First Majestic steigert Q1-Ergebnis und Dividende: Umsatz +95%, Nettogewinn 128 Mio. USD, Cashrekord

Kurzüberblick
First Majestic Silver hat am 12. Mai 2026 die Finanzergebnisse für das 1. Quartal 2026 vorgelegt und zugleich die vierteljährliche Dividende erhöht. Im Fokus stehen ein starkes Ergebniswachstum, ein rekordhoher Kassenbestand sowie ein Dividendenschritt im Zuge einer verbesserten Profitabilität im Silber- und Goldgeschäft.
Das Unternehmen meldete für das Quartal zum 31. März 2026 einen Umsatzsprung um 95 % auf 476,7 Mio. USD. Hintergrund sind vor allem höhere realisierte Silber- und Goldpreise. Die Ergebnisse werden an der Börse mit Spannung erwartet, weil sie zeigen, wie gut das Kosten- und Effizienzprogramm in einem Umfeld steigender Metallpreise greift – während gleichzeitig die Dividende für Anleger planbarer wird.
Marktanalyse & Details
Quartalsergebnis: Wachstum aus Preisen und steigender Effizienz
Operativ lieferte First Majestic ein Rekordquartal ab: Das Ergebnis aus dem Minenbetrieb stieg auf 266,6 Mio. USD (von 63,8 Mio. USD im Vorjahresquartal). Das EBITDA erhöhte sich deutlich auf 306,8 Mio. USD. Zusätzlich stützt die Cash-Entwicklung die Aussagekraft der Gewinnzahlen.
- Umsatz: 476,7 Mio. USD ( +95 % YoY )
- Nettogewinn: 128,1 Mio. USD; EPS bei 0,26 USD
- Bereinigter Nettogewinn: 151,7 Mio. USD; bereinigtes EPS bei 0,31 USD
- Ungebundener Cashflow: 223,5 Mio. USD
- Kassenstand: 1.128,6 Mio. USD (höchster Stand in der Unternehmensgeschichte)
Ein wichtiger Detailpunkt: Im Quartal hielt das Unternehmen Silber- und Goldbarren im Wert von 63,6 Mio. USD zurück. Das heißt: Ein Teil der Wertschöpfung steckt in Beständen und taucht nicht vollständig sofort im Umsatz auf. Für Investoren ist das relevant, weil es die zeitliche Zuordnung von Cash- und Ergebniswirkungen beeinflusst.
Kostenbild widersprüchlich – aber mit erklärbarer Logik
Auf den ersten Blick wirkt das Kostenbild gegenläufig: Die Cash-Kosten sowie die AISC lagen im 1. Quartal höher als im Vorjahr. Konkret stiegen die Cash-Kosten auf 20,28 USD je Unze Silberäquivalent (von 13,68 USD) und die AISC auf 29,76 USD je Unze Silberäquivalent (von 19,24 USD). Dennoch fällt die Gesamtprofitabilität deutlich stärker aus, weil die Erlösseite überproportional zulegte.
Das Unternehmen führt den Anstieg der Stückkosten unter anderem auf Wechselwirkungen in der AgÄq-Umrechnung (Silberäquivalent) zurück: Steigende Silberpreise im Verhältnis zu anderen Metallen verändern die Bewertungslogik der Nebenprodukte. Zusätzlich wirkten höhere Metallpreise auf variable Kosten, Royalty-Zahlungen und Personalkomponenten sowie eine Aufwertung des mexikanischen Pesos gegenüber dem US-Dollar.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass First Majestic im aktuellen Quartalsumfeld vor allem vom Preishebel profitiert, während das Kostensteigerungsprofil stark von der Branchen-typischen Äquivalenzrechnung und Währungseffekten geprägt wird. Für Anleger bedeutet das: Entscheidend ist weniger die absolute Entwicklung einzelner Kostenkennziffern, sondern die Kombination aus realisierten Preisen, AISC-Marge und Cash-Generierung. Dass der Kassenstand gleichzeitig auf 1,13 Mrd. USD steigt, spricht dafür, dass die Ergebnisqualität substanziell bleibt.
Cashflow und Bilanzpuffer: Rekordkasse als strategische Option
Der ungebundene Cashflow erreichte 223,5 Mio. USD. Nach Steuern (Einkommensteuern, überwiegend aus dem Jahr 2025) blieb der Mittelzufluss hoch. Der operative Cashflow (vor Working-Capital- und Steuerbewegungen) lag bei 310,6 Mio. USD, eine massive Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr.
Der Kassenstand von 1.128,6 Mio. USD ist damit nicht nur ein Statistikposten, sondern erhöht die Handlungsfähigkeit für Investitionen, Restrukturierungen oder die Finanzierung von Projekt- und Wartungszyklen – insbesondere, wenn Erträge stärker schwanken.
Dividende: Board erhöht Ausschüttung deutlich
First Majestic hat für das 1. Quartal 2026 eine Bardividende von 0,0171 USD je Stammaktie beschlossen. Das entspricht laut Mitteilung einem Anstieg um 280 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Dividende soll am oder um den 29. Mai 2026 ausgezahlt werden; Stichtag für die Anspruchsberechtigung ist der 20. Mai 2026 (Geschäftsschluss).
Die Dividende folgt einer neuen Politik: Ab 1. Januar 2026 soll die vierteljährliche Dividende je Aktie etwa 2 % der vierteljährlichen Nettoumsätze entsprechen, wobei bei den Nettoumsätzen aus Los Gatos nur der dem Unternehmen zurechenbare Anteil (70 %) berücksichtigt wird.
Für Anleger bedeutet das: Die Ausschüttung koppelt sich stärker an die operative Ertragskraft. Das kann in guten Preisphasen stabilisierend wirken, macht die Dividende aber zugleich anfällig für Metallpreisbewegungen und Förder-/Absatzvolumina.
Management-Updates: COO-Wechsel und Fokus auf Neustart Jerritt Canyon
Im Managementbereich gibt es ebenfalls Bewegung: COO Steve Holmes tritt nach mehr als 40 Jahren im Bergbau zurück. Ab dem 4. Mai 2026 übernimmt David (Dave) Howe als neuer COO. Steve Holmes wird bis zum 30. Juni 2026 beratend zur Seite stehen, um den Übergang abzusichern.
Außerdem wurde Alex Thompson zum Managing Director von Jerritt Canyon Gold ab dem 20. April 2026 berufen. Damit treibt das Unternehmen die Wiederaufnahme des Betriebs in Nevada voran. Für den Kapitalmarkt ist relevant, ob solche Personalentscheidungen mit konkreten Meilensteinen bei Zeitplan, Kosten und Ramp-up-Qualität einhergehen.
Fazit & Ausblick
Mit einem Umsatzanstieg um 95 % und einem Nettogewinn von 128,1 Mio. USD liefert First Majestic ein Quartal, das vor allem durch höhere Metallpreise und verbesserte Effizienz getragen wird. Der gleichzeitig rekordhohe Kassenstand stützt die These, dass die Ergebnisentwicklung in echte Liquidität übersetzt wird – trotz eines zeitweise höheren Kostenbilds.
Der nächste Prüfstein für Anleger ist die Nachhaltigkeit: Wie stabil bleiben Margen und Cashflow in den kommenden Quartalen, insbesondere wenn sich Produktionsmengen, Umrechnungslogiken im Silberäquivalent oder Währungsfaktoren verändern. Auf der Zeitschiene rückt außerdem die Dividendenausschüttung am 29. Mai 2026 in den Fokus.
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