
HBM Healthcare steigert NAV um 17,2%: Jahresgewinn von CHF 272 Mio. erwartet – vorläufige Ergebnisse
Kurzüberblick
Die HBM Healthcare Investments AG hat ihr Geschäftsjahr 2025/2026 per 31. März 2026 erfolgreich abgeschlossen. Der Nettoinventarwert (NAV) stieg um 17,2% in Schweizer Franken; in US-Dollar fiel das Plus mit knapp 30% noch deutlicher aus. Gleichzeitig legte der Aktienkurs um 28,5% zu.
Im Rahmen einer Ad-hoc-Mitteilung erwartet das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr einen Jahresgewinn von CHF 272 Millionen (vorläufig und ungeprüft). Treiber waren vor allem wertsteigernde Transaktionen in den Portfoliounternehmen; belastend wirkte die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber den wichtigsten Investitionswährungen. Die endgültigen Jahreszahlen erscheinen mit dem Jahresbericht am 13. Mai 2026.
Marktanalyse & Details
NAV-Entwicklung, Aktienkurs und Bedeutung für Anleger
Die Kombination aus NAV-Wachstum und deutlich stärkerer Kursentwicklung signalisiert: Der Markt hat die verbesserten Bewertungen offenbar nicht nur eingepreist, sondern teilweise vorweggenommen. Für Anleger ist dabei relevant, dass die ausgewiesenen Ergebnisse ausdrücklich vorläufig und nicht testiert sind – Feinanpassungen im Abschlussprozess können den finalen Gewinn und die NAV-Zahlen noch beeinflussen.
- NAV (CHF): +17,2% im Jahresverlauf
- Aktienkurs: +28,5% im selben Zeitraum
- Geplantes Ergebnisbild: Jahresgewinn von CHF 272 Mio. (Erwartung, vorläufig)
Was hinter der Ergebnisstärke steckt: Transaktionen im Healthcare-Portfolio
HBM nennt als wesentliche Grundlage ein konstruktives Kapitalmarktumfeld für Biotechnologie sowie mehrere wertsteigernde Ereignisse bei privaten und börsennotierten Beteiligungen. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr sieben Portfoliounternehmen durch Pharmaunternehmen oder Finanzinvestoren übernommen:
- Merus
- Y-mAbs Therapeutics
- 89Bio
- Akero
- Bluejay Therapeutics
- Swixx Biopharma
- Terns Pharmaceuticals
Solche Exit- bzw. Übernahmeaktivitäten sind für Investmentgesellschaften typischerweise ein zentraler Hebel, weil sie Bewertungsgewinne auslösen können und den Unternehmenswert kurzfristig neu justieren.
Deviseneffekt als Risikofaktor
Gleichzeitig weist HBM ausdrücklich darauf hin, dass die deutliche Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber den wichtigsten Investitionswährungen das Jahresergebnis negativ beeinflusst hat. Für die Bewertung von internationalen Biotech-Assets ist das ein entscheidender Punkt: Selbst wenn operative und wertbezogene Entwicklungen im Portfolio positiv sind, kann der Währungseffekt den ausgewiesenen Gewinn in CHF dämpfen.
Analysten-Einordnung: Dass der Gewinn trotz FX-Gegenwind mit CHF 272 Millionen deutlich positiv ausfällt, deutet darauf hin, dass die wertsteigernden Transaktionen im Portfolio die Bewertungs- und Realisationseffekte dominiert haben. Für Anleger bedeutet das: Die kurzfristige Ertragskraft wirkt weniger währungsgetrieben, als es der Deviseneffekt vermuten ließe – dennoch bleibt die Entwicklung des CHF ein zentraler Stellhebel für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen den Perioden.
Vorläufigkeit der Zahlen und nächste Schritte
Die Mitteilung stellt klar, dass die genannten Kennziffern auf dem aktuellen Stand des Jahresabschlusses beruhen und noch nicht abschließend geprüft wurden. Damit rücken in den kommenden Wochen vor allem die Details zur endgültigen Gewinnermittlung, zur NAV-Berechnung sowie die genaue Abgrenzung der wertrelevanten Transaktionen in den Fokus.
Fazit & Ausblick
HBM Healthcare Investments untermauert mit dem vorläufigen Jahresbild seine Position im Biotech-Healthcare-Segment: NAV-Wachstum, ein deutlich positiver Aktienkurs und ein erwarteter Jahresgewinn von CHF 272 Millionen sprechen für eine erfolgreiche Exit- und Bewertungsphase. Die entscheidende Prüfung folgt am 13. Mai 2026, wenn der Geschäftsbericht die Zahlen final auditiert und die Wirkung von Währung sowie Transaktionszeitpunkten transparent macht.
