Deutsche Bank Research hebt Kursziel für AT&S auf 120 EUR – Buy nach starkem Jahresabschluss
Kurzüberblick
AT&S hat für das Geschäftsjahr 2025/26 ein starkes viertes Quartal sowie eine insgesamt verbesserte Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung gemeldet. Während der Konzernumsatz währungsbereinigt weiter zulegte, lag die operative Entwicklung vor allem an Volumenwachstum, dem Kosten- und Effizienzprogramm sowie einem besseren Preisumfeld.
Das Papier notiert zuletzt bei 118,4 EUR (Stand 22.05.2026, 08:54 Uhr) und handelt damit im Tagesverlauf höher (+1,37%). Auf Jahressicht liegt die Aktie deutlich im Plus (YTD +267,7%). Parallel dazu hat Deutsche Bank Research das Kursziel für AT&S von 100 auf 120 EUR erhöht und die Aktie mit Buy bewertet.
Marktanalyse & Details
Geschäftszahlen: starkes Wachstum, bessere Marge, positiver Free Cashflow
Im vierten Quartal 2025/26 steigerte AT&S den Konzernumsatz um 21% (währungsbereinigt: +33%). Das EBITDA erreichte 120 Mio. EUR und entsprach einer Marge von 25,4%. Zudem wies AT&S im Zeitraum erneut ein positives Ergebnis aus: 14 Mio. EUR Gewinn, was auch zu einem Ergebnis je Aktie von 0,24 EUR führte.
- Q4 2025/26: Umsatz +21% (währungsbereinigt +33%), EBITDA 120 Mio. EUR (25,4% Marge)
- FY 2025/26: währungsbereinigtes Wachstum +21% auf 1,8 Mrd. EUR
- FY 2025/26: EBITDA 418 Mio. EUR (23,3% Marge)
- FY 2025/26: Operativer Free Cashflow 236 Mio. EUR
Wichtig für die Einordnung: Trotz eines verbesserten operativen Bildes blieb das Konzernergebnis im Gesamtjahr negativ. Für das Geschäftsjahr 2025/26 wurde ein Konzernergebnis von -25,6 Mio. EUR ausgewiesen (EPS: -1,11 EUR). Gleichzeitig hob das Unternehmen die operative Ergebnisqualität hervor: EBIT war positiv (65,6 Mio. EUR), die EBIT-Marge stieg auf 3,7%.
Kapitalstruktur & Ausschüttung: keine Dividende, Hybrid-Finanzierung möglich
AT&S schlägt für die Hauptversammlung am 9. Juli 2026 vor, für 2025/26 keine Dividende auszuschütten. Als strategische Stütze für die Kapitalbasis kündigte das Management außerdem an, im zweiten oder dritten Quartal 2026 bis zu 500 Mio. EUR über nachrangige (Hybrid-)Instrumente aufnehmen zu wollen (Wandelschuldverschreibung und/oder Hybridanleihe).
Auf der Bilanzseite blieb die Liquidität spürbar erhöht: Die Zahlungsmittel lagen bei 738 Mio. EUR. Gleichzeitig stieg die Nettoverschuldung relativ zum EBITDA auf 3,2 (Zielkorridor: deutlich unter 3). Für Anleger ist das ein zentraler Punkt, weil die Finanzkennzahl damit noch keine vollständige Entspannung signalisiert, der Ausblick aber bereits einen weiteren Abbau in Aussicht stellt.
Strategie & Ausblick: KI-getriebene Kapazitätserweiterung in Chongqing
AT&S investiert in Kapazitäten für High-End-IC-Substrate im chinesischen Werk Chongqing. Hintergrund ist die steigende Nachfrage eines Großkunden im Kontext von KI. Die Investitionen liegen im hohen zweistelligen Millionenbereich und sollen vollständig über langfristige Kundenvereinbarungen finanziert werden. Im Ergebnis erwartet das Unternehmen dadurch im Geschäftsjahr 2026/27 einen positiven EBIT-Effekt im ebenfalls hohen zweistelligen Millionenbereich.
- Guidance 2026/27: währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 30–35%
- Guidance 2026/27: EBITDA-Marge 25–29%
- CAPEX 2026/27: rund 400 Mio. EUR (nach 178 Mio. EUR)
- Cashflow: positiver operativer Free Cashflow erwartet
AT&S stellt zugleich klar, dass künftig weniger absolute Beträge prognostiziert werden sollen, sondern währungsbereinigte prozentuale Veränderungen. Das erhöht zwar die Vergleichbarkeit im operativen Sinne, macht die Erwartung an die Entwicklung in Euro-Beträgen aber weniger direkt.
Analysten-Einordnung
Die Kurszielanhebung auf 120 EUR (Buy) passt zur strategischen Linie, die AT&S mit den Zahlen zeigt: starkes währungsbereinigtes Wachstum, deutliche Effizienzgewinne und ein klar positiver Free Cashflow im Gesamtjahr. Gleichzeitig deutet die Kombination aus steigender EBITDA-Marge (auf 23,3%) und der ambitionierten 2026/27-Erwartung (25–29%) darauf hin, dass das Kostenprogramm nachhaltig wirkt und das Pricing-/Volumen-Umfeld stabil bleibt. Für Anleger bedeutet das: Das operative Narrativ ist deutlich überzeugender als noch im Vorjahr, auch wenn das negative Konzernergebnis 2025/26 sowie die noch erhöhte Nettoverschuldung/EBITDA-Ratio den Weg zu einer vollständigen Bilanz-„Normalisierung“ klar als Fortschrittsstory markieren. Die im Ausblick erwartete Verbesserung unter 3 ist daher der entscheidende Fortschrittsindikator, den Markt und Analysten eng überwachen dürften.
Fazit & Ausblick
AT&S untermauert mit dem starken Q4 und der Guidance 2026/27, dass Wachstum und Profitabilität zusammenarbeiten sollen: Umsatzwachstum von 30–35% (währungsbereinigt), EBITDA-Marge 25–29% und positiver Free Cashflow. Entscheidend wird nun, wie konsequent das Unternehmen die Investitionsphase (CAPEX rund 400 Mio. EUR) in eine weitere Verbesserung von Nettoverschuldung/EBITDA überführt.
In den kommenden Schritten stehen insbesondere die Hauptversammlung am 9. Juli 2026 (keine Dividende) sowie die mögliche Finanzierung über (Hybrid-)Instrumente im 2. oder 3. Quartal 2026 im Fokus.
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