Deutsche Rohstoff AG: Analyst senkt Kursziel auf 124 Euro – Buy bleibt nach Almonty-Deal

Deutsche Rohstoff AG

Kurzüberblick

Die Deutsche Rohstoff AG (ISIN: DE000A0XYG76) steht nach einem Research-Update erneut im Fokus: Der Analyst Simon Scholes bestätigt das Buy-Votum, senkt aber das Kursziel von 139 auf 124 Euro. Die Anpassung datiert auf den 09.04.2026 (12-Monats-Ausblick).

Hintergrund ist die Kapitalmaßnahme des Unternehmens: Spät am 01.04.2026 kündigte DRAG den Verkauf von 9 Mio. Aktien der Beteiligung Almonty an (38% der gehaltenen Position, verwässert im Zuge von Bond-Konversionen). Der Verkauf soll einen Gewinn von nahezu 100 Mio. Euro ermöglichen – und den Weg für deutlich höhere Investitionen 2026 frei machen.

Marktanalyse & Details

Almonty-Verkauf: Einmaliger Gewinn trifft auf neue Investitionslogik

Im Kern verändert sich mit dem Almonty-Deal die Zeitachse: Der Erlös kommt kurzfristig, die Wertschöpfung soll anschließend über neue Bohrungen entstehen. Der Analyst rechnet den erwarteten Gesamterlös aus dem Buchwert von 0,75 Euro je Aktie auf etwa 106 Mio. Euro hoch.

  • Verkauf: 9 Mio. Almonty-Aktien (rund 38% der Beteiligung)
  • Erwarteter Gewinn: nahezu 100 Mio. Euro
  • Geplante Verwendung: Investitionen in neue Wells/Bohrungen

2026-Fahrplan: CAPEX und EBITDA deutlich nach oben

Die zweite zentrale Stellschraube ist die operative Guidance. Management und Analyst gehen für 2026 von einer wesentlich expansiveren Investitionsphase aus.

  • CAPEX 2026 (Basis): 220–230 Mio. Euro (zuvor: 90–100 Mio.)
  • EBITDA 2026 (Basis): 290–310 Mio. Euro (zuvor: 115–135 Mio.)
  • CAPEX 2025 (Referenz): 110 Mio. Euro

Für Anleger ist das relevant, weil sich hier die potenzielle Gewinnkurve stark verschiebt: Mehr Kapital kann – bei erfolgreicher Umsetzung – die Produktions- und Ergebnishebel im Jahresverlauf deutlich erhöhen. Gleichzeitig steigt die Ausführungs- und Zeitrisiko-Komponente (Stichwort: Bohrfortschritt, Ressourcenallokation, Kostenkontrolle).

Warum das Kursziel sinkt: Bewertungsannahmen und Timing-Effekt

Trotz der positiven Guidance erhöht sich die Skepsis in der Bewertungslinie: Der Analyst nutzt zur Einpreisung der Almonty-Beteiligung den 15-Tage-VWAP (volumengewichteter Durchschnittspreis) für die Almonty-Aktien. Demnach liegt der angenommene VWAP bei 15,87 US-Dollar und damit 19% unter dem zuletzt verwendeten Kursniveau von 19,61 US-Dollar (Stand der Annahmen: 18.03.2026).

Zusätzlich ergibt sich aus dem niedrigeren realisierten/unterstellten Verkaufspreis ein Rechenbruch: Der durchschnittliche Verkaufspreis wird mit rund 13,50 US-Dollar beziffert. Daraus leitet der Analyst einen kombinierten Wert (Verkaufserlöse plus verbleibende Anteile und Schulden bei Almonty) ab, der um 111 Mio. Euro unter dem Wert der Beteiligungsposition vom 18. März liegt.

Analysten-Einordnung: Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass der Marktwert der Almonty-Position in den Modellannahmen stärker gefallen ist, als der Analyst im Gegenzug durch den höheren CAPEX-Plan bereits kompensiert sieht. Für Anleger bedeutet das: Die strategische Richtung (Wertrealisierung aus Almonty und Reinvestition in neue Wells) bleibt grundsätzlich überzeugend, jedoch wird die Umsetzung in eine klarere Erwartungsspur gedrückt. Solange Bohr- und Projektfortschritte nicht die Modelllogik stützen, sollte man mit erhöhter Volatilität bei der Bewertung rechnen – selbst wenn das Management die Guidance nach oben zieht.

Buy bleibt: Upside statt Gleichgewicht

Unterm Strich reduziert sich zwar das Kursziel, die Kauf-Einschätzung bleibt aber bestehen. Der Analyst sieht gegenüber dem neuen Kursziel noch 33% Aufwärtspotenzial. Damit steht weniger die Frage im Vordergrund, ob die Strategie grundsätzlich funktioniert, sondern ob das höhere Investitionsniveau in 2026 schnell genug in Ergebnis sichtbare Wirkung übersetzt.

Fazit & Ausblick

Der Almonty-Verkauf liefert DRAG kurzfristig Kapital und legt den Grundstein für ein deutlich größeres Bohrprogramm. Gleichzeitig senkt die niedrigere Bewertungsunterstellung (VWAP/Verkaufspreis) das Kursziel – ein Hinweis darauf, dass der Markt die Zeit bis zur operativen Ergebniswirkung genau beobachtet.

Ausblick: Entscheidend dürfte sein, ob DRAG die höhere 2026-CAPEX-Spanne planmäßig in Produktionsfortschritt umsetzt. Erste belastbare Hinweise liefern der nächste Zwischenbericht sowie gegebenenfalls konkrete Updates zu Bohrfortschritt, Kostenlage und daraus resultierenden Leistungskennzahlen.

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