Fabasoft legt 9-Monatszahlen vor: Umsatz leicht gestiegen, EBIT gesunken – Recurring Revenue im Fokus

Fabasoft AG

Kurzüberblick

Fabasoft hat die Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/2026 veröffentlicht, am 13. Februar 2026 in Linz, Österreich. Der Umsatz beläuft sich auf 65.998 TEUR, leicht gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen (+0,9%). Die wiederkehrenden Umsätze erhöhten sich um 10,6% auf 40.234 TEUR und machten 61,0% des Gesamtumsatzes aus. Das Ergebnis leidet unter dem Wegfall hochmargiger Lizenzerlöse; EBITDA lag bei 16.301 TEUR, EBIT bei 10.387 TEUR; operativer Cashflow 10,5 TEUR. Die liquiden Mittel beliefen sich auf 34,2 TEUR; die Belegschaft zählte 505 Mitarbeiter Ende Dezember 2025.

Marktanalyse & Details

Finanzdaten

  • Umsatzerlöse: 65.998 TEUR; +0,9% yoy (Vorjahreszeitraum 65.386 TEUR)
  • Wiederkehrende Umsätze: 40.234 TEUR; +10,6% yoy; Anteil am Gesamtumsatz 61,0%
  • EBITDA: 16.301 TEUR
  • EBIT: 10.387 TEUR
  • Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit: 10,5 TEUR
  • Liquide Mittel: 34,2 TEUR
  • Belegschaft: 505 Mitarbeitende zum Stichtag 31.12.2025 (Vorjahr 501)

Strategische Ausrichtung

Die Fokussierung auf wiederkehrende Umsätze setzt sich fort. Investitionen in die Fabasphere-Plattform sowie in Vertrieb & Marketing sollen das Wachstum unterstützen. Eine Migration der Referenzarchitektur auf ein Mixed-System mit dem Mindbreeze AI Core wird perspektivisch auch die schwächeren Professional-Services-Umsätze stabilisieren.

Kostenstruktur

  • Gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen sbA: 3,9 Mio TEUR (Vorjahr 3,1 Mio TEUR); Treiber waren Rebranding-Kampagnen und interne ERP-Umstellung auf S/4HANA
  • Personalkosten +1,7% yoy; Mitarbeiterzahl +0,8% yoy

Datensouveränität & KI

Das Management betont die Bedeutung von Datenschutz und Datenhoheit. Kunden können sensible Informationen in eigener Umgebung oder in sicheren Fabasoft-Rechenzentren halten, ohne sie an externe KI-Modelle weiterzugeben. Dies soll eine grenzüberschreitende KI-Disruption abfedern.

Analysten-Einschätzung

Analysten-Einschätzung: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Fabasoft seinen Transformationspfad mit stärkerem Fokus auf wiederkehrende Umsätze fortsetzt. Trotz Budgetknappheit bleibt die Pipeline positiv, was Aufwärtspotenzial für FY27 eröffnet. Für Anleger bedeutet dieser Trend, dass die Umsatzqualität wichtiger wird als das kurzfristige Wachstum; eine Verbesserung der Budgetlage bei öffentlichen und privaten Auftraggebern würde die Nachfrage spürbar antreiben.

Fazit & Ausblick

Die Erholung der Topline bleibt moderat, doch der steigende Anteil wiederkehrender Umsätze gibt der Geschäftsbasis Substanz. Einen zusätzlichen Impuls könnten politische Infrastrukturprogramme liefern, sofern Budgetprozesse greifen. In den kommenden Monaten stehen die vollständigen Jahreszahlen 2025/2026 sowie die Auswertung der Auftragslage im Fokus, während Fabasoft die Umsetzung der MindbSphere-Strategie weiter vorantreibt.

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