
Devisen: Dollar-Stärke nach Warsh-Nominierung treibt Euro-Abwärts
Kurzüberblick
Der Euro steht unter Druck gegenüber dem US-Dollar, seit bekannt wurde, dass Kevin Warsh als möglicher Notenbankchef vorgeschlagen wurde. Die Entwicklung erhöht Zweifel an der künftigen Geldpolitik der Fed und treibt den Dollar weiter an. Anleger beobachten zudem vorsichtig geopolitische Signale und warten auf weitere geldpolitische Hinweise, die die Kursrichtung bestimmen.
Details
30.01.2026 – Fed-Chef-Nominierung Warsh
US-Präsident Donald Trump hat Kevin Warsh als Nachfolger von Powell vorgeschlagen. Märkte interpretieren dies als potenzielle Lockerung der Zinspolitik, obwohl Warsh bislang eher für eine robuste Zinspolitik galt. Die Aussicht auf Zinssenkungen hat zuletzt Edelmetalle belastet, während der Dollar stärker blieb.
Warsh gilt als Befürworter stabiler Finanzpolitik, hat sich zuletzt aber auch für Zinssenkungen ausgesprochen. Marktteilnehmer beobachten, wie Warsh die Politik der Federal Reserve beeinflussen könnte.
30.01.2026 – EUR/USD & EZB-Referenzkurse
Der Euro setzte seinen Rückgang fort und notierte in der Nähe der wichtigen Marke gegenüber dem Dollar. Die EZB legte den Referenzkurs fest, der Dollar kostete entsprechend weniger Euro. Der Kurs hatte zuvor den Höchststand knapp über der Marke erreicht.
EZB-Referenzkurs: rund 1,1919 US-Dollar pro Euro; Dollar kostete etwa 0,8389 Euro; der Euro hatte zeitweise den Höchststand über der Marke erreicht.
30.01.2026 – Inflationsdaten in Deutschland und Spanien
Inflationsdaten aus der Eurozone bewegten die Märkte kaum; in Deutschland fiel die Jahresrate höher aus als erwartet, während die Inflationsrate in Spanien deutlich stärker als erwartet zurückging.
30.01.2026 – Marktreaktion & Signale
Investoren bleiben vorsichtig; geopolitische Signale und geldpolitische Hinweise der Zentralbanken dominieren die Stimmung. Die Aussicht auf Zinssenkungen wird weiter diskutiert, während der US-Dollar als sicherer Hafen gefragt bleibt.
30.01.2026 – Risikofaktoren & Aktienmärkte
Verluste bei großen US-Tech-Aktien kurbeln Risikoabflüsse an; zugleich bleibt die politische und konjunkturelle Lage ein ständiger Treiber der Kursentwicklung.
