, dass das EBITDA 2025 im Plan lag, die Schätzung für 2026 jedoch zu optimistisch sein könnte, solange deutlichere Umsatztrends fehlen.
Fazit & Ausblick
Der Ausblick bleibt abhängig davon, ob HelloFresh die Umsatzentwicklung stabilisieren kann und wie schnell sich Kostensenkungen in der Profitabilität widerspiegeln. Die Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 plus die Ausblicke für 2026, die am 18. März veröffentlicht werden, liefern den entscheidenden Hinweis, ob sich der negative Trend absorbieren lässt. Für Anleger bleibt relevant, wie der Markt in Italien und Spanien weiter reagiert und welche Auswirkungen das Effizienzprogramm auf die Margen im Jahresverlauf haben wird.
