Deutsche Rohstoff erhöht Kursziel auf 145 EUR: 58% Potenzial nach Almonty-Deal und Bohrplan

Deutsche Rohstoff AG

Kurzüberblick

Die Aktie der Deutsche Rohstoff AG steht am 08.05.2026 um 12:10 Uhr bei 93,7 EUR und legt damit +2,07% zum Vortag zu. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie bereits bei +91,03%. Im Umfeld dieser Dynamik hat ein Analyst sein Buy-Votum bekräftigt und das Kursziel von 124 auf 145 EUR angehoben.

Auslöser für die Neubewertung ist die Kombination aus (1) dem Wertanstieg der DRAG-Beteiligungen an Almonty, nachdem das Unternehmen Anfang April einen Teil seiner Almonty-Aktien veräußert hat, und (2) einem insgesamt ambitionierten Bohr- und Wachstumsfahrplan für die kommenden Jahre. Für Anleger bedeutet das: Die Bewertung stützt sich stärker als zuvor auf die erwartete Produktionsentwicklung nach den Investitionsschritten.

Marktanalyse & Details

Was der Analyst konkret anpasst

In dem Research-Update fließt eine neu aufgesetzte Bewertungslogik ein. Dabei wurden insbesondere zwei Treiber höher gewichtet: der gestiegene Wert der Almonty-Positionen sowie die Investitionsannahmen für die Folgejahre. Der Analyst stützt die Kurszielerhöhung damit auf die jüngsten Unternehmensmeldungen rund um die Reinvestition von Verkaufserlösen.

  • Almonty-Verkauf: DRAG veräußerte Anfang April 9 Mio. Almonty-Aktien (entsprechend rund 38% der Beteiligung nach Berücksichtigung einer Anleiheumwandlung). Der Gesamterlös/Gewinn wurde mit nahezu 100 Mio. EUR beziffert.
  • Reinvestition in 2026: Die Erlöse sollen in ein Bohrprogramm von 220 bis 230 Mio. EUR fließen. Das Programm umfasst rund 21,8 Nettobohrlöcher.
  • Investitionsniveau im Vergleich: Für das Jahr 2025 nennt der Analyst 110 Mio. EUR Capex als Referenz.
  • Timing der Produktion: Etwa die Hälfte der neuen Bohrungen soll Mitte des Jahres die Produktion aufnehmen; der Rest fällt auf die Zeiträume Q3 und Q4.
  • 2027-Planung: Die erste Guidance setzt für 2027 Investitionen von 150 Mio. EUR an. Erwartet werden rund 15 zusätzliche neue Nettobohrlöcher mit einem ähnlichen Zeitmuster wie 2026.

Finanzielle Tragfähigkeit der Wachstumsstrategie

Ein zentraler Punkt in der Analysten-Argumentation ist die aus seiner Sicht ausreichende Bilanzkapazität: Er erwartet, dass das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA bis Ende des nächsten Jahres nur bei 0,4 liegt. Damit rückt weniger die Frage der Finanzierung in den Vordergrund – vielmehr die erfolgreiche Umsetzung des Bohr- und Produktionsplans.

Analysten-Einordnung: Dass der Erlös aus dem Almonty-Deal zeitnah in ein volumenstarkes Bohrprogramm zurückfließt, deutet darauf hin, dass DRAG die Wertschöpfung aus Beteiligungen und operatives Wachstum stärker miteinander verzahnt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem: Die Kursphantasie hängt weniger an reinen Bilanz- und Bewertungsgrößen, sondern zunehmend an der Realisierung der erwarteten Produktionsbeiträge. Gleichzeitig bleibt das Chance-Risiko-Profil eng an die Ausführung (Bohrfortschritt, Kosten, Förderleistung) und an die Entwicklung der Rohstoffpreise gekoppelt.

Welche Risiken Anleger mitdenken sollten

  • Execution-Risiko: Der Übergang von Bohraktivitäten zu stabiler Produktion ist mit Zeit- und Leistungsrisiken verbunden.
  • Markt- und Preisrisiko: Die Bewertung reagiert empfindlich auf Annahmen zur späteren Öl- und Gasproduktion.
  • Finanzierungs- und Verschuldungsdynamik: Auch wenn der Analyst die Tragfähigkeit hoch einstuft, kann die tatsächliche Verschuldungsentwicklung je nach EBITDA-Entwicklung abweichen.

Fazit & Ausblick

Die Kurszielanhebung spiegelt eine Neubewertung wider: DRAGs Kombination aus Almonty-Wertentwicklung und einem klar finanzierten Bohrprogramm stärkt aus Analystensicht die Erwartung einer nachhaltigeren Ertragsbasis. Für den weiteren Verlauf entscheiden voraussichtlich die nächsten Unternehmensmeldungen zur Umsetzung des Bohrplans sowie die Entwicklung der Produktion ab dem zweiten Halbjahr.

In den kommenden Quartalsberichten dürfte außerdem die Fortschrittsmessung relevant sein: Wie schnell die neuen Bohrungen Wirkung zeigen und ob die angenommene Verschuldungsentwicklung im Rahmen der Erwartungen bleibt.

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