
First Majestic steigert 2025 Silberreserven und Ressourcen: Santo Niño erweitert Projekte – diese Punkte zählen jetzt
Kurzüberblick
First Majestic Silver hat neue Mineralreserven- und Mineralressourcenschätzungen für das Jahr 2025 vorgelegt. Grundlage sind die Daten zum 31. Dezember 2025 für die vier in Betrieb befindlichen Minen in Mexiko sowie die US-Goldmine Jerritt Canyon in Nevada. Im Fokus stehen sowohl ein spürbares Wachstum bei den Ressourcen als auch die Frage, wie stark sich das in wirtschaftlich abbauwürdige Reserven übersetzt.
Konkret weist das Unternehmen einen Anstieg der nachgewiesenen und wahrscheinlichen Mineralreserven aus (Ag-Äquivalent) und hebt als operativen Treiber vor allem Entdeckungen und Bohrresultate hervor – darunter Santo Niño im Umfeld von Santa Elena, das die vermuteten Ressourcen für Santa Elena um 27,4 Millionen Unzen Silberäquivalent erweitert. Für Anleger ist damit vor allem relevant, ob die Explorationserfolge mittelfristig in Reserven und damit in planbare Cashflows münden.
Marktanalyse & Details
Reserven & Ressourcen: Wachstum in unterschiedlichen Qualitätsstufen
Die Entwicklung verteilt sich auf mehrere Materialkategorien – entscheidend ist dabei die Trennung zwischen Ressourcen (Potenzial) und Reserven (wirtschaftlich abbauwürdig):
- Mineralreserven (nachgewiesen & wahrscheinlich): +4% im Jahresvergleich auf 184,8 Mio. Unzen Ag-Äquivalent
- Nachgewiesene & angedeutete Ressourcen (M&I): +50% auf 652,8 Mio. Unzen Ag-Äquivalent
- Vermutete Ressourcen: +69% auf 592,3 Mio. Unzen Ag-Äquivalent
Das Muster ist typisch für Wachstumsphasen: Neue Bohrdaten erhöhen zunächst vor allem die Ressourcenbasis, während die Umwandlung in Reserven meist zeitverzögert erfolgt – abhängig von Technik, Geometrie, Metallurgie und wirtschaftlichen Annahmen (Cutoff-Werte).
Santo Niño & Navidad: Neue Perspektive für Santa Elena
Für Santa Elena nennt das Unternehmen zwei zentrale Bausteine innerhalb der vermuteten Ressourcen:
- Santo Niño: 4,1 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 68 g/t Silber und 1,57 g/t Gold, entspricht 27,4 Mio. Unzen Ag-Äquivalent (davon 9,0 Mio. Unzen Silber und 210.000 Unzen Gold)
- Navidad (Erweiterung): vermutete Ressourcen auf 6,4 Mio. Tonnen ausgeweitet, entsprechend 63,4 Mio. Unzen Ag-Äquivalent
Für die Mine bedeutet das laut Unternehmenslogik vor allem eine mögliche Verlängerung der Lebensdauer, sofern die Ressourcen im nächsten Schritt in die Abbauplanung integriert und anschließend in Reserven überführt werden.
Jerritt Canyon: Goldtreiber durch niedrigere Cutoffs
Bei Jerritt Canyon hebt First Majestic insbesondere den Effekt der wirtschaftlichen Parameter hervor: Höhere Goldpreisannahmen und geringere Cutoff-Werte hätten die Ausweitung der Mineralisierung auch auf Material mit niedrigeren Gehalten ermöglicht. Das führte unter anderem zu einem sehr deutlichen Wachstum bei den Goldkomponenten der Ressourcen.
Wichtig für Anleger: Solche Cutoff-Effekte können die Ressourcenbasis schnell verändern, ersetzen aber nicht die operative Bestätigung (z.B. Gewinnungsfaktoren, Abbaukonzept, Stabilität der Erzparameter) auf Reserven-Niveau.
Exploration & Datenbasis: Umfang und Qualität als Fundament
Das Unternehmen berichtet für 2025 über 264.364 Meter Explorationsbohrungen und betont die Nutzung etablierter QA/QC-Protokolle (u.a. zertifizierte Referenzstandards sowie Leer- und Doppelproben). Die Analytik erfolgt dem Bericht zufolge u.a. über Brandprobe- und Atomabsorptionsverfahren, ergänzt durch gravimetrische Kontrollschritte bei Ergebnissen über der Nachweisgrenze.
Analysten-Einordnung: Die Kombination aus einem moderaten Reserveanstieg (+4%) bei gleichzeitig starkem Ressourcenwachstum (+50% bei M&I, +69% bei vermutet) deutet darauf hin, dass First Majestic derzeit vor allem weitere wirtschaftliche Upside generiert, während die endgültige wirtschaftliche Verankerung in Reserven zeitnah, aber nicht automatisch, folgt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem: Der strategische Fokus auf Bohrprogramme zur Lebensdauerverlängerung wirkt – entscheidend bleibt jedoch der nächste Schritt, nämlich wie viel davon in den kommenden Updates tatsächlich als Reserven bestätigt wird (und welche Sensitivität sich bei Metallpreisen und Cutoffs zeigt).
Fazit & Ausblick
First Majestic stärkt mit den Schätzungen zum 31. Dezember 2025 seine langfristigen Produktions- und Wertoptionen: Die Ressourcenbasis wächst kräftig, während die Reserven zwar ebenfalls zulegen, aber in einem konservativeren Tempo. Das setzt für 2026 vor allem Erwartungen an die Fortführung der Exploration und daran, wie schnell und robust sich neue Bereiche in abbauwürdige Reserven überführen lassen.
Ausblick für Anleger: Besonders zu beobachten sind (1) die weitere Entwicklung rund um Santo Niño/Navidad für Santa Elena, (2) die Bestätigung der Gold-Erweiterung bei Jerritt Canyon unter realistischen Abbau- und Kostenannahmen sowie (3) kommende Turnus-Updates zu Mineralreserven/-ressourcen, die zeigen, wie dauerhaft das Wachstum über Cutoffs hinaus ist.
